Digitale Spiele und reale Förderung: Balance für Vorschulkinder

Laut Deutschem Jugendinstitut haben 62 % der Eltern hoch begabter Vorschulkinder Probleme, die Balance zwischen digitalen Spielen und realer Förderung zu finden. Da Kinder im Schnitt rund 47 Minuten täglich vor Bildschirmen verbringen (KIM-Studie 2022), untersucht die Redaktion in dieser Analyse den Einfluss digitaler Angebote und spricht mit Expertinnen und Eltern über gesunde Grenzen.

Digitale Reize sind allgegenwärtig. Während Lern-Apps oder interaktive Spiele durchaus pädagogisches Potenzial haben, gibt es auch Plattformen, die vor allem Unterhaltung und Spannung bieten. Ein Beispiel ist das Goldenstar Casino, das zeigt, wie stark digitale Spielelemente auf Motivation, Belohnung und Risikobereitschaft wirken können. Auch wenn solche Angebote für Erwachsene konzipiert sind, machen sie deutlich, wie leicht Kinder durch visuelle Reize und schnelle Belohnungssysteme fasziniert werden können. Medienpädagogen weisen darauf hin, dass Eltern dies berücksichtigen sollten, wenn sie ihre Kinder mit digitalen Geräten spielen lassen.

Laut einer Studie des Medienforschungsinstituts JFF in München verbringen hoch begabte Vorschulkinder im Schnitt mehr Zeit mit digitalen Inhalten als Gleichaltrige – rund 45 Minuten täglich im Vergleich zu 30 Minuten. Der Grund: Sie sind oft schneller von komplexen Inhalten begeistert und verstehen Spielprinzipien rascher. Doch Fachleute warnen davor, diesen Vorsprung ausschließlich über digitale Kanäle zu fördern. „Gerade hoch begabte Kinder brauchen reale Erfahrungen, um ihr Potenzial ganzheitlich zu entfalten“, betont Dr. Ulrike Sommer, Kinderpsychologin aus Köln.

Eltern wie Martin und Claudia Weber aus Bottrop berichten, dass ihre Tochter Lea zwar gerne mit Lern-Apps experimentiert, aber am stärksten profitiert, wenn sie im Forscherlabor des Kindergartens naturwissenschaftliche Experimente durchführen darf. „Das Strahlen in ihren Augen, wenn sie selbst etwas ausprobiert, kann kein Bildschirm ersetzen“, sagt Martin Weber.

Viele Kindergärten reagieren bereits auf diese Entwicklungen. In Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher wird thematisiert, wie man digitale Angebote sinnvoll integrieren kann, ohne die reale Erfahrungswelt zu vernachlässigen. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch mit klaren Regeln.

Am Ende bleibt die zentrale Botschaft: Digitale Spiele können hoch begabte Vorschulkinder inspirieren und motivieren, doch entscheidend für ihre Entwicklung sind reale Erlebnisse, soziale Interaktionen und kreative Herausforderungen. Nur die Kombination aus beiden Welten sorgt dafür, dass Kinder ihre Fähigkeiten entfalten, ohne in die Falle des übermäßigen Bildschirmkonsums zu geraten.