Ich spiele seit Jahren mit wenig Geld. Wer «spiel casino» in die Suchmaske tippt, landet schnell bei Angeboten mit grossen Zahlen und bunten Bannern, mich interessiert aber vor allem, wie weit ein Zehner oder ein Zwanziger wirklich reicht und wo im Kleingedruckten die Haken stecken.
Mein Monatsbudget fürs Casino liegt meistens bei 50 Franken. Mehr gebe ich nicht aus, und dieses Geld ist für mich von Anfang an weg, so wie ein Kinoabend. Ich rechne lieber zweimal, bevor ich auf «Einzahlen» drücke.
Ob ich mir ein bekanntes Haus anschaue oder eine Seite wie bahigo casino schweiz, ich prüfe immer zuerst dasselbe: Steht dahinter eine Schweizer Konzession, ja oder nein? Davon hängt mehr ab als von jedem Bonus.
Die Rechtslage in der Schweiz
Hier ist die Sache ziemlich klar. Online-Casinospiele sind in der Schweiz nur bei Schweizer Spielbanken legal, die eine Online-Erweiterung ihrer Konzession für ein Casino an Land erhalten haben. Grundlage dafür ist das Geldspielgesetz (BGS), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, und vorher war Online-Glücksspiel hierzulande grundsätzlich verboten.
Für die Casinospiele ist die ESBK zuständig, also die Eidgenössische Spielbankenkommission. Lotterien, Sportwetten und viele Grossspiele beaufsichtigt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht. Wer bei Mycasino oder Swiss4Win spielt, ist bei einem konzessionierten Anbieter, und genau solche Namen suche ich zuerst.
Ausländische Seiten werben oft mit deutlich grösseren Boni. Das klingt für einen Sparfuchs wie mich verlockend, ist es aber nicht, denn die ESBK sagt offen, dass sie den Zugang zu nicht bewilligten Online-Angeboten sperrt, und diese Netzsperren treffen genau solche Anbieter. Wenn dort etwas mit einer Auszahlung schiefgeht, steht man in der Schweiz ohne Ansprechpartner da.
Ein Punkt gefällt mir besonders gut. Gewinne aus bewilligten Spielen sind in der Regel bis CHF 1 Million steuerfrei, erst darüber werden Einkommenssteuer und Verrechnungssteuer fällig. Bei meinen Einsätzen ist das zwar eher Theorie, aber es zeigt, warum ich beim legalen Angebot bleibe.
Mindesteinzahlung im Rechenbeispiel
Jetzt wird gerechnet. Die genaue Mindesteinzahlung steht bei jedem Casino in den Bedingungen, ich nehme für mein Beispiel einfach einmal 10 Franken an, weil das eine runde Zahl ist und zu meinem Budget passt.
Mit 10 Franken und einem Einsatz von 10 Rappen pro Dreh komme ich auf 100 Spins. Setze ich 20 Rappen, sind es nur noch 50 Spins, und bei 50 Rappen ist nach 20 Drehungen Schluss, wenn nichts zurückkommt. Der Einsatz pro Spin entscheidet also viel stärker über die Spielzeit als die Höhe der Einzahlung.
In der Spielinfo der meisten Slots steht ein Rückzahlungswert. Nehmen wir für die Rechnung 96 Prozent an. Bei 100 Spins zu 10 Rappen setze ich insgesamt 10 Franken um, und im langen Durchschnitt bleiben davon etwa 40 Rappen beim Casino hängen. In einer kurzen Runde schwankt das natürlich stark, mal ist nach 30 Drehungen alles weg, mal bin ich nach einer Stunde noch im Plus.
Mein Fazit dazu ist einfach: Eine kleine Einzahlung reicht für einen ordentlichen Abend, solange ich klein setze.
Der Umsatz hinter Bonusgeld
Beim Bonus werde ich misstrauisch. Fast jedes Bonusgeld kommt mit einer Umsatzbedingung, auf Englisch Wager genannt, und die heisst ganz simpel: Bevor ich Bonusgeld oder Gewinne daraus auszahlen kann, muss ich einen bestimmten Betrag durch die Spiele schicken.
Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Angenommen, ich bekomme 10 Franken Bonus mit 30-fachem Umsatz, dann muss ich 300 Franken einsetzen, bevor auch nur ein Rappen davon auf mein Konto darf. Bei 96 Prozent Rückzahlung verliere ich auf diese 300 Franken im Schnitt etwa 12 Franken, also mehr, als der Bonus überhaupt wert war.
Das ist der Teil, den viele überlesen. Bei Freispielen ist es oft ähnlich gelagert, denn die Gewinne daraus landen häufig zuerst als Bonusgeld auf dem Konto und unterliegen wieder einem Umsatz. Ich lese deshalb immer nach, welche Spiele zum Umsatz zählen, wie lange die Frist dauert und ob es einen Höchsteinsatz pro Dreh gibt, solange der Bonus aktiv ist.
Manchmal lehne ich einen Bonus ganz bewusst ab. Mit echtem Geld ohne Bedingungen kann ich jederzeit aufhören und mir den Rest auszahlen lassen, und diese Freiheit ist mir bei kleinen Beträgen mehr wert als ein paar Franken extra!
Kleines Budget, lange Abende
Mein wichtigster Trick ist langweilig, funktioniert aber. Ich teile die 50 Franken im Monat in mehrere Abende auf, meistens fünf Mal zehn Franken, und was an einem Abend weg ist, hole ich nicht am selben Abend zurück.
Für die Einzahlung nehme ich am liebsten TWINT. So kann ich genau den Betrag schicken, den ich für diesen Abend eingeplant habe, und sehe ihn danach in der App sauber aufgelistet. PostFinance geht ebenfalls gut, wenn man gern alles über das eigene Konto laufen lässt, und mit der Kreditkarte bin ich zurückhaltend, denn da merke ich die Ausgaben erst Wochen später auf der Abrechnung.
Beim Spielen selbst setze ich mir eine Gewinngrenze. Verdopple ich meine zehn Franken, lasse ich mir die Hälfte auszahlen und spiele höchstens mit dem Rest weiter. Das klingt kleinlich, aber genau so bleibt am Monatsende manchmal etwas übrig.
Slots mit sehr hohen Schwankungen meide ich mit kleinem Budget. Die versprechen riesige Treffer, lassen einen aber oft lange leer ausgehen, und mit zehn Franken überstehe ich solche Durststrecken schlicht nicht. Lieber spiele ich ruhigere Automaten, bei denen kleinere Gewinne öfter kommen und das Guthaben länger hält.
Limits und Spielsperre
Hier zeigt sich, was die Schweizer Regeln wert sind. Bei konzessionierten Anbietern muss das Spielerkonto Höchstgrenzen für Einsätze pro Tag, Woche oder Monat verlangen, und ich stelle mein Monatslimit gleich bei der Anmeldung auf genau 50 Franken ein.
Man kann zusätzlich eine Abkühlpause einlegen oder sich für ganze Spielkategorien sperren. Wer merkt, dass ihn etwa Live-Tische zu schnell zu hohen Einsätzen verleiten, blockiert einfach diese Art von Spiel und behält den Rest.
Reicht das nicht, gibt es die Spielsperre. Konzessionierte Casinos müssen an das nationale Sperrsystem angeschlossen sein, und eine freiwillige Selbstsperre lässt sich direkt beim Casino beantragen, persönlich oder schriftlich mit einer Kopie eines gültigen Ausweises. Sie gilt in der ganzen Schweiz für Casinospiele an Land und online, für Lotterien und Sportwetten und für Online-Geschicklichkeitsspiele.
Eine Selbstsperre lässt sich frühestens nach drei Monaten wieder aufheben. Daneben gibt es Sperren, die verhängt werden, wenn jemand überschuldet ist, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder mehr verspielt, als Einkommen und Vermögen hergeben, und ebenso dann, wenn eine Spielsucht bekannt ist oder aufgrund einer Meldung einer Fachstelle oder Sozialbehörde angenommen werden muss.
Die Zahlen zeigen, dass das kein Randthema ist. Laut einer Quelle kamen in einem einzigen Jahr 18'216 neue Sperren dazu, und rund 40 Prozent davon waren freiwillig. Ich finde das ehrlich gesagt beruhigend, denn es zeigt, dass viele die Bremse ziehen, bevor es teuer wird.
Für mich bleibt das Casino ein günstiges Hobby, solange die Rechnung stimmt. Kleine Einsätze, ein festes Limit und ein konzessionierter Anbieter sind meine Grundregeln, und wenn der Spass in Druck umschlägt, ist die Selbstsperre der richtige Schritt!