von Barbara Teeke

 

Die im Folgenden aufgeführten Standards ergeben sich aus meinem Anspruch an die Durchführung einer mehrdimensionalen und fundiert durchgeführten Diagnostik sowie aus meinen Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Sie haben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, was heißen will, dass die aufgeführten Kriterien nicht zum festgelegten Standard eines jeden Testleiters/einer jeden Testleiterin zu zählen oder einzufordern sind. Vielmehr sind hier die Eltern aufgefordert, sich zunächst in einem Gespräch mit den Personen, von denen sie eventuell ihr Kind testen lassen wollen, über den Testablauf, die Durchführung und über die Ausrichtung der Institution und der Testleiter zu informieren.

 

… kurz gefasst …

Wenn sich Eltern für die Durchführung einer Begabungsdiagnostik entscheiden, empfiehlt es sich, dass sie bereits im Vorfeld bei dem ersten Kontaktgespräch mit dem Testleiter/der Testleiterin einige Punkte in Erfahrung bringen und für sich klären. Dazu zählen u. a., ob das Vorgespräch, die Durchführung, Auswertung sowie das Abschlussgespräch von ein und derselben Person durchgeführt wird.

Es ist hilfreich für die Akzeptanz möglicher unterstützender Maßnahmen, die im Abschlussgespräch diskutiert werden sollten, wenn Eltern im Vorfeld die Haltung des Testleiters/der Testleiterin zum Thema Hochbegabung sowie deren Erfahrungen im Umgang mit hoch begabten Kindern kennen.

Danach sind die Eltern aufgefordert zu entscheiden, ob das Gehörte ihrer eigenen inneren Haltung entspricht, ob es zu ihrer Fragestellung, ihren Vorstellungen und ihrem familiären Hintergrund passt.

Die Auswahl der Testinstitution

Bei der Auswahl einer Institution bzw. eines Testleiters/einer Testleiterin sollten die Eltern in einem Gespräch in Erfahrung bringen

  • ob die Testleiterin/der Testleiter mit dem Thema Hochbegabung vertraut ist,
  • ob die Testleiterin/der Testleiter im Umgang mit hoch begabten Kindern vertraut ist,
  • welche Haltung die Testleiterin/der Testleiter gegenüber dem Thema Hochbegabung hat,
  • ob die Testdurchführung, die Auswertung und das Abschlussgespräch von ein und derselben Person durchgeführt werden.

Fragen Sie ruhig beharrlich nach.

Es ist für die Testung hoch begabter Kinder wichtig, dass die Testleiterin/der Testleiter mit dem Thema Hochbegabung sowie mit den Kindern vertraut ist. Hoch begabte Kinder benötigen eine besondere Art der Kontaktaufnahme. Sie erwarten, anders – nämlich ihrem Entwicklungsstand angemessen – angesprochen zu werden, und sie benötigen eine schnellere Vorgehensweise.

Eine positive Einstellung zum Phänomen Hochbegabung ist wichtig für den Umgang mit den Kindern und darüber hinaus entscheidend für das abschließende Fördergespräch und die Auswahl geeigneter Fördermaßnahmen.

Das Vorgespräch, die Testdurchführung, Auswertung und das Führen des Abschlussgespräches mit den Eltern sollte unbedingt von einer Person durchgängig geleistet werden. So gehen wichtige Begleitbeobachtungen (zum Beispiel zur Arbeitshaltung des Kindes, zu seiner Aufmerksamkeit, Offenheit, Ausdrucksweise, Körperhaltung) nicht verloren, sondern können in das Abschlussgespräch einfließen.

Das erste Gespräch mit den Eltern

Unverzichtbar vor der Durchführung der Diagnostik ist das persönliche Gespräch mit den Eltern. Dieses Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen zwischen Eltern und Testleitung sowie der Erhebung von Daten, die das Kind betreffen. Dazu zählen u. a. der Anlass der Diagnostik, der Verlauf der Schwangerschaft, die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum jetzigen Zeitpunkt, Beobachtungen der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte in Kindergarten und /oder Schule sowie des näheren Umfeldes, der Verlauf des Kindergarten- bzw. Schulbesuchs einschließlich der aktuellen Situation, Aktivitäten des Kindes nach dem Kindergarten- und Schulbesuch, der biologische Rhythmus des Kindes und anderes mehr.

Wenn es sich um jüngere Kinder handelt, sind diese bei dem Erstgespräch nicht anwesend. Ich bin der Meinung, dass es für das Kind sehr unangenehm sein kann, wenn über es gesprochen wird, während es dabeisitzt. Außerdem bringen Eltern mitunter Themen zur Sprache, die eine Belastung für das Kind darstellen können und wenig für es geeignet sind (z.B. Sorgen und Ängste der Eltern oder Konflikte der Eltern untereinander).

Auch in einer Testsituation sind Takt und Respekt vor dem Kind selbstverständlich!

Handelt es sich um Jugendliche, die getestet werden sollen, wird in dem ersten Telefonat mit den Eltern abgeklärt, ob der Jugendliche an dem Erstgespräch beteiligt sein soll. Sollten Eltern dies wünschen, wird mit ihnen vereinbart, dass das Gespräch mit dem Jugendlichen geführt wird und die Eltern die Bereiche einbringen, zu denen der Jugendliche keine Auskunft geben kann (Schwangerschaft, Entbindung, die ersten Lebensjahre). Das Ansprechen von Konflikten mit dem Jugendlichen oder von Problemen, die er hat und nicht von selbst in dem Erstgespräch zu Sprache bringt, ist von den Eltern in dieser Situation zu unterlassen. Ist es für die Diagnostik von Bedeutung, dass der Testleiter auch über diese Bereiche informiert wird, wird ein zweiter Gesprächstermin nur mit den Eltern vereinbart.

Die Gründe für den Wunsch nach Diagnostik klären

Es sollte immer vor der Testung abgeklärt werden, welches die Gründe für die Diagnostik sind. In einem Gespräch mit den Eltern und der Testleitung sollten mögliche Gründe im Erstgespräch erörtert werden:

  • Wer oder was gab den Anstoß?
  • Was soll getestet werden und warum?
  • Was wird von der Diagnostik erwartet?
  • Wozu wird das Ergebnis benötigt?
  • Inwieweit hat ein Ergebnis, gleich welcher Art, Auswirkungen auf das Kind, auf die Familie, auf das weitere Umfeld des Kindes?

Welche Informationen sind vorab für das Kind wichtig?

Wie wird das Kind / der Jugendliche auf die Testung vorbereitet?

Es empfiehlt sich sehr, diesen Punkt in dem Erstgespräch mit den Eltern zu klären. Oftmals fragen schon die Eltern, was sie ihrem Kind sagen und wie sie es vorbereiten sollen.

Was dem Kind gesagt wird und in welcher Form dies geschieht, ist abhängig vom Alter des Kindes und davon, was das Kind im Vorfeld schon von den Eltern zur Testung erfahren hat.

Kommen Jugendliche zu mir zur Diagnostik, so wissen diese in aller Regel, warum sie getestet werden und haben eine, wenn auch mitunter diffuse, Vorstellung davon. Hier ist es wichtig, offen die Fragen gemeinsam mit dem Jugendlichen zu erörtern.

Bei jüngeren Kindern spreche ich niemals von einer Testung. Ihnen erkläre ich, dass wir gemeinsam verschiedene Aufgaben bearbeiten, und gehe im Weiteren näher auf die Aufgaben ein. Dies sage ich auch den Eltern im Vorgespräch, um zu begünstigen, dass das Kind von ihnen die gleichen Informationen bekommt.

Bei den jüngeren Kindern empfiehlt es sich, sparsam mit Informationen umzugehen und ihnen nur die Informationen zu geben, die sie benötigen oder durch Rückfragen einfordern. In der Regel genügt es, dem Kind zu sagen, dass die Eltern bemerkt haben, dass es schon sehr viel weiß. Daher fahren die Eltern nun mit ihrem Kind zu Herrn oder Frau XY um herauszufinden, was es denn tatsächlich schon alles kann.

Findet die Testung in der Zeit des Einschulungsprozesses statt, kann hierzu eine Verbindung geschaffen werden, vorausgesetzt, das Thema Einschulung wird von dem Kind positiv besetzt.

Die Auswahl der Testverfahren

Die im Einführungsgespräch mit den Eltern gewonnenen Informationen dienen auch dazu, eine geeignete Auswahl der Testverfahren zu treffen.

Machen wir auch keinen Babykram?

Hierbei orientiert sich die Auswahl an dem Alter des Kindes, dem Anlass und der Fragestellung sowie an der Disposition des Kindes.

Mitunter kommt es vor, dass bei einem Kind nicht nur die Frage nach dem Bestehen einer möglichen höheren Begabung im Vordergrund steht. Darüber hinaus kann es sein, dass Eltern, Kindergarten oder Schule bei dem Kind Probleme in der Feinmotorik, Unsicherheiten in der Handprävalenz oder Konzentrationsschwierigkeiten beobachten.

Im Vorfeld wird dann eine Auswahl möglicher Testverfahren getroffen, wobei die tatsächliche Auswahl dann während des näheren Kennenlernens des Kindes festgelegt wird.

Zur Erklärung:

Bei einem Kind, das aufgeschlossen zum Testtermin erscheint, sehr eifrig, motiviert und konzentriert über die Dauer von zwei Stunden die Aufgaben bearbeitet, wobei es in angemessener Körperhaltung und –aktivität am Tisch sitzt, wäre es unsinnig, einen speziellen Konzentrationstest zusätzlich durchzuführen.

Hier stellt sich eher die Frage, warum es dem Kind in bestimmten Situationen nicht möglich ist, ein ebensolches konzentriertes Arbeiten zu zeigen.

Gesund und ausgeruht muss sein!

Vorausgesetzt wird, dass das Kind gesund und ausgeruht zur Diagnostik erscheint.

Die Termine mit dem Kind finden in aller Regel vormittags statt. Dadurch soll angestrebt werden, dass das Kind ausgeruht arbeiten kann und dass es keine aktuellen negativen Erlebnisse in der Schule oder im Kindergarten erfahren hat. Natürlich sollte auch die Morgengestaltung in der Familie für das Kind entspannt verlaufen.

Einschränkend hierzu sollte erwähnt werden, dass der Biorhythmus des Kindes in die Terminplanung einbezogen werden sollte. Manche Kinder können sich viel besser zum Nachmittag hin konzentrieren, nachdem sie sich den Tag über austoben konnten. Dies allerdings auch unter der Berücksichtigung, Negativ- oder Frusterlebnisse möglichst auszuschließen.

Der Anspruch, das Kind in der Diagnostik gesund zu erleben zieht mit sich, dass es vorkommen kann, dass auch sehr kurzfristig Termine abgesagt werden. Um Hemmungen bei den Eltern zu vermeiden und um eine optimale Testsituation zu schaffen, werden die Eltern im Vorgespräch bereits darauf hingewiesen.

Die Testung erfolgt an zwei verschiedenen Tagen.

Die Durchführung unterschiedlicher, sinnvoll sich ergänzender Testverfahren an zwei verschiedenen Tagen ermöglicht ein differenzierteres Bild über das Kind/den Jugendlichen zu gewinnen.

Es ist für eine fundiert durchgeführte Begabungsdiagnostik unerlässlich, möglichst viele und vielschichtige Informationen und Beobachtungsergebnisse über das Kind zusammentragen zu können. Oftmals sind Kinder beim zweiten Treffen wesentlich offener und entspannter, weil sie mit der Situation, den Räumlichkeiten und der Person der Testleiterin/des Testleiters vertraut sind. All diese wichtigen Informationen durch Beobachtungen und durch das Gespräch mit dem Kind würden bei nur einem Termin wegfallen.

Mitunter kann es gerade bei jüngeren Kindern der Fall sein, dass zwei Termine nicht ausreichen. Gründe hierfür können sein, dass das Kind eine längere Zeit braucht, um “anzukommen“, um sich in die Situation hineinzufinden und einen positiven und vertrauensvollen Kontakt zu der Testleiterin/zu dem Testleiter aufzubauen.

Es kann der Fall sein, dass es sich nicht gut konzentrieren kann und die anberaumte Zeit trotz des Einschiebens von Pausen zu lang für es ist. Vielleicht tun sich im Verlaufe der Testung weitere Bereiche auf, die einer Abklärung bedürfen und den Einsatz zusätzlicher Tests, Gespräche und Beobachtungen erforderlich machen.

Vielleicht hat das Kind aber auch nur einen “schlechten Tag“ erwischt. Um ihm ein nachhaltig positives Erlebnis zu vermitteln kann es dann sinnvoll sein, gemeinsam etwas zu spielen (auch dadurch ergeben sich vielfältige Beobachtungen) und die Testung auf den nächsten (zusätzlichen) Termin zu verlegen.

Die Testung als positives Erlebnis

Die Durchführung sollte dem Kind Spaß machen und positiv verstärkend wirken.

Hierbei spielen zwei Aspekte eine wichtige Rolle:

zum einen ist die Eins-zu-Eins-Situation nicht zu unterschätzen. Das Kind hat für die Dauer von etwa zwei Stunden eine Person für sich, die auf es eingeht, ihm zuhört und ganz für es da ist.

Zum anderen wird es in die – manchmal für das Kind ungewöhnliche und oft vermisste – Situation gebracht, endlich einmal “loslegen“ und zeigen zu können, was in ihm steckt. Es erlebt, wie es sich anfühlt, viele reizvolle und schwierige Aufgaben lösen zu können. Es macht die Erfahrung, auch einmal etwas noch nicht zu wissen, was aber durch eine gut geführte Begleitung positiv erfahren und als Ansporn gesehen werden kann.

Das Bearbeiten der Testaufgaben macht vielen Kindern großen Spaß.

Zum Ende einer jeden Testeinheit erhält das Kind ein positives Feedback, das an den Aufgaben anknüpft, die es gut lösen konnte und deren Bearbeitung ihm Spaß machten.

Dieses positive Erleben ist keinesfalls zu unterschätzen und hat mitunter durchaus schon therapeutische Wirkung. So kommt es nicht selten vor, dass Eltern nach einer Testeinheit oder nach dem Abschluss der gesamten Diagnostik die Rückmeldung geben, dass sie ihr Kind wesentlich fröhlicher, ausgeglichener und “geerdeter“ erleben.

Zwei Beispiele seien hier genannt:

– Ein fünfeinhalbjähriger Junge wurde von seiner Mutter zur Testung gebracht.

Anlass: Er wirke so oft so unzufrieden, unausgeglichen, missmutig, sei sehr lebhaft, würde im Kindergarten oft stören und könne sich nur sehr schwer alleine beschäftigen.

Während der Testung wurde dieser Junge als ein Kind erlebt, das sehr aufmerksam beobachtete, über eine sehr schnelle Auffassungsgabe verfügte, sehr schnell und auf hohem Niveau die Aufgaben umsetzen und bearbeiten konnte und dabei zügig und dennoch gewissenhaft arbeitete.

Zwei Tage nach der ersten Testeinheit rief mich die Mutter an und meinte, sie habe ihren Sohn das erste Mal glücklich und auf zufriedene Weise erschöpft erlebt. Er sei auf der Rückfahrt im Auto eingeschlafen (was er sonst nie täte), habe zu Hause zu Mittag gegessen und sei dann in sein Zimmer gegangen und habe fröhlich für sich gespielt, wobei sie ihn singen hörte. Auch den nächsten Tag habe sie ihn sehr ausgeglichen erlebt, und er habe gesagt, dass er sich auf das nächste Treffen freue.

– Ein vierzehnjähriges Mädchen kam zur Testung.

Der Anlass waren unter anderem: Schulunlust, wenig Motivation die Hausaufgaben zu erledigen, keine guten schulischen Leistungen, Unsicherheit in der Selbsteinschätzung, häusliche Konflikte.

Die Testung ergab ein Leistungsprofil, das überwiegend im überdurchschnittlichen bis hohen Bereich lag.

In dem Abschlussgespräch, das – nach Absprachen mit den Eltern – gemeinsam mit dem Mädchen geführt wurde, wurde ihm dieses Profil veranschaulicht, und die Stärken wurden deutlich thematisiert. Das Mädchen war sehr überrascht, dass es tatsächlich über sehr gute Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügte, was ihm auch von “objektiver“ Seite nun bestätigt wurde.

Ein dreiviertel Jahr später rief mich die Mutter des Mädchens an und berichtete, dass sich nach dem Abschlussgespräch die Haltung ihrer Tochter zunehmend und deutlich gewandelt habe. Mittlerweile sei sie eine sehr gute Schülerin und erhielte Noten, die – neben anderen – auch im Einser- und Zweier-Bereich liegen.

Mit diesen Beispielen möchte ich nicht den Anschein erwecken, die Durchführung einer Begabungsdiagnostik sei Allheilmittel für alle emotionalen oder sozialen Auffälligkeiten und für alle schulischen Probleme.

Die häuslichen Konflikte des Mädchens bestehen nach wie vor und bedürfen sicherlich einer intensiven Begleitung.

Dennoch stehen diese Beispiele stellvertretend für die Rückmeldungen einiger weiterer Eltern.

Das Auswertungsgespräch

Nach der Durchführung und Auswertung werden die Testergebnisse gemeinsam mit den Eltern besprochen.

Wie schon eingangs erwähnt, ist es wichtig, dass das Abschlussgespräch von der Person geführt wird, die das Vorgespräch mit den Eltern sowie die Testung mit dem Kind durchgeführt hat.

In dem ausführlichen Abschlussgespräch wird den Eltern dargestellt, wie und mit welchem Ergebnis ihr Kind die einzelnen Aufgaben bearbeitet hat. Hier fließen auch Beobachtungen bezüglich der Konzentrationsfähigkeit, der Arbeitshaltung, des Aufgabenverständnisses, der Motivation, der Körperhaltung sowie – nach Absprache mit dem Kind – auch Aussagen des Kindes ein.

Danach sind im Dialog mit den Eltern eventuelle Fördermöglichkeiten und Hilfen zu diskutieren.

Hier wird ausdrücklich Wert darauf gelegt, den Eltern keinen Maßnahmenkatalog vorzulegen, bei dem die Eltern feststellen, dass er überhaupt nicht zu ihrer Familie, zu ihren finanziellen Möglichkeiten und ihrem Zeitmanagement passt.

Vielmehr trägt das gemeinsame Erarbeiten von begleitenden und unterstützenden Möglichkeiten dazu bei, dass diese von den Eltern angenommen und mitgetragen werden und somit dem Kind zugute kommen.

An erster Stelle steht das Kind und somit sind Dinge, von denen das Kind möchte, dass diese vertraulich behandelt werden, auch nur mit dessen Einverständnis weiterzugeben.

Das abschließende Gutachten

In einem abschließenden Gutachten – sofern ein solches von den Eltern gewünscht wird – sollten sich auch die Stimmungen, Befindlichkeiten, Reaktionen, Verhaltensweisen des Kindes und weitere Beobachtungen wieder finden.

Das Gutachten sollte folgende Bereiche beinhalten:

  • Anlass der Untersuchung
  • Entwicklung und gegenwärtige Situation des Kindes
  • Untersuchungssituation
  • Darstellung der ausgewählten Testverfahren
  • Beschreibung und Interpretation der Testergebnisse sowie der begleitenden Beobachtungen
  • Empfehlungen

Siehe auch: Begabungsdiagnostik – was ist das?

Siehe auch: Mögliche Gründe für die Durchführung einer Begabungsdiagnostik

Siehe auch: Gedanken, Sorgen, Ängste von Eltern und pädagogischen Fachkräften im Zusammenhang mit einer Testung

Barbara Teeke ist Erzieherin und Diplom-Sozialpädagogin mit Ausbildung in pädagogisch-psychologischen Testverfahren. Sie führt Begabungsdiagnostik durch (in einer Praxis in Witten) und arbeitet als freie Mitarbeiterin, Kursleiterin und Referentin am IHVO Bonn.
E-Mail: teeke@ppos.de


Datum der Veröffentlichung: 5.5.07
Copyright © Barbara Teeke 2006, siehe Impressum.