Empfohlen und kommentiert von Teilnehmerinnen der IHVO-Kurse

Hier finden Sie Bilder- und andere Kinderbücher, die hoch begabte Kinder interessant fanden. Dabei sind auch ältere Bücher, die noch zu haben sind, die aber nicht mehr vom Buchhandel beworben werden. Es wäre schade, wenn sie in der Versenkung verschwinden würden.

Die Liste wird immer wieder erweitert.

Über jedem Titel steht das Datum, an dem die Empfehlung in die Liste aufgenommen wurde. Die neuesten Empfehlungen stehen oben. So können Sie leicht feststellen, ob für Sie etwas Neues dabei ist.

Wenn Sie in dieser Liste ein bestimmtes Buch suchen wollen, drücken Sie (gleichzeitig) strg f und geben Sie in das Fenster einen Teil des Titels oder des Autorennamens ein.

Sorry, den Blick ins Buch, den manche Bildchen scheinbar anbieten, gibt es hier nicht, wohl aber bei www.amazon.de.

******************************************************************

März 2019

Milch kommt aus der Tüte, oder?

Ein Buch über die Dinge, die wir essen

Uwe Klindworth
Kinderbuch Verlag Luzern 1996

Im Buch erfährt man viel über:
Bananen, Kakao, Kartoffeln, Mehl, Milch, Reis, Salz.

Jedem dieser Lebensmittel sind 4 Seiten gewidmet: Zuerst eine Doppelseite mit einem farbigen, fein gezeichneten Wimmelbild, auf dem – wie auf einem Bild aus der Luft – die Produktion, der Transport, die Verarbeitung und der Verzehr dargestellt sind. Dann folgen 2 Seiten erklärender Text mit bunten Skizzen; so wird zum Beispiel eine Kartoffel-Erntemaschine vorgestellt…

Lese-Probe:
„Es gibt viele verschiedene Reissorten, die häufigste ist der Wasserreis. Er braucht ständig „nasse Füße“ und wird auf künstlich überschwemmten Feldern angebaut. Vor der Ernte lässt man das Wasser ablaufen…“

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

März 2019

Wenn die Ziege schwimmen lernt

von Nele Moost und Pieter Kunstreich
Wolfgang Mann Verlag

Tiere kommen in die Schule: eine Ziege, eine Ameise, eine Ente, ein Pferd, ein Fisch, eine Raupe, ein Elefant. Alle geben sich große Mühe, aber in manchen Fächern kann einfach nicht jeder glänzen.

Lese-Probe:
„Jetzt war die Ente an der Reihe (auf den Baum zu klettern – HV). Sie versuchte, mit den Flügeln den Baum zu umklammern. Aber so sehr sie sich auch gegen den Baumstamm drückte, der Pürzel war einfach im Weg. „Geht nicht“, schnatterte sie, „geht überhaupt nicht.“ Der Lehrer runzelte die Stirn.“

Alle Tiere merken am Ende: So kann Schule nicht funktionieren, und zwar für keines von ihnen.

Das Buch erfreut mit sehr schönen Zeichnungen!

Empfohlen von Martina Lange-Blank, beschrieben von Hanna Vock

******************************************************************

Juli 2017

We’re Going on a Bear Hunt

von Michael Rosen und Helen Oxenbury
ISBN 0-7445-5572-8

Das kleinformatige Buch ist eine wunderbare Illustration zu einem alten amerikanischen Volkslied.

Fünf Kinder, vom Baby bis zum Jugendlichen, sind zusammen mit ihrem Hund auf einer Wiese und spielen Bärenjagd. Dabei überqueren sie hohes Gras, einen Fluss, eine Schlammwüste, einen dunklen Wald, kämpfen sich durch einen Schneesturm und kommen schließlich an eine Felsenhöhle. Darin ist ein Bär!
Schnell rennen sie den Weg zurück, überwinden wieder alle Hindernisse und verkriechen sich zu Hause in ihrem Bett. Ein tolles Abenteuer!

In vielen Kitas wird die „Bärenjagd“, zum Beispiel in Morgenkreisen, gespielt, meistens auf Deutsch.
Um interessierten Kindern einen ersten spielerischen Zugang zur englischen Sprache zu eröffnen, eignet sich das Buch sehr gut:
Erstens gibt es englischkundigen Erzieherinnen Sicherheit, zweitens ist der Text in einfachen kurzen Sätzen gehalten (auch die Lautmalereien sind ins Englische übersetzt, zum Beispiel „Stumble trip!“ oder „Splash splosh!“) und drittens gibt es genügend Wiederholungen, so dass sprachbegabte Kinder neben dem Spaß tatsächlich erste Lernerfolge beim Verstehen und beim aktiven Mitsprechen haben können.

Siehe auch die Beiträge:

Murat will lernen: Minus-Aufgaben und Englisch und
Fremdsprachen im Kindergarten.

Empfohlen von Verena Demirel, beschrieben von Hanna Vock

******************************************************************

Juli 2017

Bienen

von Piotr Socha
Gerstenberg

Ein großformatiges Bilder- und Sachbuch mit ganz viel Inhalt! Man erfährt sehr viel  über das Leben der Bienen, aber auch über das Imkern und die Bedeutung, die die Bienen für uns Menschen haben.

Die Bilder sind faszinierend und dürften viele Kinder zum Nachzeichnen und Nachmalen reizen.
Hoch begabte Kinder jeden Kindergarten- und Grundschulalters können mit diesem Buch zu wahren Bienen-Experten werden.
Es ist eines dieser guten Bücher, die „mitwachsen“.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2016

Der Garten am Wannsee – Maria besucht Max Liebermann

von Sabine Carbon und Barbara Lücker
Edition SABA Berlin

Maria entdeckt zusammen mit ihrem Opa ein Haus am Wannsee, das ihr gut gefällt. Es ist das Haus des Malers Max Liebermann (1847-1935), das man besichtigen kann. Maria und ihr Opa erfahren bei einem Besuch viel über den Maler, seine Bilder und sein Leben in dem Haus am Wannsee und über den schönen Garten, der ihn zu vielen seiner Bilder inspiriert hat.

Während ihr Opa der Führung  lauscht, geht Maria auf eine Fantasiereise…

Das Buch erfreut mit einem schönen Mix aus Liebermann-Gemälden, alten Fotos und grafischen Elementen.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2016

Ein relativ verückter Sommer – Maria besucht Albert Einstein

von Sabine Carbon und Barbara Lücker
Edition SABA Berlin

Maria und ihr Freund Victor machen eine Zeitreise in die Vergangenheit und treffen Albert Einstein in seinem Sommerhaus in Caputh bei Potsdam.

Eine gute Gelegenheit, um viele Fragen zu klären:
Überstehen Filzpantoffeln eine Zeitreise?
Kann man die Relativitätstheorie wirklich verstehen?
Wie löst man das Zwillingsproblem?
Kann Einstein mit einem Handy telefonieren?
Wie erklärt man jemandem, der direkt aus der Vergangenheit kommt, das Internet? Und was bedeutet eigentlich das Wort »relativ« ?

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

August 2015

Kasimir backt / Kasimir tischlert

Maxi-Hörbücher

von Lars Klinting
Verlag Oetinger audio

Kasimir und sein Freund Frippe können schon viel selber machen. Es wird sehr schön dargestellt, wie sie Schritt für Schritt vorgehen, um zum Ergebnis zu kommen…

Das Hörbuch „Kasimir backt“ enthält auch noch die Geschichten „Kasimir pflanzt weiße Bohnen“ und „Kasimir hat einen Platten“.

Das Hörbuch „Kasimir tischlert“ enthält außerdem „Kasimir malt“ und „Kasimir näht“.

Die Hörbücher sind für Kinder ab 3 Jahren empfohlen, können aber erwiesenermaßen auch noch für fünfjährige besonders begabte Kinder interessant sein.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Februar 2014

Der Laden

von Isabel Kreitz
Verlag Aladin

Für Matti war es heute doof im Kindergarten. Beim Bummeln mit seinem Vater entdeckt er einen Laden für Kinderbedarfsartikel, der nur von Kindern betreten werden darf. Im Laden zeigt ihm der Verkäufer die tollsten Sachen: Brüllbonbons, Kletterkrallen, Turmschuhe, Versauger (mit denen unangenehme Dinge zum Verschwinden gebracht werden können) und noch so manches Andere, das Kindern in prekären Situationen helfen könnte.
Matti hat gar kein Geld, kauft also auch nichts, aber allein das Wissen, dass dieser Laden existiert, gibt ihm ein gutes Gefühl.

Ein die Fantasie anregendes Bilderbuch, das alltägliche Nöte von Kindern aufgreift und – irreale – Hilfsmittel zu ihrer Überwindung aufzeigt. Sicher gut, um ins Gespräch zu kommen.

Ein Sechsjähriger, der sich in der Schule langweilt, antwortete auf die Frage, was er sich denn von all dem am liebsten kaufen würde: „Eine Wankeluhr. Nach 10 Sekunden könnte ich dann immer die Zeit auf die nächste Pause stellen.“

Leseprobe:

„Der Verkäufer zeigt Matti noch die Wankeluhren, mit denen man die Zeit vor- und zurückdrehen kann, und die Glühbrillen, mit denen man alles sieht, auch wenn das Licht ausgemacht wird!“

Empfohlen von Hanna Vock.

******************************************************************

Dezember 2013

Die Königin der Farben

von Jutta Bauer
Verlag Beltz & Gelberg

Ein Bilderbuch im DIN A5-Format, das mit einer handelnden Person auskommt: der Königin. Sie regiert die Farben; zunächst ruft sie das Blau, es „war sanft und mild“. Es verschwindet wieder, und die Königin ruft nach dem Rot. „Es warf sie fast um… Es war wild und tat gefährliche Dinge.“ Dann folgt das Gelb, warm und hell, aber auch gemein und zickig.
Die Königin regiert zwar, aber sie wird auch beeinflusst von den Farben: Das Rot macht sie abenteuerlustig, das Gelb macht sie streitlustig, das Grau macht sie traurig. Manches geschieht noch in dem Buch, das dazu einlädt, sich selber mit den Farben zu befassen und in sich hinein zu spüren, wie die Farben wirken.

Die Königin wurde mit Tusche in Farbwelten aus bunter Kreide gezeichnet, sie ist kräftig und ungeheuer lebendig.

Siehe auch: „Peter und der Wolf“ und die Malerei

Empfohlen von Petra Cohnen, vorgestellt von Hanna Vock.

******************************************************************

November 2013

Wie der Elefant die Freiheit fand

Das erste Bilderbuch des Bestseller-Autors Jorge Bucay

Du kannst das, was du dir zutraust.
Schon als kleiner Junge hat sich der Held des Buches gefragt, warum der riesige Zirkus-Elefant die Kette, mit der er festgebunden ist, nicht zerreißt und davonläuft. Da erklärt ihm ein weiser Mann, dass der Elefant, als er klein war, nicht die Kraft hatte, die Kette zu sprengen. Diese Erfahrung des Ohnmächtigseins vergisst er sein ganzes Leben lang nicht mehr. Dabei müsste der große Elefant sich nur ein einziges Mal trauen, an der Kette ziehen, und schon wäre er frei.

Ein bezauberndes Bilderbuch, das schon kleinen Kindern Mut macht, alles immer wieder von neuem zu versuchen.

Mit kongenialen Bildern des preisgekrönten argentinischen Illustrators Gusti.

Vorgestellt von Alexa Kreitlow

******************************************************************

November 2013

Herr Anders

von Eva Schatz

Eine humorvolle Geschichte über das Anderssein.

Herr Anders ist traurig: Er wünscht sich eine Freundin. Aber Rosalinde, Annegret und Marianne wollen nichts mit ihm zu tun haben. Denn Herr Anders ist anders: Er duscht morgens mit Himbeersirup, isst gern Telefon mit Quark und geht mit seiner Schnecke spazieren. Doch dann lernt Herr Anders eine Frau kennen, die genauso besonders ist wie er selbst.
Ein wunderbares Bilderbuch mit zauberhaften Illustrationen von Stefanie Reich.

Es ist ein humorvolles Buch über ausgeprägten Eigensinn, das die Fantasie anregt. Und über Einzigartigkeit und Toleranz nachdenken lässt. Die detailreichen, wunderschönen Illustrationen laden zum Verweilen ein.
Ein tolles Buch, nicht nur für Kinder. Dieses Bilderbuch zeigt, dass anders sein nichts Schlimmes ist. Wer anders ist, ist genauso ein liebenswerter Mensch, wie die ’normalen‘ auch. Wer Menschen meidet, die anders sind, läuft Gefahr eine ganze Menge zu verpassen.
Ein fantastisches Bilderbuch, das riesengroßen Spaß macht!

Vorgestellt von Alexa Kreitlow

******************************************************************

Juli 2013

Die dumme Augustine

von Otfried Preussler und Herbert Lenz

Die Geschichte erzählt von der „dummen Augustine“, die so gerne im Zirkus auftreten möchte. Aber ihr Mann will das nicht. Er sagt ihr, sie solle ihre Aufgaben im Haushalt erledigen und sich um die Kinder kümmern.
Er meint außerdem auch noch, dass sie die Rolle des Clowns gar nicht spielen kann

Dann bekommt der „dumme August“ Zahnschmerzen und muss sich beim Zahnarzt behandeln lassen, während die Zirkusvorstellung läuft. Da nutzt die „dumme Augustine“ die Gelegenheit und spielt die Clown-Rolle in der Manege.

Publikum und Zirkusdirektor sind von ihrer Vorstellung begeistert. Auch der „dumme August“ sieht gerade noch den Erfolg seiner Frau, staunt und freut sich und kann nicht mehr sagen: „Das kannst du nicht.“
So beschließen sie, alle Aufgaben – die Hausarbeit, die Betreuung der Kinder und natürlich die Auftritte im Zirkus gemeinsam zu erledigen.

Ein Bilderbuch, das sich gut dazu eignet, über die Rollen von Männern und Frauen ins Gespräch zu kommen.

Siehe auch: Welt der Berufe

Empfohlen von Gabi Drescher-Krumrey

******************************************************************

Juni 2013

Hast du heute schon einen Eimer gefüllt?

Hrsg: DRK Kita „Kumulus“, Düsseldorf

Das Buch „Have you Filled a Bucket Today“ von Carol McCloud hat die Philosophie-Kindergruppe „Fizzlis“ der Kita Kumulus zum Anlass für ein eigenes Buchprojekt genommen.
Ein 5;4-jähriges, zweisprachig aufwachsendes Mädchen hat das englische Original ins Deutsche übersetzt.

Die Kinder der Gruppe erarbeiteten sich den Inhalt und beantworteten die Frage, wie sie selbst einen Eimer füllen.
„Einen Eimer füllen“ steht dafür, einem anderen Menschen eine Freude zu machen, ihm zu helfen oder ihn auch nur anzulächeln; denn dadurch wird sein Eimer gefüllt – nur ein gut gefüllter Eimer macht glücklich. Es gibt auch die Möglichkeit, „in den Eimer zu grapschen“, indem man zu jemandem böse ist oder ihn traurig macht. Dann wird der Eimer leerer. Jeder trägt so einen Eimer bei sich und ist darauf angewiesen, dass andere diesen Eimer immer wieder füllen.

12 Familien der Kita übersetzten den Text in 12 verschiedene Sprachen!
So zeigt jede Doppelseite des Buches den Text in den insgesamt 14 Sprachen und dazu ein von den Kindern gemaltes Bild.

Ein tolles Buch zu den Themen „Glück“, „Gefühle“, „Freundlichkeit“, „Achtsamkeit“…
Zugleich dient das Buch in 14 Sprachen der Verständigung der Kulturen und macht den Kindern bewusst, dass andere Menschen eine andere Muttersprache (und oft auch eine andere Schrift) haben.

Das Buch kann für 7,50 € bei der Kita „Kumulus“ bestellt werden unter der
E-Mail-Adresse: kita@drk-nordrhein.net

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Juni 2013

Fizzlisophie

Hrsg: DRK Kita „Kumulus“, Düsseldorf

Ein kleines quadratisches Büchlein (14,5 x 14,5 cm), in dem Fragen von Kindergartenkindern aufgeschrieben sind, zum Beispiel: „Woher kommt die Angst?“ Zu jeder Frage wurden mehrere Antworten von Kindern zusammen getragen, die sie im „Fizzli“-Projekt der Kita gegeben haben.

Die grafische Gestaltung ist sehr ansprechend, die von den Kindern gemalten Bilder sind sehr ausdrucksstark.
Das Büchlein kann für 5,00 € bei der Kita „Kumulus“ bestellt werden unter der
E-Mail-Adresse: kita@drk-nordrhein.net

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Januar 2013

Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor

von Martin Baltscheidt
Verlag ars edition

Dies ist ein Bilderbuch zum Thema Altersdemenz. Ein schweres Thema für kleine Kinder? Ja, aber auf eine wunderbare Art aufbereitet.

Mit leiser Distanz wird vom Fuchs erzählt, der „alles wusste, was ein Fuchs so wissen muss“.

Dann im Alter wird er vergesslich, zuerst nur ein bisschen, aber schließlich kennt er sich in den vertrauten Situationen nicht mehr aus. Er kann die Dinge, die er sieht, nicht mehr richtig deuten und kommt immer schlechter zurecht. Manchmal ist er heiter-unbekümmert, aber manchmal hat er auch Hunger und weiß sich nicht zu helfen. Dann wird es dramatisch, was sich im Text und in den Zeichnungen auf sparsame, eindrückliche Art widerspiegelt. Am Ende fühlt er nur noch. Und doch gibt es ein tröstliches Ende.

Lust auf eine Leseprobe?

Er wusste nichts und fühlte nur.
Er fühlte, wenn jemand seine Wunden leckte.
Er fühlte, wie es ist, keinen Hunger zu haben.

Ein paar Dinge fielen ihm schwer:
Er konnte sich keine Namen merken.
Er fand den Weg nach Hause nicht.
Er schlief nie gern allein.

Aber das musste er auch nicht.

Das Buch erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Januar 2013

Pfoten hoch!

von Catharina Valckx.
Aus dem Französischen von Julia Süßbrich
Verlag: Moritz

Der kleine Hamster Billy soll später auch einmal ein erfolgreicher Gangster werden wie sein Vater.

Mit einer – nicht geladenen – Pistole soll er los ziehen und üben, andere Tiere zu erschrecken.
Er versucht es auch ernsthaft, aber was dabei herauskommt ist, dass er neue Freunde findet und sie schließlich erfolgreich gegen den Fuchs verteidigt.

Das ist nicht das, was sein Vater sich erträumt hatte, aber er ist doch stolz auf seinen Sohn.

Viele Themen werden hier angerissen, über die sich Gespräche lohnen: Gewalt, Unrecht, Verteidigung, Freundschaft, Berufserwartungen von Eltern 😉

Lust auf eine Leseprobe?

Billy schleicht sich an den Wurm heran und richtet seine Waffe auf ihn.
„Pfoten hoch!“, sagt er so ernst wie möglich.
„Ich hab gar keine Pfoten“, sagt der Regenwurm verlegen.
„Ja, das stimmt natürlich“, sagt Billy. „Aber das ist nicht schlimm. Es ist sowieso nur eine Übung.“

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Januar 2013

Die wahre Geschichte von allen Farben

von Eva Heller
Verlag: Lappan

Ein Buch, das auf wunderbare Weise anregt und auch schon für das Kindergartenalter nicht nur geeignet, sondern wie ich meine, unentbehrlich ist. Hierbei handelt es sich um ein selten schönes und geradezu aufregendes Bilder-Sach-, und Phantasiebuch. Dieses Buch geht kenntnisreich, dynamisch und anregend mit den Themen „Farben“ und „Farbenlehre“ um und erzählt neben dem Informativen auch das Geheimnisvolle der Farben wie in einer Abenteuergeschichte. Nicht nur ein Buch für Kinder, die gerne malen.

Als Erwachsener wird man sich mit den wilden und wahren Geschichten der Farben amüsieren und mit Freuden den Kindern vortragen.

Empfohlen von Beate Kroeger-Müller

******************************************************************

Oktober 2012

Blumkas Tagebuch. Vom Leben in Janusz Korczaks Waisenhaus

von Iwona Chmielewska
Gimpel Verlag

Blumka ist ein kleines polnisches Mädchen, das im Waisenhaus von Dr. Janusz Korczak lebte.
Der historische Hintergrund des Buches ist, dass alle 200 Kinder dieses Waisenhauses 1942 in ein Vernichtungslager der deutschen Nazis verschleppt und dort ermordet wurden. Korczak konnte die Kinder nicht vor der Deportation beschützen, also ging er mit den Kindern.

 

Auch Blumka hat nicht überlebt. Die Autorin gibt ihr fiktiv in dem Bilderbuch Gesicht und Stimme. Die Tatsache der Verschleppung und Ermordung wird im Bilderbuch nicht angedeutet. Deshalb können auch kleine Kinder das Bilderbuch kennen lernen.

Für ältere Kinder und für Erwachsene, die um den Hintergrund wissen, ist es ein bewegendes Buch, das die Ungeheuerlichkeit dieser Morde erfühlen lässt.

Für kleine Kinder ist es ein Buch, das im ersten Teil 12 Kinder sehr achtsam in ihren Eigenheiten vorstellt. Im zweiten Teil werden die pädagogischen Grundsätze von Korczak aus der Sicht des Kindes beschrieben. Ein Buch, um mit Kindern über Erziehung ins Gespräch zu kommen.

Die Zeichnungen sind sehr fein und eher zurückhaltend koloriert, die Komposition der Seiten ist interessant und aus meiner Sicht künstlerisch sehr gelungen.

Leseprobe:

Das ist Kiesel. Wie er wirklich heißt – das weiß niemand.

Als letzten Herbst der Kohlewagen gekommen war, liefen wir alle herunter, um beim Entladen zu helfen. Kiesel trug die Kohle in seinem Nachttopf. Niemand lachte darüber. Alle lobten ihn, wie stark und tapfer er doch sei. Kiesel ist erst fünf Jahre alt.

 

Lesen Sie auch:
Janusz Korczak und unsere Offene Arbeit.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Neue Stiefel hat Frau Gans

von Christian Hückstädt
Verlag Sauerländer

26 Tiere sind für dieses schöne Buch aus Obst und Gemüse gebastelt und fotografiert worden. Gut mit Kindern nachzuspielen. Alles bleibt dabei naturbelassen und kann hinterher aufgegessen werden.

Zu jedem Tier gibt es einen Reim, wie zum Beispiel diesen:

 

 

 

 

 

Leseprobe:

Alle Fische – das ist wahr! –
schließen nie – wie sonderbar! –
nicht am Tag, nicht in der Nacht,
ihre Au, -nun gib fein acht! –
ihre Autos ab – oho!
Das fand heraus Jacques Yves Cousteau.

Der Fantasie sind natürlich hier keine Grenzen gesetzt. Wir mussten erstmal mit Hilfe des Internets klären, wer denn der Herr Cousteau war. Und dann wurden weitere Tiere und Reime erfunden.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Ist 7 viel?

von Antje Damm
Moritz Verlag

Dieses Büchlein ist ähnlich aufgemacht wie das unten beschriebene Buch „Frag mich“ von derselben Autorin.

Hier geht es aber stärker um philosophische, spirituelle oder politische Fragen,

wie zum Beispiel:

 

 

 

 

 

Leseprobe:

 

– Wird es die Erde immer geben?

– Warum sehen wir so verschieden aus?

– Wissen wir wirklich alles?

– Warum gibt es Krieg?

– Gibt es Engel?

– Ist jeder schön?

– Warum sind nicht alle reich?

 

Vor allem die letzte Frage ist ja sehr aktuell und beschäftigt etliche hoch begabte Kinder schon im Kindergartenalter.

Jede Frage steht auf einer Doppelseite des Buches. Sehr ausdrucksstarke und anregende Fotos und Zeichnungen machen die Frage noch einmal auf andere Weise deutlich.

Achtung: Es gibt im Buch keine Antworten auf die Fragen – der Leser kann Anderen diese Fragen stellen und die Antworten hören, er kann allein oder gemeinsam mit Anderen selber nachdenken, sich austauschen und nachforschen. Auch so kann in der Kita ein Philosophen-Zirkel oder ein Diskutierklub entstehen.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Meine erste Reise durch die Zeit

von Kristina Menzel und Beate Lennartz
EDITIONNOVA

Dieses Buch ist gut geeignet für erste Orientierungen in der Zeit. Für hoch begabte Kinder im Vorschulalter geeignet, sobald sie sich für die Einteilung der Zeit in Tage, Wochen, Monate und Jahreszeiten sowie für Uhren interessieren.

Es ist als Vorlese- und Mitmachbuch gedacht und bietet auch eine Kopiervorlage und ein Poster.

Im Buch ist auch die Zeichnung eines Kindergarten-Gruppenraums zu sehen. Leider steht dort an einer Tür „Spielen“ und an einer anderen „Lernen“. Wie schade. Aber wenn man darüber hinwegsehen kann, ist das Buch auch in der Gruppe gut brauchbar.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Muss mal Pipi

von Manuela Olten
Verlag Carlsen

Aus der Sicht eines kleinen Jungen wird erzählt, in welche Situationen ein ungeübter Klobenutzer kommen kann.

Die Situationen sind in witzigen Bildern festgehalten; die Erfahrungen und Gedanken des Jungen sind in kurzen, prägnanten Sätzen in die Szenenbilder hineingeschrieben.

So beginnt das Buch:

 

 

 

 

Leseprobe:

 Als ich noch klein war, hatte ich Windeln an. Das war einfach, weil ich da nicht aufs Klo gehen musste. Aber Windeln sind für Babys. Ich und meine Freunde sind schon echt groß. Natürlich haben wir keine Windeln mehr an. Aber das ist auch nicht immer so einfach.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Müssen wir? Eine kleine Klogeschichte

von Anja Fröhlich und Gergely Kiss
Verlag Oetinger

 

 

 

 

 

 

 

 

amazon-Kurzbeschreibung:
„Pleiten, Pech und Pannen! Ein Weglachbuch für Kinder! Der Förster möchte es im Wald gern sauber haben und stellt ein Klo auf die Wiese: Von nun an soll jedes Tier hier sein Geschäft verrichten. Wildschwein, Hase, Eule und die anderen Tiere stehen neugierig um das Haus herum.
Hartmut, der Bär, traut sich als erster, aber es kommt nichts! Peter Piek, der Igel, hat Angst, ins Klo hinein zu fallen, der Fuchs badet versehentlich seinen Schwanz in der Schüssel und Platzhirsch Arons Geweih ist zu groß für die Kabine. Gar nicht so einfach! Ob es nicht doch besser ist, wenn das Klo wieder verschwindet? Ein lustiges und fantasievolles Bilderbuch rund um Turbulenzen mit dem kleinen und dem großen Geschäft – und ein frecher Beitrag zum Thema „Sauberkeit“.“

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

September 2012

Liebe gut, alles gut

aus der Reihe: Die irrste Katze der Welt
von Gilles Bachelet
Verlag Gerstenberg

Für dieses schön gezeichnete Buch braucht man eine spezielle Art von Humor; denn die irrste Katze der Welt ist ein Elefant.

Der Autor tritt als Besitzer der Katze auf, er erzählt in der Ich-Form, was „seine Katze“ (der Elefant) erlebt. Seine Katze findet einen Liebsten („der Schatz meiner Katze“) und dieser Schatz ist nun tatsächlich eine Katze.

Dass die „irrste Katze der Welt“ ein Elefant ist, kommt im Text nie vor, aber die schönen Elefantenzeichnungen sprechen für sich.

Ein witziges Buch für Kindergartenkinder, die Skurriles lieben und die Personen trotz der Verwirrung schon auseinanderhalten können.

Empfohlen von Hanna Vock
******************************************************************
September 2012

Meine kleine Satzwerkstatt

von Markus Weber
Moritz Verlag

Klein, quadratisch und gut! Die stabilen verschieden-einfarbigen Seiten zwischen den Einbanddeckeln sind mit je einem Satz bedruckt – und dann wurden alle Seiten zerschnitten, und zwar in je vier waagerechte Streifen, die alle einzeln umgeblättert werden können.
Die Gestaltung ist klar, die Schrift gut zu lesen.

 

 

 

 

 

Auf diese Weise kann man (laut Klappentext) 194 481 verschiedene Sätze erzeugen, zum Beispiel:
Im ICE…. sucht…. ein Schneemann…. das Geheimrezept.

Junge Kinder, die früh dabei sind, lesen zu lernen, haben Spaß daran – so wie die Kleine aus meiner Gruppe, die ich zu ihrem ebenfalls schon lesekundigen Freund sagen hörte: „Ich freu mich schon auf die Ruhestunde am Mittag, da können wir das Buch weiterlesen.“ Sie lesen sich seit einiger Zeit mittags leise und gemütlich gegenseitig Sätze aus der Satzwerkstatt vor und kichern vergnügt.

Empfohlen von Beate Kroeger-Müller

******************************************************************

Juni 2012

TINTO Buchstabenheft

von Dr. Rüdiger Urbanek und der Redaktion Primarstufe
Cornelsen

Der etwa Din A6 große Ordner ist für Einzelarbeit gedacht.
Kinder, die schreiben lernen wollen, finden hier zu jedem Buchstaben 5 Seiten mit Spielen, Rätseln und Schreibvorlagen.
Auch die Umlaute, das ß sowie wichtige Vokalverbindungen (Au, Ei, Eu) und Konsonantenverbindungen (Sch, Ch, Sp, St, Pf, ng) sind enthalten. Auch die richtige Reihenfolge und Richtung der Striche, die einen Buchstaben bilden, ist angezeigt und kann von den Kindern nachvollzogen werden.

Außerdem kann das Kind auf einer Übersichtsseite sehen, weche Buchstaben es schon „fertig“ hat.

Die Aufmachung ist ansprechend. Vierjährige hoch begabte Kinder, die sich fürs Schreiben lernen interessieren, kommen damit freudig zurecht.

Empfohlen von Hanna Vock.

 

******************************************************************

Juni 2012

Käpt´n Blaubär. Die fantastische Verkehrsfibel.

Hrsg.: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Das Heft wird kostenlos an Kindergärten verschickt (für die Vorschulkinder), man kann es aber auch gegen ein kleines Entgelt einzeln und direkt bei der ZEITGEIST MEDIA bestellen.
Tel. 0211- 556255 E-Mail: info@zeitgeistmedia.de

Es ist richtig gut und witzig!
Alle Themen, die für kleine Verkehrsteilnehmer wichtig sind, werden im Heft abgehandelt, zum Beispiel:
Der Zebrastreifen, Radfahren auf dem Gehweg, Links-Rechts-Links-Gucken.

Kleine Spiele liefern wichtige Informationen, und die Käpt´n Blaubär-Geschichten helfen, den Sinn von Vorschriften zu verstehen und sie sich einzuprägen.
Interessant für vierjährige hoch begabte Kinder, vor allem wenn sie schon die Sendung mit der Maus kennen.

Empfohlen von Hanna Vock.

 

******************************************************************

Juni 2012

Kunst. Ein Entdeckerbuch für Kinder

von Rosie Dickins
Arena

Über dreißig der berühmtesten Kunstwerke sind in diesem Buch zu sehen, von Leonardo da Vincis >Mona Lisa< über Edgar Degas´>Baletttänzerin< bis zu Andy Warhols >Suppendosen<.
Die Vielfalt der Stilrichtungen wird deutlich, aber auch die Entwicklung der Kunst über die Jahrhunderte.
Man erfährt etwas über die Besonderheiten der Werke und über die Künstler.
Ein kleines Kunst-Quiz zieht sich durch das ganze Buch.

Ich ließ einmal sechs vier- bis fünfjährige hoch begabte Kinder darüber abstimmen, welches Bild sie am schönsten fanden. Das Ergebnis war interessant: Ein Mädchen, zum Beispiel, fand >Der Wanderer über dem Nebelmeer< von Caspar David Friedrich am schönsten („weil der Mann so einen tollen Blick über die Berge hat“). Ein Junge war begeistert von >Sturm im Dschungel< von Henri Rousseau und eine Vierjährige wählte >Improvisation Nr. 26 (Rudern)< von Wassily Kandinsky („weil die Farben so sehr schön sind und weil man die Ruderer nicht sehen kann, aber doch ein bisschen“).

Empfohlen von Hanna Vock.

******************************************************************

Juni 2012

Der Ernst des Lebens

von Sabine Jörg und Ingrid Kellner
Thienemann

Ein kleines Buch, nur 12 x 16 cm groß, aber gut geeignet, um mit Kindern über Ängste oder andere Gefühle ins Gespräch zu kommen, die mit der Einschulung zusammen hängen.

 

 

Lust auf eine Leseprobe?

Mit sechs beginnt der Ernst des Lebens. Das hatte Annette schon oft gehört. Was dieser Ernst des Lebens eigentlich war, wusste sie nicht. Aber Annette ahnte: Es konnte nichts Schönes sein.

 

Siehe auch den Handbuch-Beitrag: Projekt: Schulecke … und die Gefühle.

Empfohlen von Klaudia Kruszynski.

******************************************************************

März 2012

Komme gleich

von Saskia Hula und Christine Brand
Sauerländer

Die Personen:
Sechs Schweinchen, die sich jeden Donnerstag zum Spielen treffen.

 

Der Witz:
Sie können lange Zeit nicht anfangen, weil immer ein Schweinchen fehlt. Und weil sowieso noch einer fehlt, kann man ja schnell auch noch was erledigen…

 

Lust auf eine Leseprobe?

 

„Sind wir alle da?“ fragt Dick und fängt an zu zählen: „Ich bin da. Rosa-Li ist da. Wanda ist da. Mini ist da. Willi ist da. Einer fehlt! Wo ist Heppe?
Heppe sitzt noch auf dem Apfelbaum. „Ich komme gleich!“ schreit er.
„Ich komme auch gleich“ sagt Mini, „ich geh nur noch schnell aufs Klo.“
Als sich die Geschichte entwickelte und das Problem deutlich wurde, fing ein hoch begabter Vierjähriger lauthals an zu lachen und meinte: „Das wird nix mehr!“

 

Empfohlen von Hanna Vock

 

******************************************************************

März 2012

Marcel und die Schriftzeichen

von Petra Hochheim
Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN 978-3-8370-0166-2

Aus dem Werbetext im Internet:
„Marcel und Maurice, zwei Brüder aus Pinneberg, streiten für ihr Leben gern. Die Sonne, die das den ganzen Tag mit anhören muss, ist schon ganz genervt von den beiden. In ihrer Not wendet sie sich an den Mond. Dieser nimmt Maurice mit nach Japan, in das Land der aufgehenden Sonne. Marcel ist zunächst sehr glücklich darüber.
Dann merkt er jedoch, wie sehr ihm sein Bruder fehlt und er beschließt seinen Bruder wieder zurückzuholen. Mit Hilfe der Sonne, des Mondes und vielen anderen Freunden, erlebt Marcel dabei spannende Abenteuer. Wird es ihm gelingen, seinen Bruder zu finden? Und wofür braucht er so viele Schriftzeichen? Lies die Geschichte und finde es heraus!“

 

Hoch begabte Kinder finden nicht nur die Geschichte gut, sondern können auch einige japanische Schriftzeichen kennen und schreiben lernen.

 

Empfohlen von Dorit Nörmann

 

******************************************************************

März 2012

Das große Labyrinthbuch

von Martin Nygaard
Abentheuer Verlag

Kinder, denen die unten beschriebenen Labyrinthbücher „Wer findet den Weg?“ und „Geister, Monster und Gespenster“ schon zu einfach geworden sind, finden hier neue Herausforderungen.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2011

das baumhaus

von Marije und Ronald Tolman
Verlag Bloomsbury

Dieses Bilderbuch kommt ohne Worte aus und lässt viel Platz für Fantasie.

Wenn Mehrere zusammen das Buch ansehen, inspiriert es zum Spielen mit Sprache. Die Geschichte, die darin steckt, kann auf vielfältige Weise erzählt werden.

Der Kern: Es existiert ein mehrstöckiges Baumhaus, das aus einer großen Wasserfläche ragt. Nacheinander kommen dort verschiedene Tiere an und bevölkern es für eine Weile. Zum Schluss bleiben die Tiere dort, die als erste ankamen: ein Eisbär und ein Braunbär.

 

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2011

Frag mich – 108 Fragen an Kinder, um miteinander ins Gespräch zu kommen

von Antje Damm
Moritz Verlag

 

– Wo möchtest du heute am liebst einschlafen?
– Woran erkennst du, dass du größer geworden bist?
– Wie bringst du andere zum Lachen?
– Mit wem kannst du über alles reden?
– Gibt es jemanden, den du vermisst?
– Welchen Weg kennst du ganz genau?

Diese und viele andere kluge Fragen habe ich in dem kleinen Buch gefunden. Die Fragen spornen Kinder an, spontane Antworten zu geben. Etliche unserer Frühlesekinder in der Kita nutzen dieses Buch, um anderen Kindern oder auch Erwachsenen daraus vorzulesen, um auf die Fragen auch Antworten zu bekommen. (Ganz davon zu schweigen, was das Büchlein alles für eine verbesserte Sprach – und Verständnisförderung bieten kann.) Kann ich nur sehr empfehlen.

Empfohlen von Beate Kroeger-Müller.

******************************************************************

Dezember 2011

Das 1.000 Fehler-Suchspaßbuch

von Silke Moritz und Achim Ahlgrimm
Verlag esslinger, 4. Auflage 2009

Der Zauberer Zacharias Zuckerbein führt durch die Seiten des Buches, die von sachlichen Fehlern nur so wimmeln.

Da werden mit einer runden Backform eckige Kuchen gebacken, Schränke und Schubladen sind so gebaut, dass sie niemals auf- und zugehen können, und Lampen leuchten, obwohl der Stecker nicht in der Steckdose ist. Jede Seite steckt voller Merkwürdigkeiten, die Kinder entdecken können. Ein Kapitel ist den Märchen gewidmet, auch hier geht vieles durcheinander. Aus Frau Holles Kissen fallen Steine, Rapunzel trägt eine raspelkurze Punkfrisur, ihr Prinz dagegen einen sehr langen blonden Zopf…

Es ist der Humor, den etliche hoch begabte kleine Kinder (- ich habe es 3- bis 4-Jährigen gegeben -) mögen, und wo sie ihr Wissen anwenden können.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2011

Picknick mit Torte

von Thé Tjong-Khing
Moritz Verlag 2006

Die Geschichte ist ein bisschen die Fortsetzung von „Die Torte ist weg“ (siehe unten), kann aber auch sehr gut für sich allein stehen. Dieses Mal werden zwei Torten gestohlen, auf raffinierte Weise; erst ziemlich spät stellt sich heraus, wer die wirklichen Übeltäter waren. Diese lenken nämlich den Verdacht auf zwei Ratten. Da im ersten Buch Ratten die Täter waren, fallen die anderen Tiere leider darauf herein. Es gibt eine wilde Verfolgungsjagd, einige Tiere erleiden dabei noch Blessuren, bis sich durch Zufall alles aufklärt.

Am Ende gibt es dann doch noch das ersehnte Picknick mit Torten.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Dezember 2011

Juli Löwenzahn. Schatzsuche im Möhrenbeet.

Von Andreas H. Schmachtl
Verlag Arena 2010

Juli ist zwar ein kleines Kaninchen, aber man kann sich gut mit ihm identifizieren.

Seine Fantasie führt ihn dazu, Mamas große Schüssel im Garten zu vergraben und später als Schatz wieder zu finden – Mama macht ihm keine Vorhaltungen, sondern würdigt den Erfolg seiner Schatzsuche.

Er will dem Opa helfen, indem er mit viel Anstrengung einen Kanal vom Bach zu Opas Gemüsebeet gräbt – was in eine totale Überflutung des Gartens mündet. Opa schimpft nicht und stellt ihn auch nicht bloß, er nimmt es als das, was es wirklich ist: eine tolle, liebevolle Leistung.

Der Text lässt uns die Gedanken und Bestrebungen von Juli miterleben, sodass Mamas und Opas Gelassenheit am Ende uns Erwachsene vielleicht zunächst überrascht, aber für kleine Kinder, glaube ich, die richtige Konsequenz ist. Glückliche Kinder, die mit solchen Erwachsenen zusammenleben!

Ein einfühlsames Bilderbuch mit feinen kolorierten Zeichnungen.

Empfohlen von Hanna Vock

******************************************************************

Juni 2011

Ein Königreich für die Zukunft – Energie erleben durch das Jahr

Hrsg. vom Förderverein NaturGut Ophoven e.V. 2007
ISBN 978-3-926871-53-4

Ein Praxishandbuch mit Tipps und Anregungen, wie man das Thema „Energie erleben“ kindgerecht und abwechslungsreich in den Kindergartenalltag integrieren kann.
Im „Königreich der Zukunft“ erleben die Kinder viele Energieabenteuer. Wasser und Sonne, Wind und Bewegung, Wärme, Licht und Strom – in jeder Jahreszeit gibt es eine Menge zu entdecken, zu erforschen und auszuprobieren.

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Juni 2011

Das große Herder Bilderlexikon

Die ganze Welt in Bildern.
Herder Verlag 2008, 3. Auflage

Hier können wissensdurstige kleine Kinder viel herausholen. Es enthält so viele Informationen auf 220 Seiten, dass auch hoch begabte Kinder sich damit lange beschäftigen können.

 

 

Großformatige, fein gezeichnete farbige Bilder stellen Szenerien, aber auch Einzelheiten aus verschiedenen Lebensbereichen dar.

 

 

Die Kapitel heißen:

Vom täglichen Leben
Unterwegs
Unsere Erde
Vor unserer Zeit
Aus der Welt der Pflanzen
Vom Leben der Tiere.

Auf jeder Seite finden sich, klar von den Bildern abgesetzt, gut formulierte Texte, die die Bilder erklären.

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Juni 2011

Das große Tierlexikon

2000 Arten und ihre Lebensräume.
Verlag Dorling Kindersley. ISBN 978-3-8310-0822-3

Interessant für kleine besonders begabte Kinder, große Kinder und Erwachsene. Unzählige Tierfotos sind ergänzt durch informative Texte.

Die ersten etwa 80 Seiten behandeln, gut mit Fotos illustriert, 19 allgemeine Themen der Zoologie, wie etwa >Skelette<, >Tarnung<, >Nachwuchs<, >Naturschutz<, aber auch >Tierische Rekorde<.

Darauf folgen etwa 280 Seiten >Tiere von A – Z<, von Aale bis Ziegen.

Den Abschluss bilden ein Glossar und ein alphabetisches Register.

Lust auf eine Leseprobe?

Bei den Hamstern lesen wir u. a.:

Zwei Tage nach der Geburt sind Hamsterjunge noch blind, hilflos und nackt. Wenn Gefahr droht, steckt ihre Mutter sie in die enorm dehnbaren Backentaschen.

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Juni 2011

Was ist das?

Ein Spiel- und Ratebuch von Antje Dahm
Verlag Gerstenberg

Kleines, kompaktes Pappbilderbuch ohne Text, das äußerlich wie ein Baby-Buch daherkommt, es aber in sich hat!

Auf der jeweils rechten Buchseite sieht man das Foto eines Alltagsgegenstandes, auf der folgenden linken Seite ist dieser Gegenstand dann „verbastelt“; er ist dann Bestandteil eines größeren Ganzen geworden und hilft etwas ganz anderes darzustellen.

 

Kleine hoch begabte Kinder können erkennen, sich wundern und lachen. Fast alles kann auch nachgebastelt werden, zunächst mit Hilfe, später auch selbstständig.

Lust auf eine Leseprobe (Klappentext)?

Was ist das? Eine Scheibe Käse? Wenn du die Seite umblätterst, ist daraus eine Kuh geworden!

Und was ist das? Ein Wollknäuel? Blätter um und schau, was für ein Tier daraus wird!

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Juni 2011

Fünf freche Mäuse bauen ein Haus

Von Chisato Tashiro
michael neugebauer edition

Fünf befreundete Mäuse, die auch namentlich vorgestellt werden, suchen ein neues Zuhause, weil ihre Gegend zu (katzen-) gefährlich geworden ist. Nach Tagen vergeblichen Suchens finden sie einen großen Sperrmüllberg und erkennen darin viele tolle Bauelemente für ein neues Haus.

Seite für Seite erleben die Kinder mit, wie unkonventionell und erfindungsreich die Mäuse ihr Haus zusammenbasteln.

Auf den großflächigen Bildern kann man den Werdegang des Hauses und die kreativen Ideen der Mäuse mitverfolgen.

Lust auf eine Leseprobe?

“Diese beiden Räder vom Fahrrad sind toll, meint ihr, wir können sie gebrauchen?“, fragte Taro. „Da hätte ich eine Idee“, lachte Kuro, „das wird ein Spaß, wartet mal ab.“
Und was wurde daraus? Ein wunderbares Riesenrad, das vom Wind angetrieben wurde. Was für ein Vergnügen!

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Juni 2011

Hurra, gewonnen – Mist, verloren

Von Isabel Abedi und Silvio Neuendorf
Carlsen Verlag

Ein kleines Maxi-Pixibuch, das zwei Geschichten enthält. >Hurra, gewonnen< erzählt aus der Sicht einer kleinen Ziege, wie es auf der Geburtstagsfeier des kleinen Dachses zugegangen ist: Bei allen Spielen hat sie gewonnen und Triumphgefühle ausgekostet. Ihre allerbeste Freundin, die Gans, war aber ganz fies zu ihr und hat ihr schließlich sogar die Siegerkrone vom Kopf gerissen.

 

Dreht man das Buch um, sieht man dieselbe Geschichte aus der Perspektive der Gans, die immer nur verloren hat und nun ganz zerknirscht ist. Am Ende besinnen sich die Beiden aber auf ihre Freundschaft und vertragen sich wieder (in der Mitte des Buches).

Lust auf eine Leseprobe?

Ich bin am schnellsten über den Felsen geklettert. Und ich habe als Erste den Schatz gefunden. Da durfte ich mir auch als Erste was nehmen. Ist doch wohl klar!

Es hat auch keiner was dagegen gehabt. Nur die Gans, die hat mich richtig fiese angeschnattert.

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Mai 2011

Kinder lernen zeichnen und malen

Von Alex Bernfels und Rosanna Pradella.
Verlag christophorus.

Das Buch ist in zwei Abschnitte aufgeteilt: Wir lernen zeichnen und Wir lernen malen .
Im ersten Teil kann man lernen, aus einfachen Formen verschiedene Tiere, Fahrzeuge und Menschen zu zeichnen, zum Beispiel Eichhörnchen, Löwe, Traktor, Zauberer, Clown …

Im zweiten Teil kommen die Farben ist Spiel. Sehr übersichtlich werden verschiedene Techniken vorgeschlagen und gut nachvollziehbar demonstriert.

Mit Hilfe des Buches können Fertigkeiten entwickelt werden, auf deren Grundlage sich die kindliche Kreativität umso besser entfalten kann. Die sehr ansprechenden Bilder laden zum Ausprobieren ein.

Dieses Buch setzt erfreulicherweise sehr elementar an; es ist auch schon für Dreijährige geeignet, sofern sie schon geometrische Figuren unterscheiden können.

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

Mai 2011

Für kleine Zeichner

Zeichnen lernen leicht gemacht.

Von Iris Prey.
Verlag Bassermann

Dieses Buch geht auch davon aus, dass für kleine Kinder Zeichnen am besten zu lernen ist, wenn man die Bilder gedanklich in einfache Grundformen zerlegt, diese dann zeichnerisch wieder zueinander in Beziehung setzt und danach dann erst Einzelheiten einfügt. Es geht los mit dem Kapitel „Strichmännchen und andere Leute“ und enthält außerdem die Kapitel:

 

 

 

 

 

Aus dem Garten von Frau Natur
In der Stadt und drumherum
In der Welt von morgen
Tiere zeichnen leicht gemacht
Unsere Haustiere
In Wald und Feld
Tiere aus fernen Ländern
Unter Wasser
Tiere aus ferner Zeit
Wie ein Bild entsteht.

Dieses Buch möchte ich für etwas geübtere Kinder empfehlen, es ist aber auch im Rahmen von Projektarbeiten zu verwenden (zum Beispiel wenn es mal darum gehen sollte, einen Astronauten zu zeichnen).

Siehe auch: Zeichenkurs mit Linda

Empfohlen von Silvia Hempler, Remscheid

****************************************************************

Mai 2011

Die kluge Krähe

Von Hans Gerhard Berge.
Verlag Gerstenberg

Das Buch erzählt eine alte römische Fabel. Eine kluge Krähe rettet sich selbst und anderen Tieren das Leben, indem sie das physikalische Prinzip der Wasserverdrängung ausnutzt. Gut erzählt und schön gezeichnet. Mal ein Bilderbuch, das sowohl physikalische als auch philosophische Anregungen bietet.

 

 

 

Lust auf eine Leseprobe?

Das Drücken und Schieben hatte die Krähe sehr erschöpft. Sie mußte sich ein wenig ausruhen. Als sie wieder bei Kräften war, versuchte sie, den Krug mit ihrem Schnabel zu zerschlagen. Sie hämmerte gegen den Bauch des Kruges, bis es ihr im Kopf wehtat. Aber es half nichts. Der Krug war zu hart. “Es geht nicht, es geht nicht!“ jammerte der Grashüpfer. „Du mußt dir etwas anderes ausdenken.“

Das Bilderbuch ist noch gebraucht zu erwerben und bestimmt in vielen Kitas und Bibliotheken vorhanden.

Siehe auch: Beispiele zu: Schnelles Erkennen von Gesetzmäßigkeiten .

Empfohlen von Hanna Vock

****************************************************************

April 2011

Das Buch von der Zeit.

Kinder erleben und lernen spielerisch alles über die Zeit.
Von Gisela Walter, Jutta Knipping
Ökotopia-Verlag

Dieses Buch wurde für den Kindergarten und die Schule geschrieben. In ihm wird nicht nur anschaulich das Verständnis für Zeiteinteilungen wie Tag/Nacht, Woche, Monat und Jahr und das Erlernen der Uhr vermittelt.

Der Begriff Zeit wird tiefgründiger unter die Lupe genommen. Es werden unter anderem die folgenden Themen behandelt:

 

Meine schönste Tageszeit, die Lebenszeit, „uhrzeitliche“ Zeitmesser, Zeitgedächtnis, Zeitverständnis, Zeitprobleme und „Alles hat seine Zeit“.

Die vorgeschlagenen Methoden reichen von Gesprächsrunden über künstlerische Aktionen, Bewegungs- Zuordnungs- und Singspiele bis hin zu Experimenten, Liedern und Geschichten.

Meiner Meinung nach kommen hier auch hoch begabte Kinder auf ihre Kosten, da nicht nur die Experimente zum Ausprobieren einladen, sondern auch philosophische Themen zum Nachdenken anregen.

Lust auf kleine „Nachdenk-Beispiele“?

– Gesprächsrunde zu den Begriffen „jetzt“ und „gleich“

– Gespräche und Aktionen zum Thema „Leben heißt sich verändern“ (Zeitabschnitte des Lebens).

Empfohlen und beschrieben von Heike Brandt, Remscheid

****************************************************************

April 2011

Die Olchis sind da

von Erhart Dietl
Oetinger Verlag

Ein (Vor-) Lesebuch mit zahlreichen detailreichen Zeichnungen.

Zwar ist das Buch (und die übrigen Bücher der Olchi-Reihe) für das 2. bis 3. Schuljahr gemacht worden, aber hoch begabte Kindern können damit schon viel früher etwas anfangen.

Pete (3;0) hat sich das Buch in einem Rutsch vorlesen lassen. Er hatte dabei viel Vergnügen und hat immer wieder laut gelacht. Es sprach seinen ausgeprägten Sinn für Humor und Absurdes an. Die Fragen am Ende des Buches konnte er fast alle richtig beantworten.

Die Olchis sind eine Familie samt Oma und Opa und Baby, die ganz anders sind: Sie sind grün, haben drei Hörhörner und lieben Müll. Außerdem sind sie unbekümmert und lustig und erleben verschiedene Abenteuer.

Das Buch eignet sich dafür, die Themen Müll, Müllvermeidung, Mülltrennung und -entsorgung zu behandeln.

Lust auf eine Leseprobe?

Olchis mögen keine Schokolade … Sie mögen überhaupt nichts von den Sachen, die uns gut schmecken. Olchis mögen viel lieber scharfe Sachen und Fauliges und Bitteres. Sie kauen gern alte Gummireifen, knabbern an verrosteten Blechbüchsen…

Wenn etwas muffelt und stinkt, dann sagen sie: >Mmm! Riecht das aber olchig!< Und sie atmen tief ein, so wie wir, wenn es nach frischem Gras oder Kuchen duftet.

Empfohlen von Irmi Jurke, Gütersloh
Beschrieben von Hanna Vock

****************************************************************

23.6.09

Ferkel Ferdinand

von John A. Rowe
Neugebauer Verlag Zürich/Hamburg/Salzburg 1996
ISBN 3-85195-380-0

Auf der jeweils linken Seite steht in klarer Druckschrift der Text, auf der jeweils rechten Seite gibt es Bilder, die kleine Kunstwerke sind, überraschende Perspektiven einnehmen und zu denken geben. Sie sind nicht unbedingt niedlich, die Farbe Schwarz wurde großzügig verwendet, aber sie sind interessant und herausfordernd.

Die Geschichte handelt vom Ferkel Ferdinand, der superschöne goldene (Menschen-) Schuhe findet, sich in sie verliebt und sie wieder verliert. In seiner Trauer über den Verlust wird er damit konfrontiert, dass die Schuhe Anderen Glück gebracht haben. Die Finder finden die Schuhe nicht nur schön, sondern brauchen sie auch dringend: die Schildkröte als Hausersatz, die Amsel als Nestersatz.

Ferdinand kämpft mit seinen Gefühlen. Wie soll er sich nun verhalten? Er hatte die Schuhe doch zuerst!

Lust auf eine Leseprobe?

Jetzt blickte Ferdinand nach unten und –
„Aber… das ist doch ein goldener…“

„Ist es nicht wunderschön?“ fragte die Schildkröte.

„Ich hatte mein Haus in einem Sturm verloren und kein Zuhause mehr. Da stieß ich auf diesen wunderschönen Palast.“

„Ab… aber…“, stotterte Ferdinand.

„Ich weiß schon“, sprach die Schildkröte, „es ist nur ein alter Schuh, aber er hat mir das Leben gerettet. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

„Schon… aber…“, sagte Ferdinand. Er wußte nicht, was er sagen sollte.

Empfohlen von Maike Saidler, Köln.
Beschrieben von Hanna Vock, Bonn.

****************************************************************

30.4.09

Phantasiereisen mit Hundertwasser

Reihe: Mein Kunst-Malbuch.
Prestel-Verlag
ISBN 978-3-7913-4097-5

Die Ideen des Künstlers und Querdenkers Friedensreich Hundertwasser werden uns mit diesem Malbuch nahe gebracht. Einige Beispiele seiner Gemälde und seiner Architektur sind abgebildet; außerdem Fotos, auf denen Hundertwasser zu sehen ist. Dazu gesetzt sind kurze Zitate, Erklärungen und Aufforderungen zum eigenen Gestalten.

Ein wirklich anderes und anspruchsvolles, Kreativität beflügelndes Malbuch.

Lust auf eine Leseprobe?

„Zieht euch aus, und zieht euch schöne Kleider an:

Kleider, die euch passen, Kleider, die euch stark machen.“

Hundertwasser

Hundertwasser mochte keine langweilige Einheitskleidung. Deshalb hat er schöne bunte und bequeme Kleider für sich selbst entworfen, die genau zu ihm passten.

Wie würden Kleider aussehen, die dir gefallen?

Neben drei Fotos (Hundertwasser in phantasiereicher Kleidung) findet sich Platz zum Malen. Eine gemalte Wäscheleine fordert dazu auf, den Platz mit eigenen Ideen zu füllen.

Hanna Vock, Bonn

****************************************************************

30.4.09

Der Seelenvogel

von Michal Snunit und Na´ama Golomb
Carlsen
ISBN 13: 978-551-51690-9 und ISBN 10: 3-551-51690-1

In diesem nur etwa 14 cm x 14 cm großen Büchlein geht es um einen Vogel, der die Seele des Menschen symbolisiert. Der Seelenvogel wohnt im Menschen und öffnet je nach Stimmung des Menschen einzelne Schubladen mit Gefühlen. Diese werden sehr anschaulich anhand des Vogels dargestellt.

Dieses Buch regt an, mit Kindern über Gefühle zu sprechen und soll ihnen erleichtern, in Worte zu fassen, wie es ihnen geht.

Lust auf zwei Leseproben?

Wenn jemand böse auf uns ist,
macht sich der Seelenvogel ganz klein
und ist still und traurig.

Wenn uns jemand lieb hat,
macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge,
kleine, lustige,
vorwärts und rückwärts,
hin und her.

Sandra Krefft, Bonn

****************************************************************

30.4.09

Irgendwie Anders

von Kathryn Cave und Chris Riddell
Oetinger
ISBN 3-7891-6352-X

Wenn man anders ist als die anderen, wenn man das selbst merkt und die anderen auch, dann kann man versuchen, sich auf deubelkommraus anzupassen. Man kann versuchen, mit viel Anstrengung doch so zu sein wie die anderen, um endlich irgendwann das Gefühl zu haben, dazuzugehören.

Solche Versuche starten auch manche hoch begabte Kinder, manche sogar schon im Kindergartenalter. Sie kennen die Gefühle, die aufkommen, wenn das dann doch nicht klappt.

Der kleine Anders im Bilderbuch macht seine Erfahrungen, die so typisch sind für Kinder, die aus irgendeinem Grund bei den anderen nicht so gut ankommen, obwohl sie sich freundlich verhalten.

Beim kleinen Anders klappt es mit der Anpassung nicht – aber am Ende findet er doch einen Freund, der eben auch anders ist als die anderen. Einen Freund zu haben, macht ihn glücklich.

Lust auf eine Leseprobe?

Aber es half alles nichts. Er sah nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie.

Er malte nicht so wie sie.

Und er spielte nicht so wie sie…

Das Buch hat den Preis UNESCO 1997 erhalten.

Hanna Vock, Bonn

****************************************************************

21. 4.09

Hosentaschenbücher.

Vorlagen für 36 Hosentaschenbücher.
von Liza Charlesworth und Deborah Schecter
Verlag an der Ruhr 2008
ISBN 978-3-8346-0422-4

Es handelt sich um einen Schnellhefter mit Kopiervorlagen.

Zu einem Büchlein gehören je 8 Seiten, die die Kinder lesen, anmalen und zusammenheften können. Meist gehört auch eine kleine Aufgabe dazu.

Die Themen sind sehr breit gestreut.

Beispiele:

Ich male eine Katze / Was leuchtet und glänzt? / Mein kleiner Bruder / Wolkenbilder….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Vorwort gibt es noch diverse gute methodische Ideen.

Empfohlen von Brigitte Gudat, Eschweiler,
beschrieben von Hanna Vock.

****************************************************************

21.4.09

Der kleine Indianer. Lesespiel.

von Susanne Reuker, Walter Kowalczyk, Klaus Heilmann
Verlag an der Ruhr 2007
ISBN 978-3-8346-0346-3

Die Altersangabe ist: 6-8 Jahre, aber wir sollten uns, wenn es um besonders begabte Kinder geht, daran nicht halten, sondern ihnen dieses schöne Büchlein früher in die Hand geben: dann, wenn ihr Leselernprozess so weit fortgeschritten ist, dass sie sich die Texte weitgehend allein erlesen können – notfalls auch unter Zuhilfenahme einer Tabelle mit Groß- und Kleinbuchstaben, so dass sie sich selber helfen können, wenn sie noch nicht alle Kleinbuchstaben kennen.

Das Büchlein hat Din A5-Format, auf jeweils der linken Seite findet sich eine Möglichkeit zum Aus- oder Weitermalen eines Bildes, auf der jeweils rechten Seite steht der zugehörige Text.

Die Kinder können auf jeder Seite entscheiden, auf welcher von 2 angegebenen Seiten sie weiterlesen möchten. Es entstehen verschiedene Verläufe der Geschichte, je nachdem für welche Seite sich die Kinder entscheiden.

Der kleine Indianer erlebt, auf sich allein gestellt, eine Reihe von Abenteuern. Am Ende findet er seinen Vater, und alles geht gut aus.

Lust auf eine Leseprobe?

Du siehst vor dir
einen gefährlichen Bären.

Wenn du Angst hast
und auf einen Baum
kletterst, dann
lies weiter bei 13.

Willst du gegen
ihn kämpfen?
Dann lies weiter bei 15.

Empfohlen von Brigitte Gudat, Eschweiler,
beschrieben von Hanna Vock.

******************************************************************

15.4.09

Wo ist meine Schwester?

von Sven Nordqvist
Oetinger 2008
ISBN 978-3-7891-6940-3

Viele interessante, fein gezeichnete und kolorierte Wimmelbilder in großem Format. In die Bilder eingefügte Textblöcke, die die Bilder verständlicher machen und zum Suchen der Einzelheiten anregen.

Die Geschichte: Ein kleiner Mausejunge sucht seine große Schwester, mit der er spielen will, die aber verschwunden ist. Ein alter Mauseopa hilft ihm suchen – aber die Ideen, wo sie jetzt noch suchen könnten, kommen alle vom kleinen Bruder, denn er kann sich erstaunlich gut in die Eigenarten seiner Schwester einfühlen, er kennt viele ihrer Ideen und teilt sie dem Mauseopa mit (siehe Leseproben).

Immer neue Ort suchen sie auf, und am Ende finden sie die Schwester auch, aber bis dahin erleben die Beiden Unglaubliches und Skurriles und finden sich in wunderlichen Welten wieder. Nie vergisst aber der kleine Bruder sein Ziel, die Schwester zu finden. Sie ist in jeder Szenerie ganz klein vorhanden, wird aber von den beiden Suchenden erst am Ende zu Hause wiedergefunden.

Auch Erwachsene können an den verrückten, sehr detailreichen Szenerien der Geschichte ihre Freude haben.

Lust auf zwei Leseproben?

Sie sagt, sie will in einem hohen Haus in einer großen Stadt wohnen.Von dort oben will sie auf all die Tanten und Onkel, die unten herumstehen und nichts kapieren, Birnenbutzen und Tannenzapfen werfen. …

Sie hat es gern, wenn ihr andere beim Singen und Rumtoben zuschauen. Das sieht man ihr an. Dann ist sie irgendwie anders, so fröhlich und ein bisschen verrückt… Aber wenn jemand sie bittet zu singen, ist sie still. Dann bockt sie und geht weg und versteckt sich.

Empfohlen von Inge Förster,
beschrieben von Hanna Vock.

******************************************************************

21. 10. 08

Wer findet den Weg?

von Juliet und Charles Snape
Thienemann 2000
ISBN 103522432126

Ein wunderbares, großformatiges Buch, bestehend aus 12 verrückten Labyrinthen. Für Kinder, die es lieben nicht zu leicht ans Ziel zu kommen, sondern dem Reiz des Trickreichen unterliegen. Mit diesem Buch werden die Fantasie und das logische Denken herausgefordert. Auf jeder Seite finden wir ein neues Abenteuer für Piraten, Zauberer, Schatzsucher, Erdwichtel , Baumfeen oder Geisterjäger.

Beate Kroeger-Müller, Bonn

Beispiel:

Der kleine Pete ist ein Kind, das eine Begabung zum Mustererkennen, einen frühen Sinn für Systematik und einen früh und gut entwickelten Orientierungssinn zeigt. Er entdeckte das Buch mit 2;6 in der Bücherkiste und sah es sich immer wieder einmal an. Mit 2;11 hatte er die Aufgabenstellung voll erfasst und löste bis zu seinem 3. Geburtstag mit großer Freude und gemütlich auf dem Bauch liegend ein Labyrinth nach dem anderen.
Hanna Vock

******************************************************************

21. 10. 08

Geister, Monster und Gespenster

von Juliet und Charles Snape
Thienemann 2000
ISBN 352243286-x

Aus der gleichen Reihe wie das oben beschriebene Buch.

Hier finden die Kinder neun geheimnisvolle Umklapp–Labyrinthe, die zu einem wohligen Gruselschauer über den Rücken einladen. Wer hilft der verschwundenen Mumie, der Geistergondel, dem Phantom der Oper, oder dem Grafen Dracula? Viel Spaß beim Knobeln und Mitspuken! Hier kann man immer wieder neue Wege durch die Labyrinthe finden, die häufig gut verborgen und nicht offensichtlich sind.

Beate Kroeger-Müller, Bonn

******************************************************************

14. 8. 08

Die Torte ist weg!

Eine spannende Verfolgungsjagd
von Thé Tjong-Khing
Moritz Verlag 2006
ISBN 978 3 89565 173 1

Schöne, witzige doppelseitige Wimmelbilder.

Eine Torte wird von zwei Ratten gestohlen; daraufhin setzt eine wilde Jagd ein, parallel dazu geschieht Verschiedenes. Auf jeder neuen Doppelseite hat sich die Szenerie verändert, aber dieselben Akteure (Schweine, Affen, Frösche…) sind darin irgendwo wieder zu finden: Mal verfolgen sie ihre eigenen Ziele, mal beteiligen sie sich an der Jagd auf die Torte. Es geht natürlich gut aus!

Die zeitliche Entwicklung der einzelnen Handlungsstränge nachzuvollziehen und allmählich immer besser zu verstehen, ist eine geistige Herausforderung, „die mitwächst“.

Lust auf eine Leseprobe?

Hm ja, das Bilderbuch enthält gar keinen Text, man kann / muss alles selber denken… Aber die Bilder sind herrlich!

Hanna Vock

******************************************************************

14. 8. 08

Einstein mit der Geige

von Manfred Bofinger und Peter Tille

Eulenspiegel Verlag Berlin 2005
ISBN 3-359-01622-X

Ein kleines, feines Bilderbuch, das dem Zusammenhang von Raum und Zeit nachgeht. Albert Einstein wundert sich und denkt nach.

Er denkt:

Wenn die Sonne scheint, laufe ich zur Arbeit. An der Ecke fange ich an zu zählen …. Bei ZEHN komme ich an der Fleischerei vorbei. Ich fange nochmal an zu zählen… Erst wenn ich ZEHNMAL bis ZEHN gezählt habe, bin ich endlich da. …

Wenn es regnet, fahre ich mit dem Auto ….

Den Überlegungen Einsteins zu folgen, macht manchen hoch begabten Kindern Spaß. Es hat mit Einsteins Relativitätstheorie zu tun; aber das Buch ist so leicht, kindgerecht und spielerisch, dass einem das große Wort kaum dazu einfällt.

Hanna Vock, Bonn

***************************************************************

1. 11. 07

Kinderzeitschrift „Leserabe“

Ravensburger Verlag

Seit Juli 07 erscheint diese Zeitschrift alle zwei Monate.

 

Sie ist für Kinder gemacht, die gerade dabei sind, Lesen zu lernen. Im Rahmen einer Frühlesekultur im Kindergarten ist es bestimmt toll, wenn die Kinder, egal wie jung sie sind, ihre neuen Fähigkeiten auch an einer „eigenen“ Zeitschrift erproben können und dabei viel Interessantes erfahren.

Vor allem das zweimonatliche Neu-Auftauchen ihrer Zeitschrift ist für hoch begabte und besonders begabte Kinder immer wieder ein Anreiz zum Lesen (-Üben).

Es gibt verschiedenste übersichtliche Texte, Leserätsel, Bastelanleitungen, ein Lexikon und Anregungen zum Selber-Geschichten-Erfinden.

Also, nichts wie für die Kita abonnieren! Und den Eltern empfehlen.

Hanna Vock, Bonn

***************************************************************

01. 11. 07

Kinder fragen, Nobelpreisträger antworten

Bettina Stiekel (Hrsg.)
ISBN 3-453-19702-X

Warum ist der Pudding weich und der Stein hart?

Warum ist der Himmel blau?

Warum vergesse ich manche Dinge und andere nicht?

Was ist Liebe?

 

 

 

Diesen und noch 18 weiteren Fragen wird in dem 198-seitigen Buch ansprechend, anschaulich und mitunter einfühlsam nachgegangen von Nobelpreisträger aus den Sparten

Physik (Klaus von Klitzing, Gerd Binnig, Sheldon Glashow)

Chemie (John C. Polanyi, Mario J. Molina, Paul Crutzen, Robert Huber)

Wirtschaft (Daniel McFadden, Reinhard Selten)

Medizin (Richard J. Roberts, Eric Wieschaus, Günter Blobel, Erwin Neher, Christiane Nüsslein-Volhard)

Literatur (Kenzaburô Oe, Dario Fo)

Alternativ-Nobelpreis (George Vithoulkas)

Fields Medaillenpreisträger (Enrico Bombieri)

sowie Friedensnobelpreisträger (Shimon Peres, S.H. Dalai Lama, Eli Wiesel, Michail Gorbatschow).

Manche Beiträge sind leichter zu verstehen, andere wiederum schwerer. Dies ist ein Buch für Kinder im Schulalter, aber auch für Erwachsene, die Spaß daran haben, diesen Fragen nachzugehen, Auszüge oder ganze Kapitel mit Kindern zu lesen, ihnen vorzulesen oder ihnen darüber zu berichten, oder auch gemeinsam mit Kindern darüber zu philosophieren. Auf diesem Hintergrund ist es auch ein Buch für jüngere Kinder, sofern sie Erwachsene finden, die gemeinsam mit ihnen diesen Fragen nachgehen – und dabei vielleicht wiederum ganz neue Fragen entdecken.

Lust auf eine Leseprobe?

Warum ist der Pudding weich und der Stein hart? (von Klaus von Klitzing)

Mmmhhh, denkst du bestimmt, wenn du dir einen Löffel Pudding in den Mund schiebst: Überall breitet sich dieser wundervolle Vanillegeschmack aus. Von der Zungenspitze bis in den Bauch hast du plötzlich dieses wohlig-weiche Gefühl – nicht einmal kauen musst du. Ganz anders hingegen, wenn du beim Kuchenessen aus Versehen auf einen harten Zwetschgenkern beißt.

Was ist weich und was ist hart – und warum ist das so? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen wir uns als Physiker. Wir versuchen zu erklären, woher diese Eigenschaften der Gegenstände kommen. Das Tolle dabei ist, dass sich die ganze Welt, alles, was wir sehen und spüren, aus nur etwa hundert verschiedenen Bausteinen zusammensetzt….

Empfohlen von Barbara Teeke, Witten

***************************************************************

1. 11. 07

Stellaluna

von Janell Cannon

Äußere Form:

Relativ großes Bilderbuch, sehr klar strukturiert. Auf der einen Seite ist der umrahmte Text zu sehen, auf der anderen das Bild.

Hier handelt es sich um sehr kunstvolle, zarte Zeichnungen, sie zeigen das Wesentliche mit sehr viel Aussagekraft auf. Ein gedämpftes Blau ist vorherrschend auf den Bildern.

Inhalt:

Erzählt wird die Entstehung einer Freundschaft zwischen sehr unterschiedlichen Tieren, einem kleinen Flughund und jungen Vögeln. Freundschaft also, trotz vollkommen anderer Lebensweisen. Das Flughundjunge wird von der Mutter getrennt, fällt in ein Vogelnest. Hier versucht es sich an deren Lebensweise anzupassen, aber auch, den Vogeljungen etwas von seinen Fähigkeiten beizubringen. Lustig und spannend zu sehen, inwieweit die Annäherung gelingt.

Auf den Textseiten sind oben kleine Extrazeichnungen zu sehen. Es handelt sich hier um eine Parallelgeschichte, die erzählt, was mit der suchenden Mutter geschieht (nur zu entdecken für kleine Buchdetektive!).

Am Ende des Buches ist ein Sachtext angefügt, mit Informationen über die Lebensweise von Flughunden.

Einsatzmöglichkeiten:

  • – fürs Auge sehr ansprechend : > die Farbe Blau! <
  • – Gesprächsanlässe zu den Themen : Freundschaft, Anderssein, Toleranz
  • – Übertragungsmöglichkeiten auf die Menschen, unterschiedliche Kulturen oder Begabungen
  • – Sachkenntnisse über ein seltenes Tier, den Flughund.
  • – Was gibt es noch für eher unbekannte Tiere?

Ein wunderschönes und vielseitiges Buch !!

Empfohlen von Bärbel Hambloch.

******************************************************

1. 11. 07

Zahlenmärchen

von Ida Fleiß und Gert Mittring. Wagner Verlag.
ISBN 978-3-86683-133-9

Es gibt inzwischen etliche Bilderbücher, die sich mit dem Zahlenraum von 1 bis 10 befassen, den sich hoch begabte Kinder oft schon im zweiten und dritten Lebensjahr erobern. Dieses Buch greift weiter und höher und ist dementsprechend auch für Mathe-Spezis unter den älteren Vorschulkindern interessant.

Es ist ein Märchenbuch, das im Zahlenland spielt. Die Kinder werden von Gert, dem Weltrekordler im Kopfrechnen, zu einem interessanten Ausflug eingeladen. (Der Mitautor Dr. Dr. Gert Mittring ist tatsächlich mehrfacher Weltmeister im Kopfrechen.)

Sie besuchen die Zahlenklinik, die Zeichenfabrik, das Café mit Ziffernkaffee und Wurzeltorte, sie fahren nach Neunerstadt und besuchen dort das Zahlenmuseum und schließlich gelangen sie noch zur Zahlenhöhle.

Während der Zugfahrten von Ort zu Ort hören sie spannende Märchen:

Die Zahlenspinne

Wie die Drei liebe Freundinnen fand

Der verliebte Dino

Das Märchen vom König Teilbarkeit dem Zweiten

Das Geheimnis der tanzenden 8

Der Träumeverkäufer

Der Teufel und die Zahlenhexe

Das Märchen von der schlauen 5

… und immer geht es um Zahlen.

Jedes Märchen kann für sich (vor)gelesen werden, ebenso jede Station auf der Reise. So können sich Kinder den Inhalt des Buches auch nach und nach erschließen.

Ein Buch für Kindergarten- und Grundschulkinder, die Zahlen als Freunde betrachten und sich aus eigenem Antrieb viel mit ihnen befassen.

Lust auf eine Leseprobe?

Das Märchen vom König Teilbarkeit dem Zweiten

… Dieser König liebte es, seine Untertanen, die Zahlen, in verschiedene Gruppen einzuteilen … Schon sein Vater, König Teilbarkeit der Erste, fand heraus, dass man alle Zahlen in zwei Gruppen einteilen kann: in gerade und in ungerade. Er nannte alle die, die sein Diener 2 teilen konnte, die geraden Zahlen. Alle übrigen, die sein Diener 2 nicht teilen konnte, nannte er ungerade Zahlen. Das galt bis zu seinem Tod so. Auch heute ist es noch so. Aber er verstarb, bevor er noch weitere Teilungen vornehmen konnte.

Nach seinem Tode bestieg sein Sohn, König Teilbarkeit der Zweite, den Thron und setzte die Arbeit seines Vaters fort. Er nahm sich drei weitere Diener, die 3, die 5 und die 7, und schickte sie durch das ganze Land, damit sie die ungeraden Zahlen zu teilen versuchten. Und tatsächlich! Seine Diener waren erfolgreich! …

Empfohlen von Hanna Vock.

******************************************************************

1. 11. 07

Gute Nacht, Gorilla

von Peggy Rathmann

Inhalt:

Der Zoowärter macht seine Runde im Zoo, sagt den Tieren “Gute Nacht”. Der kleine, freche Gorilla stibitzt den Schlüsselbund für die Käfige (die verschiedene Farben haben).

Der Gorilla schleicht dem Zoowärter Joe hinterher, lässt nacheinander alle Tiere frei, die ihm heimlich bis zum Haus des Wärters folgen. Joe legt sich neben seine Frau, die ihm eine “Gute Nacht” wünscht und sich in der Dunkelheit über die vielen Antworten wundert.

Die nächste Seite zeigt schwarze Dunkelheit, nur die erstaunten Augen von Joe’s Frau sind zu sehen. Auf dem nächsten Bild ist das Licht wieder an. Sie bringt die Tiere zurück in den Zoo. Der kleine Gorilla lässt sich allerdings nicht abschütteln, er bedeutet dem Leser, nichts zu verraten. Am Ende schlummert er in der Mitte des Bettes.

Einschätzung:

Dies ist ein Buch zum Spaß haben, es wird viel gelacht beim Vorlesen !

Kleinigkeiten sind zu entdecken, zum Beispiel:

  • farbige Schlüssel passen zu den entsprechenden Käfigen,
  • eine kleine Maus ist auf jedem Bild zu finden,
  • auf dem Nachttisch steht ein Foto des Nachtwächterpaares, auf dem auch der Gorilla zu sehen ist.

Gerade auf Grund der minimierten Sprache ist das Buch sehr förderlich für den Sprachgebrauch. Die Kinder erzählen sehr gerne, was sie auf den Bildern erkennen. Bald ‘lesen’ sie sich die Geschichte gegenseitig vor. Die Lust am Sprechen und Entdecken wird hier angeregt.

Auch wird für die Erzieherin gut deutlich, wie der Sprachschatz des Kindes einzuordnen ist.

Empfohlen von Bärbel Hambloch.

******************************************************************