Alle Kindernamen wurden verändert.

Beispiele von Hanna Vock, Bonn

Es wird ein Bilderbuch betrachtet. Darin ist zu sehen, wie ein Vater einen Stall für das neu gekaufte Kaninchen baut. Sein Kind sieht dabei zu.

Marei (3;0) äußert sich:

„Das will doch aber da raus!“ Auf die Nachfrage: „Du würdest das Kaninchen nicht da reinsetzen?“ sagt Marei: „Nein… Bei Inka im Kindergarten haben sie auch ein Kaninchen und der Zaun ist zu hoch.“


Katja (4;10) hat sich eine neue Tonkassette mit Kinderliedern angehört. Auf die Frage, wie sie ihr denn gefallen hat, sagt sie (nachdenklich):

„Na, Erwachsene könnten die wohl schön finden.“

– „Und du?“

– „Nee, ich finde sie blöd.“

Datum der Veröffentlichung: 10.9.09

Beispiel von Brigitte Gudat, Eschweiler

Vor Jahren besuchte Joshua unsere Einrichtung. Wenn ihn etwas begeisterte – und ihn begeisterte Vieles -, dann sprach er so schnell, dass man sich konzentrieren musste, um alles genau verstehen zu können. Wenn er sich mit etwas beschäftigte und er dies mitteilen wollte, musste man ihm zuhören, ansonsten reagierte er verärgert oder quengelig. Ich lernte darauf einzugehen, auch um danach wieder in Ruhe arbeiten zu können.

Kolleginnen hatten anfangs kein Verständnis dafür, sondern sahen darin eine Bevorzugung des Jungen. Diese Kolleginnen beachtete er teilweise gar nicht, er zeigte ihnen gegenüber kaum Respekt und äußerte dies auch.

Datum der Veröffentlichung: 10.9.09