von Martina Böckling

 

Überlegungen zum Thema

Meine Idee war, das Projekt „Club der Denker“ zu nennen. Die Kinder waren begeistert von dem Namen, im Laufe des Projekts nannten die Kinder es selber um in: die „Denkgruppe“.

Jasmin fragte mich tagein, tagaus, wann wir wieder „arbeiten“. In Gesprächen machte sie mir klar, dass für sie „arbeiten“ nun heißt: Sie möchte besser denken lernen, sie hat viel Freude am Denken und es ist ihr wichtig.

Mehr über Jasmin:

Jasmin, 3;4 Jahre

Eine Dreijährige will schreiben

Jasmin (4;7) schreibt eine Geschichte

Kurz vor Beginn des Projektes (vor den Sommerferien) hatte ich den Eindruck, dass Jasmin wieder unsicherer, zurückhaltender und stiller wurde. Sie weinte schnell und schien allgemein unglücklicher als sonst zu sein. Die Kolleginnen aus der Gruppe hatten denselben Eindruck. Sie meinten, Jasmin bekomme zu wenig Aufmerksamkeit. Ich selber sah es nicht so und nahm mir vor, der Sache auf den Grund zu gehen.

 

…kurz gefasst…

Die vierjährige Jasmin spricht darüber, dass sie gern denkt. Die Autorin greift dieses Interesse auf, sie lädt noch zwei andere vierjährige Mädchen hinzu und trifft sich regelmäßig mit dieser Kleingruppe zu verschiedenen Denkspielen (Tischspiel, Arbeitsblätter, Denkspiele in der Turnhalle, Sudoku). In Gesprächsrunden beschäftigt sich die Gruppe mit dem Denken. Schließlich ergibt sich daraus die Idee, ein Denkspiel für die Gruppe zu basteln. Sie wird in die Tat umgesetzt.

Bei einem Ausflug auf die Wiesen am Rhein stellte sich heraus, dass Jasmin sich als „dumm“ titulierte. Sie verlor einen Strumpf (beim Muscheln suchen) und fand ihn nicht wieder. Allerdings bemerkte sie dies ziemlich schnell. Ich ging mit ihr zusammen zurück, um ihn zu suchen. Jasmin fand noch einige Muscheln, ich fand den Socken.
Ihre Reaktion bestand darin, sich mehrmals als dumm zu bezeichnen, nur weil sie den Socken verloren hatte. Meine Erklärung, dass sie nicht dumm sein könne, denn sie habe doch gemerkt, dass der Socken fehlte, nahm sie dankbar an. Sie kam zu dem Schluss, sie habe den Socken verloren, weil sie so viele Muscheln gesammelt habe. Und das sei nicht schlimm ist, weil sie es doch gemerkt habe.

Jasmins Mutter erzählte mir, dass sie sich im Gespräch mit der Ärztin vom Gesundheitsamt, die einmal jährlich in unsere Kita kommt, sehr geärgert habe. Die Ärztin habe Jasmins eingeschränkte Sprachkenntnisse bemängelt und sie als „dumm“ hingestellt. Sie (die Mutter) wolle nichts mehr mit der Frau zu tun haben und beim nächsten Gespräch sollte ich dabei sein.

Nun hoffte ich eine Erklärung für Jasmins Idee gefunden zu haben, dass sie „dumm“ sei.
Da ich selber mit der Ärztin gesprochen hatte (die sich im übrigen auch mit Hochbegabung auskennt) konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Sache so abgelaufen war.
Für mich war es deshalb sehr wichtig, ein Projekt zu starten, in dem Jasmin wieder Selbstvertrauen gewinnt, das ihr Spaß macht und in dem sie ihre Stärken herausfinden kann.

Da „Denken“ ein wichtiger Bereich für Jasmin ist, habe ich mich entschieden, dies in mein Projekt einzubauen. Ein Beispiel zeigt, wie Jasmin mit dem Denken umgeht:
Amanda nimmt einem Kind den Stuhl weg, während es sich gerade hinsetzen möchte. Eine Kollegin schimpft mit ihr und Amanda fragt: „Warum?“ Die Kollegin sagt zu ihr: “Amanda, denk mal nach“. Amanda fragt: „Hä?“

Daraufhin steht Jasmin auf, geht zu Amanda und sagt zu ihr: „Amanda, du sollst denken.“ Amanda: “Denken?“
Jasmin erwidert: „Ja, denken, denken ist wichtig“. Dabei zeigt sie auf den Kopf: „Du musst viel denken.“
Amanda sagt: „O.k., ich denke jetzt“.
Nachdem Jasmin dies geklärt hat, setzt sie sich zufrieden auf einen Stuhl.

Die Kinder

Ich habe mich für die Kleingruppenarbeit entschlossen, und zwar aus folgenden Gründen:

    • Es ist mir wichtig, dass Jasmin gemeinsam mit Kindern, die ähnliche Begabungen und Interessen haben, intensiv arbeiten kann.
    • In einer ruhigen Umgebung kann Jasmin konzentrierter arbeiten, sie kann sehr schlecht Lärm ertragen und wirkt dann unkonzentriert.
    • Ich selbst kann mich gut auf die (wenigen) Kinder einstellen und reagieren.

Jasmin ist mein Beobachtungskind (im IHVO-Zertifikatskurs) und mittlerweile 4;10 Jahre alt.
Sie möchte eigentlich jeden Tag mit mir arbeiten und genießt die Zeit, die sie mit mir außerhalb der Gruppe verbringen kann.
Ihre Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache sind deutlich geringer geworden, aber längst noch nicht verschwunden. (Ehe sie mit 3 Jahren in unsere Kita kam, sprach sie kein Wort Deutsch.)
Sie hat in den letzten Monaten große Entwicklungsschritte gemacht und ich war mir sicher, das zu dieser Zeit fehlende Selbstbewusstsein könnte wieder aufgebaut werden.

Berin (4;9) wird von zu Hause aus sehr gefördert und probiert sich in vielen Kursen aus: Malen, Klavierspiel, Ballett und Schwimmen. Sie ist sprachlich den anderen Kindern weit voraus und nutzt dies auch aus. Jasmin ist an ihr gewachsen und gibt ihr immer mehr Kontra.
Beide können sehr viel zusammen spielen. Es kann sich jedoch auch Streit entwickeln, wenn Jasmin sich nicht so verhält, wie Berin es möchte. Es passiert zur Zeit häufig, dass Jasmin sich sehr viel gefallen lässt und sie dann keinen glücklichen Eindruck macht.

Juline ist die Jüngste von den Dreien, sie ist erst 4;2 Jahre alt. Sie wird nach meinem Eindruck zu Hause wenig gefördert und wirkt häufig uninteressiert, gelangweilt, provoziert auch mal gerne.
Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihr aufbauen können und ich konnte beobachten, dass sie offenbar mehr kann als sie zeigt. Deutlich wurde es mir beim Besuch des Gesundheitsamtes. Ich war bei der Voruntersuchung dabei (Hör- und Sehtest). Ich mischte mich nicht ein und sah zu, wie sich Juline gegenüber der Arzthelferin regelrecht „dumm stellte“.

Diese sagte dann zu mir, andere Kinder müssten Juline zeigen, was sie machen sollte, weil sie es nicht verstehe und Angst habe. Ihre Aussage: „Solche Kinder gibt es immer wieder.“ Juline und ich sahen uns an und sie grinste. Mir war klar, dass sie einfach keine Lust hatte, sich mit dieser Frau und diesen Aufgaben abzugeben. Juline merkte, dass ich genau wusste, was los war. Ich glaube, wir beide amüsierten uns.

Im anschließenden Gespräch sagte mir die Ärztin, es lohne sich, in dieses Kind zu „investieren“. Für ein Kind, das keinerlei Förderung zu Hause bekomme, sei sie sehr weit entwickelt. Bei der Ärztin hatte Juline übrigens keine Schwierigkeiten, alles mitzumachen.
Ich hoffte, dass alle Drei – Jasmin, Berin und Juline – zusammen ein gutes Team sein würden.

Zielsetzung des Projektes

Meine Ziele für Jasmin, das vermutlich hoch begabte Kind:

Im Alltag erlebe ich immer wieder zwei Jasmins:
Eine, die unruhig und unkonzentriert ist, die ihre Aufgaben nicht zu Ende erledigt und vieles ratz-fatz macht. Der Reiz einer Aufgabe ist schnell vorbei, und etwas Neues muss her.
Dann die andere Jasmin, die hochkonzentriert, genau und exakt arbeitet, die ein großes Durchhaltevermögen und auch Humor besitzt.

Folgende Ziele waren mir für Jasmin wichtig:

    • Jasmin erweitert ihre Fähigkeiten in Bezug auf wahrnehmen, vergleichen, ordnen.
    • Jasmin erweitert ihren Wortschatz durch Vertiefung von Begriffen und durch Gespräche.
    • Jasmin erlebt sich als ein wichtiges Mitglied der Kleingruppe und stärkt ihr Selbstvertrauen.
    • Jasmin schafft durch intensive Beschäftigung mit Berin und Juline, die Kontakte zu intensivieren und diese auch in der Gesamtgruppe zu leben.
    • Jasmin ist in der Lage, bei auftretenden Schwierigkeiten (Verständnisfragen, Bevormundung durch Berin) darüber zu reden und ihren Weg der Auseinandersetzung zu finden.

Meine Ziele für die anderen Kinder:

Berin
– Berin erkennt, dass auch andere Kinder Fähigkeiten und Fertigkeiten haben.
– Berin ist in der Lage, ihre Fähigkeiten in der Beobachtungs-, Merk- und Denkfähigkeit zu steigern.
– Berin erfährt sich als Mitglied der Gruppe.

Juline
– Juline erfährt sich als Teil der Gruppe und ist in der Lage, diese Beziehungen auch in der Gesamtgruppe zu leben.
– Juline steigert ihre Fähigkeiten zu beobachten, zu denken und sich etwas zu merken.
– Juline ist in der Lage, ihre Fähigkeiten zu zeigen.

Für alle Drei erhoffe ich mir, dass sie im Projekt viel Spaß haben, sich wohl fühlen, die Zeit genießen und wir viel zusammen lachen werden.

Eigene Auseinandersetzung mit dem Thema

Anhand von Literatur und Internet, angeregt durch das im IHVO-Kurs Gelernte, informierte ich mich über die verschiedenen Arten des Denkens – was Denken ist und was entwicklungspsychologisch wichtig ist.

Folgende Aussagen sind mir wichtig:

    • Erste und wichtigste Grundlage aller Denkprozesse ist eine stressfreie, angenehme Lernsituation, in der wir freudig entspannt denken und lernen können.
    • Denken hat oft mit Wissen und Erfahrung zu tun.
    • Denken ist an Sprache gebunden.

Ich war neugierig, wie sich das Projekt entwickeln würde und welche Ideen die Kinder zu diesem Thema entwickeln würden.

Projektverlauf

Einstieg ins Thema

Ich fand eine Aussage von Gerold Scholz, Professor an der Goethe-Uni Frankfurt/Main, die ich überprüfen wollte.
Die Aussage lautet: „Kinder können über ihr Denken keine Auskunft geben.“

(Quelle: Die Aussage von G. Scholz habe ich unter:
www.u3l.uni-frankfurt.de/downloads/Scholz_wie_kinder_denken.pdf
gefunden.

Nacheinander befragte ich alle drei Kinder: “Weißt du, was Denken ist?“

Juline: „Wir denken mit Mund und den Haaren. Schlau, weil sie viel denken, sind Jasmin und Laura.“
Berin: „Denken ist, man muss nachdenken, was man machen soll oder machen will“.

Frage: „Womit denkst du?“
Antwort von Berin: „Mit dem Gehirn im Kopf, das ist rosa. Gut denken können Berkant, Berkay und ich.“
Jasmin: „Arbeiten ist Denken, Mamas gehen arbeiten, die denken dann. Du, Luisa, Nadine arbeiten im Kindergarten, alle denken viel.“

Frage: „Womit denkst du?“
Antwort von Jasmin: „Denke mit dem Kopf“, zeigt dabei auf die Stirn: „Hier“.
Frage: „Wer denkt in der Gruppe viel?“
Antwort von Jasmin: „Ich kann gut denken – sonst keiner, nur Berin.“ „Denken macht Spaß.“

Unsere Kinder können Auskunft über ihr Denken geben!!

Spiel „Quiz o Fant“

Dieses Spiel spielte ich mit den Kindern, um herauszufinden, wie sie auf das Thema reagieren.
Es enthält Spieltafeln zu den Bereichen: Konzentration, Sprachentwicklung, logisches Denken, Wiedererkennen, Zuordnen, Wimmelbilder.
Ein magnetischer Elefant zeigt an, ob die gegebene Antwort richtig ist.
Die Kinder hatten viel Spaß und es wurde viel gelacht.

Kommentar der Kursleitung:
Hier zeigt sich wieder eine Stärke der Elementarerziehung: Uns ist eine gute (Lern-) Stimmung immer besonders wichtig.

Jasmin überlegte sehr genau, wägte ab, kombinierte und machte keine Fehler.

 

Juline beeilte sich und machte dadurch einige Fehler.
Berin überlegte, machte einige Fehler.

Die Gegenstände und Tiere in den Wimmelbildern wurden schnell gefunden.
Die Reime fielen den Kindern schwer, sie überlegten gemeinsam und fanden die richtigen Wörter.
Jasmin beschloss: „Davon will ich mehr machen“, und die anderen Kinder stimmten ihr zu.
Ich stellte die Frage: „Was gefällt euch daran?“ Antwort von Jasmin: „Es ist schön zu denken, wir möchten mehr denken.“
Mein Vorschlag, einen „Club der Denker“ zu bilden und viele Denkaufgaben zu bekommen, wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Kommentar der Kursleitung:
Du warst also bei diesen Kindern „auf dem richtigen Dampfer“; und Jasmin steuert den Prozess, indem sie klar äußert, dass sie davon mehr will.

Denkaufgaben auf Arbeitsblättern

Wir starteten mit Arbeitsblättern (Jasmins Lieblingsbeschäftigung) zu den Themen:
Ein Bild ist anders (es werden jeweils drei genau gleiche Tiere o.ä. gezeigt, ein viertes ist ein wenig anders als die anderen).

Mir fiel auf, dass Jasmin die „falschen“ Tiere erkannte, während die beiden anderen Schwierigkeiten hatten, die Unterschiede zu erkennen.
Einfach war die Aufgabe für keines der Kinder, alle überlegten, aber nur Jasmin konnte nach kurzer Bedenkzeit die richtigen Tiere herausfinden.

Sie half Juline, als diese ihre Tiere nicht fand.
Als Berin sehr laut ein anderes Tier benannte, als Jasmin sich rausgesucht hatte, wurde sie verunsichert und fand das richtige Tier nicht mehr.
Mein Hinweis: „Jasmin, überlege ganz genau“, führte dazu, dass sie dann doch die richtige Lösung fand.

Kommentar der Kursleitung:
Hier hat Jasmin drei wichtige Erfahrungen gemacht:
1. Sie kann es besonders gut.
2. Sie kann Juline helfen.
3. Sie soll sich nicht verunsichern lassen; durch genaues Denken kann man die eigene Lösung überprüfen.

Als Berin und Juline fertig mit ihrem Blatt waren, sagte Jasmin: „Wartet, ich bin noch nicht fertig.“
Zum ersten Mal malte sie die Figuren nicht aus, was sie sonst bei den Arbeitsblättern ausgiebig tat. Diesmal ging es ihr um die Sache selbst.

Jasmin fragte nach einer weiteren Aufgabe, ich war mir nicht sicher, ob Berin und Juline sich noch weiter konzentrieren konnten, sie alle wollten jedoch weitermachen.

Jetzt lautete die Aufgabe:
Welcher Gegenstand passt nicht in die Reihe? (Es werden Möbel, Musikinstrumente, Werkzeuge usw. abgebildet, ein Teil gehört jeweils zu einem anderen Oberbegriff.)
Beispiel: Tisch-Baum-Stuhl-Sofa


Die Kinder sollten überlegen, welches Teil nicht dazu passt und den Grund benennen.
Hierbei fiel auf, dass Jasmin einige Begriffe fehlten. Da dieses Blatt vom Schwierigkeitsgrad her anspruchsvoll war, bot sich die Gelegenheit an, viel darüber zu reden.

In der 1. Reihe waren Spielzeuge und ein Radio abgebildet. Jasmin kannte kein Radio, sie konnte es aber ausschließen, nachdem ihr klar wurde, was es war.
Für Berin war es klar, dass ein Radio kein Spielzeug war und sie konnte es ausschließen.
Juline verstand den Unterschied nicht und Jasmin erklärte ihr diesen.

In der 2. Reihe waren Besteckteile und ein Apfel abgebildet. Allen Kindern war klar: Der Apfel passt nicht dazu.
Berin und Juline sagten, das Besteck wird zum Essen benutzt, der Apfel nicht.
Interessant fand ich die Begründung von Jasmin: „Der Apfel kommt nicht in den Schrank, die anderen Sachen kommen in den Schrank.“
Dies zeigt einen anderen Gedankengang, als die anderen Kinder ihn hatten.

In der Reihe mit den Möbeln und dem Baum begründete Berin den Ausschluss des Baumes mit: „Das andere sind Möbel“.
Jasmins Begründung lautete: „Der Baum passt nicht in den Keller.“
Es war den Kindern anzumerken, dass die Aufgabe nicht einfach war. Während ich bei Juline und Berin merkte, dass die Konzentration nachließ, war Jasmin bis zum Schluss mit Ausdauer und Freude dabei.
Sie wünschte sich zum nächsten Mal, wieder solche Sachen zu machen.

Zwei Tage später:
Aufgabe: Aus verschiedenen Situationen die nicht passende heraussuchen (ein Mädchen läuft am Strand entlang, das Mädchen zieht den Badeanzug am Strand an, das Mädchen geht mit Wintersachen durch den Schnee, das Mädchen hüpft ins Meer).
Auch diese Bilder luden zum Diskutieren ein, die Kinder erzählten, was sie sahen, diskutierten und kamen zu dem gleichen, richtigen Ergebnis.

Interessant war, in einer Reihe wurden drei Bilder mit Straußeneiern in der Entwicklung gezeigt. Oben scheint eine Sonne, das vierte Bild zeigt eine Mutter mit Kinderwagen.
Jasmin erklärte: „Die Frau ist falsch, da scheint keine Sonne.“

Dann nahmen wir uns ein Wimmelbild vor: „Am Strand“.
Aufgabe: „Sucht die Kinder heraus, die ich euch beschreibe.“
Hier mussten die Kinder zuhören, suchen, nach den genannten Kriterien die Kinder auf dem Bild finden.
Zum Beispiel: „Sucht das Kind, das ein Eis kauft“.

Nach zwei Aufgaben stöhnte Berin, sie könne nicht mehr, und Juline schloss sich an.
Jasmin sagte: „Ich schaffe das“.
Auf meine Frage: „Möchtest du denn weitermachen?“ antwortete Jasmin: “Ja, Martina, ich kann das.“

Als Berin und Juline den Raum verlassen hatten, sagte Jasmin: „Berin kann das nicht, ich kann das schon.“
Da Berin sprachlich sehr weit entwickelt ist und sehr viel und laut redet, auch kommandiert und belehrt, kommt Jasmin manchmal nicht zum Zuge.
Für Jasmin war es die Gelegenheit, sich selbst, mir und auch Berin zu zeigen, dass sie ausdauernder arbeiten kann.

Kommentar der Kursleitung:
Ja, dafür hast Du eine gute Gelegenheit geschaffen.

Insgesamt suchte Jasmin 14 unterschiedliche Kinder heraus.
Die Entscheidung, welche Kinder gemeint sind, wurde von Jasmin immer schneller getroffen.
Nach Beendigung der Aufgabe ging sie sichtlich zufrieden in den Gruppenraum zurück.

Denkspiele in der Turnhalle

Die Denkspiele in der Turnhalle habe ich mir selber überlegt, Spiel 2 (mit den Tüchern) hat als Ursprung das Märchenspiel, das wir während einer Seminarphase (im IHVO-Zertifikatskurs) gespielt haben, ich habe es ein wenig umgeändert.

Ich verabredete mich mit den Kindern in der Turnhalle. Jasmin stellte die Frage: „Martina, sollen wir hier auch denken?“
„Was glaubt ihr?“
Berin rief: „Nein, wir turnen!“ Jasmin sieht mich an, grinst und sagt: „Juline, wir turnen und denken“.

1. Spiel:
Die Kinder stehen nebeneinander an der Wand, bei richtiger Antwort darf jedes Kind einen Schritt nach vorne gehen, wer ist zuerst bei mir?

Fragen:
– Was ist größer: ein Haus oder ein Bild?/ ein Auto oder eine Puppe/ ein Tisch oder ein Stuhl?
– Was ist dunkler: der Tag oder die Nacht?/ Kakao oder Milch/ Sand oder Schnee?
– Was ist schwerer: ein Stein oder ein Blatt?/ Laura oder Jonas/ ein Buch oder eine Malunterlage?
– Was ist länger: ein Stift oder ein Lineal/ ein Auto oder ein LKW/ ein Finger oder ein Arm?

Bei diesem Spiel waren fast alle Kinder gleich schnell, sie mussten zuhören, vergleichen und sich dann entscheiden. Die Begriffe waren bewusst einfach gehalten, da Jasmin und auch Juline mit der Sprachentwicklung von Berin nicht mithalten können.
Bei einigen Begriffen brauchten die Kinder länger zum Überlegen, bei anderen klappte es schneller.

2. Spiel:
Es liegen drei Tücher in der Turnhalle (rot, gelb, grün). Die Kinder sollten bei drei Begriffen herausfinden, welcher nicht dazu passt und sich auf das Tuch stellen. Zum Beispiel:
rot: Puppe gelb: Ball grün: Haus
rot: Filzstifte gelb: Wachsmalstifte grün: Wasserfarben
rot: Sofa gelb: Bett grün: Sessel
rot: Apfel gelb: Wasser grün: Milch

Bei diesem Spiel fiel mir auf, dass sich Juline schnell auf die Tücher stellte, ohne zu überlegen. Offenbar hatte sie die Aufgabe nicht verstanden, hatte aber ein paar Zufallstreffer.
Berin und Jasmin liefen in den meisten Fällen zu den richtigen Tüchern. Waren sie unsicher, schauten sie, wohin die jeweils andere lief, und folgten dorthin.

Spiel 3:
Ich legte zwei große Zettel mit jeweils + oder – auf den Boden. Die Kinder sollten meine Aussagen dahin überprüfen, ob sie richtig (+) oder falsch (-) waren und sich auf den zugehörigen Zettel stellen.

Zum Beispiel:
Als ich über die Wiese ging, biss mich ein Elefant.
Ein Auto fährt auf der Straße.
Nadine fliegt auf den Baum.

Die Kinder fanden die Aussagen lustig und riefen laut, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Zunächst machte ich die Aufgaben schwieriger, danach schlug ich vor, dass die Kinder nun den Part des Erzählers übernehmen. Alle drei Kinder nahmen den Vorschlag an und hatten viel Spaß bei dieser Aufgabe.

Berin konnte sehr differenzierte Aussagen machen, Julines Aussagen waren einfacher gehalten. Jasmin überlegte sich lustige Aussagen, wie
– Chaima fällt in die Toilette,
– der Zoo hat viele Türen,
– Petra schläft im Büro.

Spiel 4:
Die gleichen Regeln wie bei Spiel 1, nur mit Tieren:
Zum Beispiel: Was kann schwimmen:
Hai – Fisch – Katze?

Bei diesem Spiel war Jasmin die Schnellste, sie hatte die meisten richtigen Antworten.
Wir setzten uns zusammen und ich fragte die Kinder: „Was haben wir heute gemacht?“
„Geturnt.“
„Gespielt.“
„Aber wir haben auch gedacht“, kam von Berin. Dieser Aussage stimmten die Kinder zu.

Auf meine Frage: „Denken wir beim Turnen denn immer?“ kam die Aussage von Jasmin: „Ja, Martina, wir müssen doch denken, was wir tun.“ „Genau“, kam es von Berin, “sonst können wir nichts machen.“
Zurück im Gruppenraum wollten die anderen Kinder wissen, was gemacht wurde. Jasmin erzählte: „Wir haben geturnt und gedacht, wir sind doch die Denkgruppe.“
Die anderen Kinder hörten zu, als die drei von der vergangenen Stunde erzählten.

Sudoku

Als nächstes Angebot schlug ich den Kindern vor, an Sudokus zu arbeiten. Am ersten Tag gab ich ihnen zwei Sudokus mit geometrischen Formen, am zweiten Tag ein Buchstaben- und ein Zahlen-Sudoku.

Juline war erkrankt, so dass nur Berin und Jasmin teilnahmen. Zu Beginn waren Beide begeistert, allerdings stellten sie fest, dass die Aufgabe schwer sei.

Die geometrischen Sudokus bestanden aus 4 großen Quadraten, jedes war nochmal in 4 kleine unterteilt. In jedem der insgesamt 16 so entstandenen Kästchen sollten geometrischen Formen (Kreis, Raute, Dreieck und Quadrat) vorhanden sein.
Es fehlte in jedem großen Viereck eine Form. Die Kinder hatten die Aufgabe, die jeweils fehlende Form zu finden.
Am Anfang wussten Beide nicht, wie sie beginnen sollten. Gemeinsam überlegten wir, wie die fehlende Form herausgefunden werden könnte.

Berin redete viel, hatte aber keine Idee, wie es weitergeht.
Jasmin meinte, das sei zu schwer für sie und Beide bekamen plötzlich Durst. Ich schlug vor, dass ich Wasser hole und die Beiden in der Zwischenzeit drüber nachdenken.
Nach reichlichem Trinken (die Kinder waren weiterhin motiviert) stellte Jasmin fest, alle Formen seien einmal vorhanden und sie begann zu murmeln: „Überall ein Kreis, hier keiner. Martina, hier muss ein Kreis sein.“
Sie malte den Kreis ein, Berin bestätigte es und nun begannen Beide, die Formen zu finden. Dabei riefen sie sich gegenseitig zu, wenn sie ein fehlendes Teil entdeckt hatten.
Sie waren so motiviert, dass sie noch ein zweites Sudoku machen wollten.

Beide tranken immer wieder Wasser.
Als sie fertig waren, fragte ich: „Sagt mal, ihr trinkt soviel Wasser?“
„Wir haben Durst“, kam von Berin. „Wir arbeiten viel, da müssen wir viel trinken“, sagte Jasmin.

Am nächsten Tag bot ich den Kinder die gleiche Art Sudoku an, nur mit Buchstaben (A,B,C,D).
Jasmin löste dieses Sudoku innerhalb von 1 bis 2 Minuten. Die Buchstaben kannte sie aus den vorhergehenden Projekten, ihr fiel es sehr leicht, die fehlenden Buchstaben zu finden.

Berin fiel es schwerer, sie brauchte länger. So konnte Jasmin ihr Zahlen-Sudoku anfangen, während Berin noch mit den Buchstaben beschäftigt war. Beide arbeiteten konzentriert und tranken immer wieder Wasser.
Bei den Zahlen brauchte Jasmin etwas länger. Berin hörte nach den beiden Sudokus auf, Jasmin meinte, sie möchte noch eins machen.
Ich bot nochmal ein Zahlen-Sudoku an, diesmal mit 6 großen Kästchen, die wiederum in jeweils 6 kleine unterteilt waren, die Zahlen 1 bis 6 waren gefragt, wieder fehlte jeweils eine Zahl.

Diesmal fiel es Jasmin schwer, und ich erwartete, dass sie sich darüber beklagen würde – doch das geschah nicht.
Sie überlegte, Berin gab Ratschläge, mit denen Jasmin nichts anfangen konnte. Dann bat Jasmin um ein Blatt Papier und wollte alle Zahlen von 1 bis 6 einmal aufgeschrieben haben. Die Zahlen 1 bis 4 schrieb sie selber von anderen Sudokus ab, die 5 und 6 schrieb ich auf. (Siehe im Bild oben.)

Ich war gespannt, wie sie die Aufgabe lösen wollte.

Jasmin nahm sich zwei kleine Faltblätter und deckte die Kästen so zu, dass nur ein Kasten mit 6 Unterkästchen zu sehen war. Dann sah sie sich die selbst geschriebenen Zahlen an, verglich diese mit den Zahlen in dem Kasten und fand so die fehlenden Zahlen heraus.

Für dieses Sudoku brauchte sie etwa zehn Minuten. Als sie fertig war, lobte ich sie mit den Worten: „Du hast alle Zahlen herausgefunden, das ist richtig schwierig gewesen.“ Jasmin strahlte und sagte: „Ich kann gut denken“.

Kommentar der Kursleitung:
Sehr positiv, dass sie sich hierbei geistig richtig anstrengen konnte!

Berin meinte, sie hätte es auch gekonnt, aber keine Lust gehabt.

Kommentar der Kursleitung:
Wie hast Du auf diese Aussage von Berin reagiert? Uns fiel ein, dass Berin jetzt Jasmins Überlegenheit bei diesen Aufgaben erkennt, sie aber nicht zugeben möchte. Wie kann man ihr helfen? Solche Situationen wird es immer wieder geben, wenn sehr begabte Kinder mal in ihrem Grenzbereich gefördert werden, also ist es wichtig, dabei auch auf die Gefühle der anderen, schwächeren Kinder zu achten und sich eine pädagogische Linie dafür zu erarbeiten.

„Was wäre wenn“-Gesprächsrunde mit Jasmin

Da Berin und Juline einige Zeit krank waren, nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit Jasmin allein zurückzuziehen.
Das hatte den Vorteil, dass Jasmin sich mitteilen konnte, ohne von Berin verbessert zu werden.
Jasmin schlug vor, direkt Wasser mitzunehmen und diesmal ließen wir uns im gemütlichen Personalraum nieder. Jasmin suchte sich den Schaukelstuhl aus, ich machte es mir auf einem Sofa gemütlich.

Nachdem Jasmin sich gründlich umgesehen hatte, erklärte ich ihr, dass sie sich diesmal etwas vorstellen sollte. Sie nickte freudig, und ich sagte ihr:
„Was wäre, wenn du ganz viel Geld hättest?“

Sie erklärte mir, dass sie dann eine Prinzessin wäre, ganz viel Schmuck hätte und Raman der Prinz sei. Amanda und Berin hätten auch viel Geld und Schmuck. Alle gehen in den Kindergarten.
Sie möchte mit allen Kindern ins Kino gehen und Cola trinken. Auf meine Frage, wer das denn bezahlen würde, sagte Jasmin: „Natürlich ich.“

Kommentar der Kursleitung:
Es ist doch interessant, dass sie viel Geld haben und spendabel sein können in engem Zusammenhang sieht.

Dann möchte sie mit allen Kindern in den Zoo gehen und nun erzählt sie ganz viel über einen Zoobesuch.
„Martina, weißt du, die Erdmännchen?“ So kommen wir ins Gespräch über unseren letzten Zoobesuch und finden viel zu lachen.
Nach einiger Zeit grinst sie mich an und sagt: „Was jetzt?“

Kommentar der Kursleitung:
Auch hier übernimmt sie wieder eine Steuerungsfunktion.

Ich schlug vor:
„Was wäre, wenn du ein Tier wärst?“
Das lehnte Jasmin mit den Worten ab:

„Nein, will kein Tier sein.“

Ich bot ihr an, selber etwas vorzuschlagen, doch Jasmin bestand darauf, dass ich einen Vorschlag mache.

„Was wäre, wenn du machen könntest, was du wolltest?“
Dieses Thema interessierte Jasmin.
Sie würde viel Pausen machen, Musik kaufen und einkaufen gehen.
Jasmin würde mit den Mädchen in einem pinkfarbenen Zelt im Schnee übernachten, die Jungen in einem anderen Zelt. Sie schlägt vor, dass die Erzieherinnen mit den Mädchen in einem Zelt schlafen. Sie würde viel Spielzeug und Plätzchen kaufen, Pudding kochen und eine Halloween-Feier feiern. Außerdem Geburtstag feiern und eine Party machen.

Jasmin wünschte weiterzumachen, so schlug ich vor:
„Was wäre, wenn du erwachsen wärst?“
Jasmin gab an, in Urlaub zu fliegen, nicht nur nach Tunesien. Sie würde zu ihren Eltern fahren und im Hotel wohnen.
Sie würde als Verkäuferin arbeiten, sehr lange Haare haben und bei ihrer Mutter wohnen, die blonde Haare hätte.
Jasmin würde ein weißes Auto fahren und viel bezahlen können, weil sie arbeitet.

Ich stellte fest, dass Jasmin sehr klare Vorstellungen hat, und Jasmin stimmte dem zu.
Auf meine Frage, ob wir heute denn gedacht haben, sagte sie:

„Natürlich haben wir gedacht und geredet, so als ob.“

Jasmin konnte sehr differenziert Auskunft geben, dies war ein großer Fortschritt. Früher wurden Aussagen allgemein gehalten und ihr fehlte der Sprachschatz.

Kim-Spiel

Bei diesem Angebot waren Berin und Jasmin dabei.
Für das Kim-Spiel hatte ich ein Tablett, verschieden Gegenstände aus der Gruppe und ein Tuch besorgt. Da ich wusste, dass Jasmin ein sehr gutes Gedächtnis hat, erwartete ich, dass sie sich viel merken konnte.

Wir starteten das Spiel mit fünf Gegenständen, die auf dem Tablett lagen. die Kinder sollten sie sich einprägen. Dann legte ich das Tuch darauf und nahm mit dem Tuch ein Teil der Gegenstände weg.
Jedes Kind war einmal mit dem Raten dran, dann wollte ich das Spiel steigern. Sowohl bei einem, als auch bei zwei Teilen, die ich weg nahm, konnten es die Kinder sehr schnell richtig benennen.

Nun legte ich zwei Gegenstände dazu, nahm ein Teil weg. Für Jasmin war es kein Problem, Berin schaffte es nicht.

Ich nahm zwei Teile weg, und beide Kinder hatten Schwierigkeiten. Diesmal brauchten beide jeweils zwei Versuche.

Es kamen noch zwei neue Teile dazu, dann nahm ich zwei Teile weg. Beide Kinder konnten eins davon benennen.

Ich legte noch ein Teil hinzu, Jasmin sagte: „Ich schaffe es nicht mehr.“ Überlegt und sagte dann: „Ich schaffe es.“
Berin ging zur Toilette und Jasmin beschloss: „Ich mach das für Berin.“ Ich nahm drei Teile weg, dann vier. Jasmin schaffte alles.

Als Berin zurück kam, nahm Jasmin zwei Teile weg und Berin sollte raten. Sie erkannte nur eins und wollte nun für Jasmin zwei Teile wegnehmen. Jasmin jedoch beschwerte sich, dass noch ein Teil fehle und sagte: „Jetzt bin ich dran.“

Berin erwiderte: „Ich mach nicht mehr mit, ich denke auch nicht mehr.“ Sie drehte sich von Jasmin weg.
Die Reaktion, die ich normalerweise von Jasmin kenne, wäre nun gewesen, dass sie einlenkt. Doch Jasmin überraschte mich, sie sagte: „Dann machst du nicht mehr mit, dann macht Amanda mit, Martina!“

Ich wollte mich raus halten und murmelte vor mich hin: „Ich muss etwas Wichtiges aufschreiben, klärt es selber.“
Beide Kinder sahen sich mit ernster Miene einige Zeit an, dann lenkte Berin ein: „Na gut, dann spiel ich weiter.“

Jasmin hat sich zum ersten Mal in einem Streitgespräch gegenüber Berin durchgesetzt. In diesem Moment wirkte sie selbstbewusst und verbindlich, sie ließ sich nicht beirren und bestand auf Einhaltung der Regeln.

Spiel mit dem Erzählwürfel

Die Erzählwürfel sind neun Holzwürfel, auf denen Bilder abgebildet sind.
Die Kinder sollten die Bilder erkennen, benennen und aus diesen einen Satz bilden. Die Kinder würfeln und erzählen etwas zu dem Bild. Dies kann man steigern, indem man zwei oder mehr Würfel nimmt.

Jasmin würfelte eine Farbtube. Sie sagte: „Das ist eine Farbe, ein Mädchen malt damit.“
Berin würfelte ein Fenster: „Stell dir vor, ein Mädchen steht am Fenster und schaut hinaus.“
Jasmin (Haus): „Im Haus sind die Türen zu.“
Berin (Buch): „Ein Mädchen hat gerade ein Buch gelesen, hat es zugeklappt. Es tut es ins Bücherregal.“

Steigerung auf zwei Bilder:
Jasmin (Apfel/ Haus): „Ein Mädchen will keinen Apfel. Das Haus hat ein Dach und Türen.“

Berin (Baum/ Buch): „Ein Mädchen sitzt draußen auf einem Baum und möchte ein Buch lesen, weil es ein sonniger Tag ist.“

Dann wird Jasmin müde und Berin schließt sich an.

Kommentar der Kursleitung:
Hier wird (vielleicht auch für Jasmin) deutlich, dass Berin stärker ist. Frustration nimmt oft die Gestalt von Müdigkeit (Unlust) an.

Auf meine Frage: „Haben wir heute gedacht?“ kommt von beiden Kindern ein klares „Ja.“
„Wir haben Bilder gesehen und erzählt“, sagt Jasmin.
Berin gibt zur Antwort: „Wir mussten erst uns etwas ausdenken, dann drüber reden.“

Bei diesem Spiel wird deutlich, wie differenziert Berin reden kann, ihre Satzzusammenstellung ist nicht mit der von Jasmin zu vergleichen.
Aber auch Jasmin zeigte bei dem Spiel Fortschritte.

Überlegung zur Entwicklung eines Spieles

Die anderen Kinder in der Gruppe fragten immer mal wieder, was wir denn machen. Die Antworten von Jasmin gingen von „arbeiten“ zu „denken“ über.
Die Kinder selber bezeichneten sich als die „Denkgruppe“.
Eines Mittags, die gesamte Gruppe saß beim Mittagessen zusammen, kam die Rede auf die „Denkgruppe“.

Raman fragte, was wir denn immer so machen. Berin und Jasmin erzählten, dass wir denken. Berin erzählte, dass wir reden und Aufgaben lösen. Jasmin sagte: „Wir denken, als ob und machen die Sudi…Martina, wie heißen die?“
Ich gab die Antwort: “Sudoku, und was machen wir noch?“ Berin rief: „Und wir überlegen, was nicht zusammen gehört.“

Raman sagte: “Aber wir denken doch auch.“
Ich fragte ihn: „Raman, wann denkst du?“ Raman erwiderte: „Ich denke im Kindergarten und um 8 Uhr und um 9 Uhr und…“ Dann stoppte er. Jasmin warf ein: „Ich denke auch, wenn ich schlafe.“ „Das nennt man träumen“, gab Berin zum Besten.

„Ja, wann denken wir denn jetzt?“, kam wieder von mir.
Jasmin rief:

„Wir denken immer und brauchen viel Wasser.“

Ich bestätigte sie, die älteren Kinder stimmten zu, die Kleinen saßen staunend auf ihrem Platz und hörten sich alles an.

„Manchmal kann man nicht gut denken“, sagt Yusuf. „Woran könnte das denn liegen?“ fragte ich.
Keiner hatte eine Idee. „Martina, warum?“ fragte ein Kind.

Ich erklärte den Kindern, dass wir immer denken, aber manchmal abgelenkt sind, weil wir zum Beispiel viele Dinge auf einmal machen wollen, oder weil es uns nicht gut geht.

„Man muss eine Sache machen“, kam von Yusuf. „Wenn man eine Sache macht, kann man gut denken.“
Das Mittagessen wurde herein gefahren und Raman rief noch: „Wir können auch gut denken!“

Das ließ in mir den Gedanken hochkommen, ob wir nicht selber ein Spiel entwickeln könnten, so dass auch die anderen Kinder etwas davon haben.

Ich besprach das mit den drei Mädchen und sie fanden die Idee gut.
Das Spiel wollten sie zuerst ohne Jungen machen. Jasmin wollte nur mit Mädchen spielen und meinte: „Das sind Jungens, die können nicht so gut denken wie Mädchen. Jungen sind albern, machen immer Quatsch.“
Berin gab zu bedenken: “Dann gewinnen die Jungs und wir verlieren.“
Juline beschloss: “Ohne Jungen.“

Kommentar der Kursleitung:
Ein wirklich denkwürdiger Dialog und Entscheidungsprozess.

Auf meine Frage, wie das Spiel aussehen könnte, kamen folgende Vorschläge:
Wir könnten Männchen mit Würfeln gehen lassen.
Alles soll drin sein, was wir gemacht haben.
Einer soll gewinnen.

So überlegte ich mir, dass wir das „Mensch ärgere dich nicht“ nehmen könnten, wir haben ein großes Spiel mit Holzfiguren.
Eine Figur sollte wie bei dem Original-Spiel ins farblich passende Ziel laufen, aber bei jedem Würfeln sollte zusätzlich eine Karte gezogen werden und die darauf stehende Aufgabe erfüllt werden.

Ich fertigte Karten mit unterschiedlichen Aufgaben an und malte die Würfelaugen von 1 bis 6 auf die Karten. Die Aufgaben waren von der Art her so wie die unterschiedlichen Angebote aus der Denkgruppe. Sie hatten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Aufgabenbeispiele:

    • Zungenbrecher nachsprechen: Früh fressen freche Frösche Früchte
    • Zuhören und die Anweisungen in Bewegung umsetzen: Lege die linke Hand auf das rechte Auge und dreh den Kopf nach links.
    • Oder: klatsch-klatsch-schnips-stampf.
    • Welches Wort passt nicht dazu: Birne- Apfel- Banane- Blumenkohl?
    • Welche Zahlen oder Buchstaben sind doppelt?
      P-E-Z-A-K-B-F-Y-A-P-T-Q-V-X-H
    • Sätze vollenden:
      Im Sommer gehen wir_______
      im Himmel sind____________
      Auf der Straße fahren________

Wir stiegen direkt ins Spiel ein, „Mensch ärgere dich nicht“ war den Kinder bekannt. Die Kartenstapel mit den Würfelaugen wurden neben die Aufgabenstapel gelegt und los ging es.
Die Kinder waren konzentriert bei der Sache, es wurde viel gelacht, und die Aufgaben waren ihnen wichtiger als zu gewinnen.

Juline konnte bei manchen Aufgaben nicht mithalten, dann half Jasmin ihr. Berin arbeitete zeitweise für sich, aber zwischendurch half auch sie mal Juline.

Da die Aufgaben unterschiedlich schwierig waren, mussten die Kinder machmal sehr überlegen. Die Tatsache, dass es leichte und auch schwierige Aufgaben gab, hatte zur Folge, dass die Kinder sich bei Schwierigkeiten gegenseitig halfen, trotzdem immer mal wieder ein Erfolgserlebnis hatten, weil sie die Aufgabe schnell lösen konnten.

Nach dem Spiel brachten die Kinder das „Denkspiel“,
so wurde es von den Dreien genannt, zu den anderen Kindern der Gruppe.

Interpretation

Analyse-Gespräch mit den Kindern

Nach Beendigung des Projektes setzte ich mich mit den Kindern zusammen, um über das Projekt zu reden. Berin war nicht anwesend, so dass ich mit Juline und Jasmin zusammentraf.
Das gesamte Gespräch gestaltete sich ein wenig zähfließend, die Kinder erzählten nicht viel. Ich vermute, dass es an ihrer Tagesverfassung lag. Aufgrund personeller Probleme musste ich das Gespräch nachmittags führen, zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Kinder nicht mehr sehr aufnahme- und gesprächsbereit sind.
Beide fanden das Projekt gut und schön, Jasmin hat am Besten das „Sudoka“, so nannte sie es, gefallen.

Kommentar der Kursleitung:
Hierbei war sie nach unserer Einschätzung geistig am meisten gefordert.

Gelernt hat Jasmin nach ihren Worten, dass der Eismann keinen Badeanzug hat und dass man bei den Wimmelbildern viel sehen kann.
Sie freute sich, dass sie viel denken musste, weil sie bald in die Schule kommt. (Dies dauert allerdings noch.)
Juline meinte, dass sie denken kann, wenn es leise ist und sie Wasser hat.
Selber machen konnte Jasmin:
Schreiben und malen, turnen und denken.
Juline fiel nichts ein.

Beide betonten, dass sie gut zusammen reden konnten, sich geholfen haben und jetzt gut im Denken sind. Ich fragte, ob einer gute Ideen hatte, daraufhin meinte Jasmin: „Martina, wir haben immer gute Ideen.“
Sie konnte mir allerdings keine benennen.
Als ich sie fragte, wer was besonders gut könnte, sagte Juline, sie könne gut die Spiele in der Turnhalle spielen.

Jasmin stimmte ihr zu und sagte, dass sie selbst gut „merken“ könne. Sie wusste noch, dass Berin vor einigen Wochen gesagt hatte: „Ich kann nur einen Stern wie ein Oktopus malen.“

Überprüfung der Ziele
– für Jasmin, das vermutlich hoch begabte Kind:

Zum 1. Ziel:
Jasmin erlebt sich als ein wichtiges Mitglied der Kleingruppe und stärkt ihr Selbstvertrauen:

Jasmin hat dieses Ziel erreicht. Sie merkte, dass sie wichtig ist. Gerade in der Konstellation mit Berin kam es darauf an, dass Beide sich öfter gegenseitig halfen. Jasmin konnte ihr Einfühlungsvermögen und ihre kognitiven Fähigkeiten nutzen, um Juline zu unterstützen, wenn diese nicht weiter wusste.
Es war keine Rede mehr davon, dass sie sich „dumm“ fühlt. Gerade das Projekt „Denken“ hat ihr gut getan und sie merkte, was sie schon alles leisten kann.

Beobachtung:
Bisher hatte sich Jasmin bei Angeboten in der Gesamtgruppe sehr zurück gehalten. Beim letzten Turnen benutzten wir das Schwungtuch. Meine Kollegin sagte: „Bei 1-2-3 lassen wir alle das Tuch los“.
Jasmin bemerkte: „Nein, wir sagen Achtung-Fertig-Los“. Meine Kollegin stutzte und sagte: „O.k.“
Sie wollte gerade mit „Achtung“ anfangen, als Jasmin das Wort ergriff und ganz laut: „Achtung-Fertig-Los“ rief.
Bei der nächsten Ansage kam von ihr: „Und jetzt alle: Achtung- Fertig-Los!“
Sie tritt mutiger auf und schafft es mittlerweile auch, zum Spielen alleine in andere Gruppen zu gehen. Sie hat sehr an Selbstbewusstsein gewonnen.

Zum 2. Ziel:
Jasmin schafft es durch intensive Beschäftigung mit Berin und Juline, Kontakte zu intensivieren und diese auch in der Gesamtgruppe zu leben:

Durch dieses Projekt haben die Drei viel Zeit miteinander verbracht, dieses setzt sich in der Gruppe fort. Sie spielen gemeinsame Tischspiele, das hat es vorher nicht gegeben. Alle Drei spielen auch gemeinsam im neu angeschafften Holzhaus (bestehend aus zwei Ebenen), das sich im oberen Stockwerk der Einrichtung befindet.
Vor dem Projekt ist es Jasmin schwer gefallen, außerhalb der Gruppe zu spielen.

Zum 3. Ziel:
Jasmin ist in der Lage, bei auftretenden Schwierigkeiten (Verständnisfragen/ Bevormundung durch Berin) darüber zu reden und ihren Weg der Auseinandersetzung zu finden:

Sie hat schon während des Projektes gezeigt, dass sie sich gegenüber Berin nun durchsetzen kann. Vorher war es so, dass Berin sie mit verschiedenen Methoden unter Druck setzen konnte, zum Beispiel durch beleidigt sein; durch die Drohung, sie nicht zum Geburtstag einzuladen; mit Freundschaftsentzug. Jasmin hat meistens nachgegeben.
Es sieht zur Zeit danach aus, als hätte sich die Beziehung der Beiden zueinander geändert. Berin merkte, dass Jasmin sich nicht mehr beeinflussen ließ, und es dauerte einige Zeit, bis sie damit zurecht kam.
Zur Zeit ist es so, dass Beide gleichstark erscheinen und Beide sehr zufrieden mit ihrem gegenseitigen Umgang sind.

Kürzlich beschwerte sich Jasmin das erste Mal darüber, dass ihr langweilig sei.
„Was könntest du denn da machen?“ fragte ich. Sie sagte, dass sie mit mir ein Spiel spielen möchte, und wir probierten gleich ein Spiel aus, das sie noch nie gespielt hatte.
Spiele spielen gehörte bis jetzt nicht zu Jasmins Favoriten. Diesmal kam auch Berin hinzu, sah sich das Spiel an und die zweite Runde spielten wir zu dritt.

Zum 4. Ziel:
Jasmin erweitert ihre Fähigkeiten in Bezug auf wahrnehmen, umsetzen, vergleichen, ordnen:

Durch die unterschiedlichen Angebote konnte Jasmin ihre Fähigkeiten erweitern. Durch die sich steigernden Schwierigkeiten in den Angeboten hatte ich dafür gesorgt, dass es sowohl Erfolgserlebnisse, als auch Herausforderungen für sie gab.
Nach Beendigung des Projektes wollte Jasmin ein Spiel spielen, welches sonst nur die Vorschulkinder spielten.

Kommentar der Kursleitung:
Sie beginnt geistig anspruchsvolle Dinge einzufordern. Schön. Es zeigt auch, dass sie diesbezüglich jetzt viel Vertrauen zu Dir hat.

Das Spiel heißt „Rush Hour“. Man muss durch Ausprobieren und Überlegen ein rotes Auto aus einem Bereich voller anderer Autos und Lastwagen herausfahren. Die Auto dürfen nur waagerecht und senkrecht bewegt werden.
Verschiedene Karten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zeigen an, wie die Autos zu Beginn zu stehen haben.

Jasmin schaffte zwei Karten ohne Hilfe und war sehr stolz auf sich.

Zum 5. Ziel:
Jasmin erweitert ihren Wortschatz durch Vertiefung von Begriffen und durch Gespräche:

Jasmin hat ihren Wortschatz sehr erweitert und setzt dies auch in der Gruppe ein. Gerade die Sprache ist wichtig, um sich im Tagesgeschehen durchzusetzen. Auch dies ist ein Grund für ihr „neues“ Selbstbewusstsein.
Während sie früher immer alles regeln und klären musste, erlebte ich nun diese Situation:
Ihre Cousine Chaima und die gleichaltrige Laura puzzeln, dann beschimpfen sie sich gegenseitig. Beide bezeichnen sich gegenseitig als “böse“ und Chaima ruft nach ihrer Cousine Jasmin.

Jasmin malt und reagiert nicht. Beide beschweren sich bei mir, ich reagiere auch nicht. Beide Mädchen sehen sich verdutzt an, und ich dachte zuerst, die Situation hätte sich erledigt. Plötzlich schlägt Laura die Chaima, diese fängt an zu weinen.

Jasmin kommt und nimmt Chaima in den Arm. Chaima beschwert sich, dass Laura böse sei. Jasmin erwidert: „Nein, keiner ist böse.“ Daraufhin fängt auch Laura an zu weinen.
Jasmin nimmt auch Laura in den Arm und drückt sie.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen hat sie erst einmal abgewartet, dann hat sie sich nicht auf die Seite ihrer Cousine gestellt, sondern beide Kinder getröstet.

Kommentar der Kursleitung:
Hier zeigt sich wieder einmal, dass die Klischeevorstellung, kognitiv begabte Kinder seien sozial nicht ähnlich weit entwickelt, hier nicht zutrifft. Sobald die Grundstimmung der Kinder gut ist (auf Grund hinreichender kognitiver Förderung), zeigen sie ihre wirklichen (hohen) sozialen Kompetenzen.

Ich habe mittlerweile einige Situationen erlebt, in denen sie sich nicht mehr genötigt fühlte, sich um alles zu kümmern.
Jasmin redet viel mehr als früher, auch mit einer anderen Qualität.

Überprüfung der Ziele
– für die anderen Kinder:

Sowohl Berin und Juline haben erkannt, dass auch andere Kinder Fähigkeiten und Fertigkeiten haben, genau wie sie selber.
Sie merkten alle Drei, dass die anderen Beiden manche Dinge besser oder schlechter konnten als sie selber.
Ihnen wurde klar, dass Jasmin sich am besten Dinge merken und zuordnen kann, dass Juline sehr gut bei den Denkspielen in der Turnhalle abgeschnitten hat und dass Berin alles gut und ausgiebig erklären kann.

Sie steigerten ihre Fähigkeiten in der Beobachtungs-, Merk- und Denkfähigkeit und erfuhren sich als Teil der Gruppe.
Ich hätte mir gewünscht, dass auch mehr Ideen von den Kindern gekommen wären und ich manchmal nur Impulse hätte setzen müssen.
Dies wird aber mit zunehmendem Sprachvermögen, steigender Selbstsicherheit und dem Gefühl, viele Fähigkeiten zu besitzen, noch kommen.

Kommentar der Kursleitung:
Ja, das ist sicher zu erwarten. – Es ist jetzt noch zu viel verlangt von den Kindern. Sie beginnen ja durch dieses Projekt erst ihr eigenes Denken als solches bewusst anzuwenden und zu reflektieren. Und bei dem Spiel für die anderen haben sie doch tolle Ideen gehabt.

Schon jetzt hat es diese Kleingruppe geschafft, in der Gesamtgruppe eine wichtige Rolle zu übernehmen, und ich denke, dass sie zusammen mit Yusuf, Raman und Amanda noch viele interessante Themen aufbringen werden.

Planung für die Zukunft

Für Jasmin wird es noch viele interessante Projekte geben, und ich denke, diese werden nun auch in Verbindung mit Juline, Berin, Amanda, Yusuf und Raman sein. Jasmin hat nun so viel Selbstbewusstsein, dass sie und die Anderen ein gutes Team abgeben werden.

Jasmin wird an der Sprachförderung im Kindergarten teilnehmen, auch bekommt sie ein paar Termine beim Logopäden.
Die Sprache wird sich weiterentwickeln und somit werden immer mehr Angebote möglich sein.

Schon jetzt ist es so, dass viel mehr innerhalb der Gesamtgruppe (zum Beispiel beim Mittagessen und „Kaffeeklatsch“) geredet wird und die Themen und Diskussionen meistens von den Kindern ausgehen.

Über folgende Themen wurde in den letzten Tagen diskutiert:
Gibt es nur einen Mond?
Warum ist er mal rund und mal schmal?
Warum werden unsere Filzstifte immer weniger?

Es wurde etwas angeregt und nun entwickelt es sich anscheinend weiter.
Gespräche, die vor den Ferien aufgrund der Gruppensituation nicht möglich waren, können nun stattfinden.
Wir haben die Nebenräume umgeräumt und dadurch ein Spielfeld für alle Altersstufen in unseren Gruppen geschaffen.
Durch die Anschaffung von „schwierigen Spielen“ gibt es immer wieder Herausforderungen für die Großen (und die kognitiv besonders weiten Jüngeren).

Durch immer mehr Projektarbeit, auch zusätzlich zu unserem Gruppenthema, bieten wir jedem Kind die Möglichkeit, seinen „geistigen Hunger“ zu stillen.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema „Hochbegabung“ nicht nur für das Beobachtungskind gut war, sondern zu einer positiven Entwicklung für die Gesamtgruppe geführt hat.

 

Datum der Veröffentlichung: März 2015
Copyright © Martina Böckling, siehe Impressum