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	<title>IHVO</title>
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	<description>Institut zur Förderung hoch begabter Vorschulkinder</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 13:55:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Spielereien auf Papier</title>
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		<comments>http://www.ihvo.de/3937/spielereien-auf-papier/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[7 Spielmaterial]]></category>

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		<description><![CDATA[Hanna Vock Diese Blätter sind während meiner praktischen Arbeit im Kindergarten nebenbei entstanden, aus der freien Hand gezeichnet. (Ausnahme: 1. Bild.) Zu meiner Sammlung gehörten noch sehr viele schöne Aufgaben, die ich hier aus Copyrightsgründen nicht veröffentliche. Kinder haben manchmal &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3937/spielereien-auf-papier/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Hanna Vock</h2>
<p>Diese Blätter sind während meiner praktischen Arbeit im Kindergarten nebenbei entstanden, aus der freien Hand gezeichnet. (Ausnahme: 1. Bild.) Zu meiner Sammlung gehörten noch sehr viele schöne Aufgaben, die ich hier aus Copyrightsgründen nicht veröffentliche.</p>
<p>Kinder haben manchmal einfach Lust, solche Aufgaben zu lösen. Das bedeutet, die Blätter sollten zugänglich sein, <strong>aber niemals sollte ein Kind gedrängt werden, damit zu arbeiten.</strong></p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Zusammenfassung.pdf"><img class="alignleft  wp-image-5311" title="Zusammenfassung" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Zusammenfassung.png" alt="" width="900" height="900" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bitte kopieren Sie aus der Zusammenfassung nach Lust und Laune, was Ihnen oder Ihren Kindern gefällt.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Zusammenfassung.pdf">Zusammenfassung</a></p>
<p>Bei Erzieherinnen habe ich die unterschiedlichsten Meinungen zu solchen “Arbeitsblättern” gefunden.</p>
<p>Manche lehnen sie grundsätzlich ab, weil sie ihnen zu einseitig erscheinen, da sie nur die kognitiven Interessen ansprechen. Verwundert war ich dann, wenn dieselben Kolleginnen zum Beispiel nichts gegen Laufstelzen einzuwenden hatten – obwohl diese doch (einseitig) nur die motorischen Interessen der Kinder ansprechen. “Aber das Üben mit Laufstelzen macht doch <strong>Spaß</strong>”, antwortete mir eine Erzieherin, als ich sie auf diesen Widerspruch hinwies. Da war es wieder, das Vorurteil, dass kognitive Spielereien Kindern doch keinen Spaß machen können.</p>
<p>Andere Kolleginnen habe ich getroffen, die solche Blätter ablehnen, weil sie die kognitive Förderung der Kinder nicht darauf ausrichten, geschweige denn reduzieren wollen.</p>
<p>Aber dies ist ja auch weder sinnvoll noch nötig. Es sind Spielereien, die manche Kinder reizen und herausfordern &#8211; nicht mehr und nicht weniger:</p>
<div class="smiley">
<p>Spielzeug für die kleinen grauen Zellen, das sich die Kinder sehr individuell aussuchen können und das ohne große Mühen und Kosten <strong>zusätzlich</strong> bereit gestellt werden kann.</p>
</div>
<p>Datum der Veröffentllichung: Mai 2012<br />
Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum.</p>
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		<item>
		<title>Zeichnen üben mit 4</title>
		<link>http://www.ihvo.de/5204/zeichnen-uben-mit-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 16:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[4.3 Lernwerkzeuge, Lerntechniken, personale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Hanna Vock Elias ist 4;1. Er malt nicht sehr viel. Aber als ihm das Buch &#8220;Kinder lernen zeichnen und malen&#8221; (von Hanne Türk, Alex Bernfels und Rosanna Pradella, Christophorus Verlag) in die Hände fällt, interessiert er sich dafür und &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/5204/zeichnen-uben-mit-4/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>von Hanna Vock</h2>
<p>Elias ist 4;1. Er malt nicht sehr viel. Aber als ihm das Buch &#8220;Kinder lernen zeichnen und malen&#8221; (von Hanne Türk, Alex Bernfels und Rosanna Pradella, Christophorus Verlag) in die Hände fällt, interessiert er sich dafür und findet es gut, dass es eine Anleitung zum Zeichnenlernen ist.<br />
Es geht immer von einer einfachen Form aus, dann folgen nummerierte Schritte bis hin zum fertigen Bild.</p>
<p>Elias sucht sich Bilder aus, die er nachzeichnen will und folgt eigenständig der Nummerierung. Alle diese Bilder malt er direkt nach einander an einem Nachmittag. Es macht ihm Spaß und er freut sich über seine Ergebnisse.</p>
<p>Ich stelle hier jeweils das Bild aus dem Buch (im Endstadium) und Elias´ Umsetzung zueinander.</p>
<p>(Sie können die Bilder durch Anklicken vergrößern, durch den Rückbutton (Pfeil links oben) machen Sie die Vergößerung rückgängig.)</p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Fisch-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5210" title="Fisch-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Fisch-Orig-300x245.jpg" alt="" width="300" height="245" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Fisch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5211" title="Fisch" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Fisch-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
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<p>Hier zeichnet Elias noch zögerlich. Er muss erst das System (Schritt-für-Schritt) verinnerlichen.</p>
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<p>Als nächstes sucht er sich die Tulpe aus:</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Tulpe-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5212" title="Tulpe-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Tulpe-Orig-217x300.jpg" alt="" width="217" height="300" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Tulpe.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5213" title="Tulpe" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Tulpe-300x296.jpg" alt="" width="300" height="296" /></a></p>
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<p>Hier ist es ihm wichtig, auch die Erde zu malen, in der die Tulpe wächst.</p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Igel-Orig3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5229" title="Igel-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Igel-Orig3-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Igel1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5227" title="Igel" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Igel1-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></p>
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<p>Ganz viele Stacheln zu malen, war Elias wohl zu langweilig. So musste es reichen.</p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Delfin-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5233" title="Delfin-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Delfin-Orig-300x122.jpg" alt="" width="300" height="122" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Delfin.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5234" title="Delfin" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Delfin-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></p>
<p>Auch beim Delfin orientiert sich Elias an der Vorlage, vor allem was die Reihenfolge der Elemente angeht. Aber sein Bild ist doch wieder ganz eigen &#8211; zum Teil deswegen, weil er die Formen und Zuordnungen noch nicht so ganz hinkriegt, zum Teil aber auch, weil er sich künstlerische Freiheit erlaubt.</p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Giraffe-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5239" title="Giraffe-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Giraffe-Orig-173x300.jpg" alt="" width="173" height="300" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Giraffe.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5240" title="Giraffe" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Giraffe-300x273.jpg" alt="" width="300" height="273" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Ritterburg-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5241" title="Ritterburg-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Ritterburg-Orig-300x260.jpg" alt="" width="300" height="260" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Ritterburg.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5242" title="Ritterburg" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Ritterburg-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></p>
<p>Hier ist ein recht komplexes Bild entstanden. Elias´Konzentration ließ etwas nach, er wollte aber unbedingt weiter zeichnen.<br />
Er brauchte ein paar Hinweise: &#8220;Da sind noch Fahnen auf den Türmen&#8221; und &#8220;Es fehlt noch das große Tor&#8221;.</p>
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<p>Beim Segelboot kam noch einmal richtig Schwung in die Sache:</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Segelboot-Orig.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5250" title="Segelboot-Orig" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Segelboot-Orig-300x268.jpg" alt="" width="300" height="268" /></a></p>
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<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Segelboot.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5251" title="Segelboot" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/05/Segelboot-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></p>
<p>Da das vordere Segel kleiner geraten war als bei der Vorlage, war neben dem Segel noch der Platz für die Aufbauten.<br />
Das Segel sollte bunter sein und die Wellen wilder &#8211; was ja auch gelungen ist.</p>
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<p>Datum der Veröffentlichung: Mai 2012<br />
Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum.</p>
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		<title>Geschützt: Wir schaffen uns ein &#8220;Klassenzimmer&#8221;</title>
		<link>http://www.ihvo.de/4970/wir-schaffen-uns-ein-klassenzimmer/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 10:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[6 Den Übergang zur Schule gestalten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://www.ihvo.de/wp-pass.php" method="post">
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		</item>
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		<title>Die kreative Persönlichkeit (nach Csikszentmihalyi)</title>
		<link>http://www.ihvo.de/3876/die-kreative-personlichkeit-nach-csikszentmihalyi/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 13:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Hoch begabte Kinder besser verstehen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ihvo.de/?p=3876</guid>
		<description><![CDATA[von Hanna Vock, Anja Kintscher und Heike Brandt Kreativität sehen wir als einen wesentlichen Bestandteil von Hochbegabung an. Siehe: Begriffsbestimmung Hochbegabung. Was macht einen kreativen Menschen aus? Im bescheidenen Rahmen sind wir alle kreativ, sobald wir nicht nach Vorlagen arbeiten: &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3876/die-kreative-personlichkeit-nach-csikszentmihalyi/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>von Hanna Vock, Anja Kintscher und Heike Brandt</h2>
<p>Kreativität sehen wir als einen wesentlichen Bestandteil von Hochbegabung an.<br />
Siehe: <a title="Begriffsbestimmung Hochbegabung" href="http://www.ihvo.de/212/begriffsbestimmung-hochbegabung/">Begriffsbestimmung Hochbegabung.</a></p>
<p>Was macht einen kreativen Menschen aus? Im bescheidenen Rahmen sind wir alle kreativ, sobald wir nicht nach Vorlagen arbeiten: sobald wir einen Blumenstrauß frei komponieren, einen Brief schreiben, kreativ kochen, nach eigenen Vorstellungen ganz individuell basteln oder handarbeiten, usw. Dies nennt Csikszentmihalyi (siehe <a title="Literaturverzeichnis" href="http://www.ihvo.de/148/literaturverzeichnis/">Literaturverzeichnis</a>) die &#8220;kleine Kreativität&#8221;. Dagegen ist die &#8220;große Kreativität&#8221; das, was in einem beliebigen Arbeitsbereich etwas bahnbrechend Neues entdeckt oder erschafft &#8211; etwas, was das Leben vieler Menschen beeinflusst: eine wissenschaftliche Entdeckung, eine neue Operationsmethode, ein neues wirtschaftliches oder politisches Konzept, ein Kunstwerk, das viele Menschen fasziniert.</p>
<div class="kurz_gefassst_container">
<p>&#8230; kurz gefasst &#8230;</p>
<p>Hochbegabte sind Menschen, die zu besonderer Kreativität fähig sind. Der Beitrag referiert die Aussagen von M. Csikszentmihalyi, der im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit sehr erfolgreiche kreative Menschen befragt hat. Aus diesen Interviews zieht Csikszentmihalyi die Erkenntnis, dass diese Menschen gegensätzliche Persönlichkeitsmerkmale in sich vereinen und dadurch breitere Denk- und Handlungsmöglichkeiten haben.</p>
<p>Im Beitrag werden Schlussfolgerungen für die Arbeit in der Kita gezogen: Was ist nötig, damit die Kreativität junger hoch begabter Kinder nicht behindert, sondern gefördert wird?</p>
</div>
<p>Wie groß und bahnbrechend die kreativen Leistungen eines kleinen Kindes später einmal sein werden, können wir kaum erahnen und es hängt von vielen Faktoren ab. Es erscheint uns aber als ein ganz wichtiger Faktor, wie gut oder schlecht den kreativen Bestrebungen des Kindes von früh auf begegnet wird. Dies gilt für alle Kinder. Das Besondere für hoch begabte Kinder ist, dass sie schon sehr früh und oft, fast &#8220;gewohnheitsmäßig&#8221;, kreativ denken und handeln und damit auch schon früh in ihrer Umwelt anecken. Der <strong>kreative</strong> Anteil an ihrem Denken und Handeln erscheint wesentlich vergrößert gegenüber dem <strong>nachvollziehenden</strong> Denken und Handeln.</p>
<div class="mnnchen_3_container">
<p>Hoch begabte Kinder brauchen dringend Erzieherinnen und Erzieher, die diese Eigenschaften <strong>bemerken</strong> und <strong>unterstützen</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Der Autor Mihaly Csikszentmihalyi hat für sein Buch &#8220;Kreativität&#8221; zahlreiche <strong>sehr erfolgreiche</strong> kreative Menschen interviewt und sie erzählen lassen, was sie vorantreibt und was sie bei der Arbeit fühlen. Es sind Männer und Frauen, die in ihrem Arbeitsgebiet etwas wirklich Neues, Revolutionäres entdeckt oder geschaffen haben.</p>
<p>Von diesen Menschen können wir lernen, welche Eigenschaften hoch kreative Menschen haben und was sie erfolgreich werden lässt.</p>
<p>Besonders aufschlussreich für unsere pädagogische Arbeit mit kleinen hoch begabten Kindern sind Csikszentmihalyis Aussagen über die <strong>Komplexität der Persönlichkeitsmerkmale</strong>, die er auf der Grundlage der Interviews macht. Wir beziehen uns hier auf das Kapitel &#8220;Die kreative Persönlichkeit&#8221;.</p>
<p>&#8220;Wenn ich mit einem Wort zusammenfassen sollte, was ihre Persönlichkeit von anderen unterscheidet, so wäre es <strong>Komplexität</strong><em>.</em> Kreative Personen vereinen widersprüchliche Extreme in sich &#8230; normalerweise bilden wir nur einen Pol des Widersprüchlichen aus&#8230;&#8221; (S. 88).</p>
<p>Kreative Menschen zeichnen sich seiner Meinung nach also nicht durch besondere, bei anderen Menschen gar nicht auftretende Persönlichkeitsmerkmale aus, sondern durch eine <strong>Komplexität</strong> von persönlichen Eigenschaften, in der jeweils widersprüchliche Extreme vereinigt sind. Bei durchschnittlich kreativen Menschen entwickelt sich nur eine Seite dieser Eigenschaften, die andere verkümmert. Bei sehr kreativen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass beide gegensätzlichen Pole ausgebildet sind, was einen größeren Handlungsspielraum eröffnet. Sie können von einem Extrem ins andere fallen und in beiden Extremen intensiv agieren.</p>
<p>Der Autor Jürgen Neffe schreibt in seiner Einstein-Biografie (siehe <a title="Literaturverzeichnis" href="http://www.ihvo.de/148/literaturverzeichnis/">Literaturverzeichnis</a>) von einer &#8220;<strong>extremen Spannweite seines Charakters</strong>“:<br />
&#8220;Ein Mann, Bürger und Bohemien, Übermensch und ungezogenes Kind in einem. … Den einen Freund, den anderen Feind, ein Narzisst, der sein Äußeres vernachlässigt, Sonnyboy und Rebell, Menschenfreund und Autist, Weltbürger und Eremit, ein Pazifist als Forscher auch in militärischen Diensten.“ (S.11.)<br />
[Ein Narzisst ist ein eitler, sich selbst übermäßig bewundernder, in sich selbst verliebter Mensch - abgeleitet von dem Göttersohn Narziss aus der griechischen Sagenwelt, der sich in sein Spiegelbild verliebte.]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Csikszentmihalyi führt zehn Dimensionen der Komplexität auf und erläutert sie an Beispielen. Im Folgenden fassen wir die Aussagen zu diesen Dimensionen zusammen. Es sei noch einmal betont, dass sich diese Aussagen auf <strong>erfolgreiche</strong> <strong>erwachsene</strong> Kreative beziehen. Wir versuchen daraus Leitlinien für unser pädagogisches Handeln zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die 10 Dimensionen der Komplexität (nach Csikszentmihalyi)<br />
- Zusammenfassung -</h2>
<h2>1. Höchste Konzentration / effektive Entspannung</h2>
<p>Erfolgreiche kreative Menschen setzen ihre Energien oft ein, ohne Raum und Zeit zu beachten und scheinbar ohne zu ermüden. Sie laden ihre Energien allerdings wieder auf, wenn es ihrer Meinung nach nicht notwendig ist, Energien zu verausgaben; zum Beispiel vermeiden sie es, Energie in Alltagsaufgaben zu stecken. So ist es ihnen möglich, in vielen Situationen, in denen es drauf ankommt, eine &#8220;Aura der Frische und Begeisterung&#8221; auszustrahlen (Csikszentmihalyi). Sie unterwerfen sich nach Möglichkeit keinen äußeren Zwängen, sondern steuern ihren Energieeinsatz selbst. Sie haben oft eine gute Kontrolle über ihre Energieressourcen.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Die Kinder sollten nicht ohne Not aus dem kreativen &#8220;Flow&#8221; (dem völlig konzentrierten Aufgehen in einer Tätigkeit) gerissen werden, wenn sie gerade sehr engagiert mit etwas beschäftigt sind, das sie sehr interessiert. Alles andere ist dann für sie nicht wichtig.</li>
<li>Es sollte jederzeit Rückzugsmöglichkeiten geben &#8211; sowohl für konzentriertes Arbeiten als auch zum Ausruhen.</li>
<li>Kleine hoch begabte Kinder müssen erst lernen, mit ihrer Energie übersichtlich umzugehen. Sie verausgaben sich oft vor Begeisterung und Entdeckerdrang völlig und finden dann zum Beispiel abends nicht zur Ruhe, weil sie das Erlebte sehr erregt &#8211; das kann eine Frage, eine Ungerechtigkeit, eine Erkenntnis oder etwas anderes sein. Es macht keinen Sinn, dann Ruhe und Schlaf erzwingen zu wollen. (Siehe auch: <a title="Geringes Schlafbedürfnis" href="http://www.ihvo.de/462/geringes-schlafbedurfnis/">Geringes Schlafbedürfnis?</a>)<br />
Entsprechend müde und &#8220;durch den Wind&#8221; sind sie oft am nächsten Tag.</li>
<li>Hochbegabte entspannen sich oft auf sehr kultivierte Weise, wie zum Beispiel Einstein, der Geige spielte, &#8211; aber auch durchaus &#8220;kindisch&#8221;: Herumalbern und Zunge rausstrecken.</li>
</ul>
<h2>2. Weisheit / Kindlichkeit</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative sind weltklug und naiv zugleich. Sie zeigen umfangreiches Wissen oder Weisheit und haben sich gleichzeitig das fast naiv anmutende Staunen aus der Kindheit bewahrt.</p>
<p>Sie können sowohl divergentes (flexibles, originelles, vom Gewohnten abweichendes) Denken, als auch konvergentes (schon vorhandene gute Ideen aufnehmendes) Denken gut nutzen.<br />
Der erfolgreiche kreative Mensch zeichnet sich auch dadurch aus, dass er aus der Vielfalt der eigenen sprudelnden Ideen mit gutem Urteilsvermögen die Antworten auf relevante Probleme heraussucht, die realistisch erscheinen &#8211; das heißt: die direkt umsetzbar oder aber wirklich zukunftsweisend sind.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Babies sind die besten Stauner: Ihre Augengröße scheint sich zu verdoppeln, wenn sie etwas Unerwartetes, Großartiges entdecken. Nur wenn wir selbst uns noch ebenso merkbar zu staunen trauen, ermutigen wir die Fünfjährigen zu glauben, dass Staunen und verwundert oder bezaubert sein nicht blöd, sondern cool ist.</li>
<li>Offene Fragen, über die man nachdenken und diskutieren kann, sollten in der Kita die häufigsten Fragen sein &#8211; sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.<br />
(Siehe auch: <a title="Diese Seite ist in Planung" href="http://www.ihvo.de/168/diese-seite-ist-in-planung/">Lernen durch Fragen</a>.)</li>
<li>Die häufig beschriebene &#8220;Altklugheit&#8221; hoch begabter Kinder ist, respektvoller ausgedrückt, oft die frühe Form von Weisheit. Denn wer sich früh mit vielen Fragen auseinandersetzt, die Altersgleiche (noch) nicht interessieren, irrt zwar manchmal, kommt aber früh zu erstaunlich reifen Ansichten.</li>
</ul>
<h2>3) Spielerisches / Disziplin</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative verbinden Disziplin und Verantwortungsbewusstsein mit Spielerischem und Ungebundenheit. Leichtigkeit, das Experimentieren mit Ideen werden ergänzt durch Hartnäckigkeit, Dickköpfigkeit und Ausdauer.</p>
<p>Sie entwickeln oftmals Ideen auf spielerische Art mit Leichtigkeit und Spaß. Das Umsetzen der Ideen und das Durchsetzen erfordern jedoch große Disziplin, die nur durch Leidenschaft für die Sache oder das Projekt zu erreichen ist.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Große Hirnkapazität bedeutet auch: Das Kind muss nicht, indem es reifer und erwachsener wird, die frühen kindlichen Lebensstrategien &#8220;von der Platte putzen&#8221;, um Platz für neue Strategien zu schaffen.<strong></strong> Es kann sie integrieren und sowohl die alten wie die neuen nutzen. So erhalten sich Hochbegabte oft eine ausgeprägte Spielfähigkeit, die sich zum Beispiel im Lernen durch Ausprobieren zeigt. &#8220;Ich habe die Zeit und die Lust, es jetzt auch noch mal von der anderen Seite zu betrachten.&#8221;</li>
<li>Kinder, insbesondere hoch begabte Kinder, brauchen anspruchsvolle Projekte, die zum Erfolg führen. So und nur so können sie lernen, dass Konzentration, Disziplin und Ausdauer sich lohnen. Dabei brauchen sie unsere Hilfe.<br />
(Siehe auch: <a title="Diese Seite ist in Planung" href="http://www.ihvo.de/168/diese-seite-ist-in-planung/">Förderung in Projekten</a>.)</li>
</ul>
<h2>4) Fantasie / Realitätssinn</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative wechseln mühelos zwischen Fantasie auf der einen und bodenständigem Realismus auf der anderen Seite.</p>
<p>Um neue Ideen zu erschaffen, tauchen sie in Fantasien ein und lösen sich aus der gegenwärtigen Realität. Damit sie Ideen dann auch verwirklichen können, brauchen sie wiederum einen sicheren Bezug zur Realität.</p>
<p>Sie begreifen Wirklichkeit als etwas Relatives und Veränderliches. Sie erkennen Zeichen von Veränderbarkeit.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Wir sollten uns für die Vorstellungen und Fantasien der Kinder interessieren, sie danach fragen, sie mit ihnen teilen, sofern sie das möchten. Das ist sehr interessant, denn hoch begabte Kinder haben immer mehr im Kopf, als man denkt.</li>
<li>Wir sollten mit ihnen fantastische Geschichten und Lieder erfinden und dokumentieren.</li>
<li>Hoch begabte Kinder sind früh in der Lage, über das Spannungsfeld zwischen Fantasie und Realität nachzudenken und lustvoll hin und her zu springen. Meist wollen sie sehr genau wissen, was Realität und was Fantasie (also Ausgedachtes) ist. Diese scharfe Unterscheidung tut der Faszination des Fantastischen keinen Abbruch, sondern befeuert ihren Geist.</li>
</ul>
<h2>5) Introversion / Extroversion</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative vereinen Extroversion und Introversion. Sie können interagieren, gesellig sein, Kontakte knüpfen und pflegen  &#8211; aber sie können sich auch zurückziehen (bis hin zur Unhöflichkeit und sogar Rücksichtslosigkeit), sie können auch Alleinsein und zeitweilige Einsamkeit gut ertragen, wenn es die Verfolgung ihrer Ziele erfordert.</p>
<p>Zum einen benötigen sie den Austausch mit Anderen, um neue Anregungen und ein Feedback zu bekommen. Andererseits ziehen sie sich zurück, um neue Ideen zu entwickeln und an deren Umsetzung zu arbeiten.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Wir sollten akzeptieren, dass zeitweiliger Rückzug und das zeitweilige Bedürfnis nach Alleinsein auch für kleine Kinder normal ist, ganz besonders für hoch begabte.  <strong></strong></li>
<li>Wir sollten genau unterscheiden zwischen Rückzug aus Frustration (weil keine adäquaten Spielpartner, kein anspruchsvolles Spielmaterial vorhanden ist) und zwischen Rückzug ohne Frustration (weil Ideen und Eindrücke verarbeitet werden wollen oder Ausruhen des wachen Geistes nötig ist).</li>
</ul>
<h2>6) Demut / Stolz</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative zeigen eine Mischung aus Demut (Scheu und Bescheidenheit vor ihrer Domäne, vor den Leistungen der Vorangegangenen) und Stolz (ein starkes Selbstbewusstsein; sie wissen, dass sie viel können oder erreicht haben).</p>
<p>Dazu kommt der Gegensatz zwischen Ehrgeiz und Wettbewerb auf der einen Seite sowie Selbstlosigkeit und Kooperation auf der anderen Seite. Veränderungen durchzusetzen erfordert oft harten Kampf. Große persönliche Nachteile werden in Kauf genommen, um eine Veränderung zu erreichen (zum Beispiel um eine wissenschaftliche Idee durchzusetzen).</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Wir verstehen, dass hoch begabte Kinder oft früh selbst bemerken, dass sie manches besser / früher können als Gleichaltrige. Wenn sie dies in der Gruppe offen äußern, ist dies nicht Hochmut, sondern die ungeschminkte Abbildung der Realität. Trotzdem sollten wir sie behutsam dafür sensibilisieren, dass &#8220;Angeben&#8221; nicht gut ankommt und dass andere auch Vieles / Anderes gut können. Den angemessenen Stolz auf gute Leistungen sollten wir ihnen aber gönnen.</li>
<li>Die Kinder verstehen oder ahnen aber auch oft sehr früh, dass sie von alldem, was ein Mensch wissen und können kann, erst nur sehr wenig gelernt haben. Das macht sie später, wenn sie schon viele Erfolge erlebt haben, im besten Sinne demütig &#8211; im frühen Alter aber oft unsicher und selbstzweiflerisch. Dies müssen sie selber aushalten, aber wir können uns dabei verstehend an ihre Seite stellen.</li>
<li>Wenn die Kinder von einem Projekt sehr gefesselt sind, zeigen sie oft schon Merkmale von &#8220;großem, selbstlosem Einsatz für die Sache&#8221;, aber manchmal auch Ungeduld mit anderen Kindern, die sich nicht so engagiert oder gekonnt einsetzen.</li>
<li>Es gibt eine Entwicklungsphase, in der die Kinder sich sehr schwer damit tun, im Wettspiel oder Wettbewerb zu verlieren.<br />
Hintergründe hierfür beleuchtet der Beitrag: <a title="Ich gewinne" href="http://www.ihvo.de/434/ich-gewinne-ldquo/">Ich gewinne</a>.</li>
</ul>
<h2>7) Männliche / weibliche Stärken</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative vereinen &#8220;männliche&#8221; und  &#8220;weibliche&#8221; Verhaltensweisen. Die Frauen sind oft dominierender und durchsetzungsfähiger als andere Frauen. Die Männer sind oft sensibler und wirken weniger aggressiv als andere Männer.</p>
<p>Beide Geschlechter entfliehen der rigiden Geschlechtsrollenverteilung. So können sie auf ein breiteres Spektrum an Verhaltensmöglichkeiten zurückgreifen.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Hoch begabte Mädchen brauchen, um anspruchsvolle Projekte zu verwirklichen oder eine Führungsposition zu erringen, Durchsetzungsfähigkeit. <strong></strong>Wir sollten Mädchen, die sich durchsetzen wollen, nicht &#8211; wegen unweiblichen Verhaltens (!) &#8211; ausbremsen, sondern ihnen helfen, möglichst faire Durchsetzungsstrategien zu entwickeln, notfalls aber auch mal &#8220;mit dem Kopf durch die Wand&#8221; zu gehen.</li>
<li>Wir sollten niemals dulden, dass Jungen für Sensibilität oder Aggressionsvermeidung ausgelacht oder herabgesetzt werden. Wir sollten sie stützen, zu ihrer Empfindsamkeit zu stehen und den Gedanken der Gewaltfreiheit in der Gruppe auch für Jungen positiv besetzen. Aber auch sie sollten Erfahrungen machen können, dass es gut tut, wichtige Ideen und Ansprüche selbstbewusst und gegen Widerstände durchgesetzt zu haben.</li>
</ul>
<h2>8 ) Rebellisch / traditionalistisch</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative sind rebellisch und unabhängig, stellen Traditionelles, das sie für ungut oder überholt halten, in Frage &#8211; nur so kann Weiterentwicklung stattfinden. Sie sind aber auch &#8220;Traditionalisten&#8221;, die in der Tradition Bewährtes erkennen und daran anknüpfen und darauf aufbauen können.</p>
<p>Sie haben den Mut, für eine Neuentwicklung Risiken einzugehen. Mangelnder Mut ist häufig die Ursache, wenn kreative Leute scheitern.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das:</strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Neue Ideen von Kindern müssen zugelassen werden, ihre Umsetzung sollte unterstützt werden.</li>
<li>Mut und Risikobereitschaft, neue Ideen zu äußern und neue Wege auszuprobieren, sollten Anerkennung finden, wobei der Erfolg nicht maßgeblich sein sollte.</li>
<li>Unsere Regeln in der Kita müssen vernünftig und gut begründet sein. Wir brauchen gute Traditionen in der Kita, die die Kinder lieben und hinterfragen dürfen.</li>
<li>Neuen Ideen gegenüber sollten wir uns aufgeschlossen zeigen, sie diskutieren und die Ideenfinder zur Erläuterung und Begründung ihrer Idee herausfordern &#8211; und ihnen dabei helfen.</li>
</ul>
<h2>9) Leidenschaft / Objektivität</h2>
<p>Erfolgreiche Kreative bringen sehr viel Leidenschaft für ihre Arbeit auf und können ihr dennoch mit einem großen Maß an Objektivität begegnen. Ohne Leidenschaft verliert man schnell das Interesse an einer schwierigen Aufgabe; aber ohne Objektivität leiden Qualität und Glaubwürdigkeit der Arbeit.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Kinder brauchen neben Lob auch konstruktive Kritik. So lernen sie, ihre Fähigkeiten genauer einzuschätzen. Die Leistung eines Kindes ist nicht prinzipiell optimal, man sollte sehr wohl Anregungen und Impulse einbringen, die beim Kind zu neuen und weiter gehenden Überlegungen führen.</li>
<li>Wir sollten Verständnis dafür aufbringen, dass hoch begabte Kinder sich oft hohe Ziele stecken und leidenschaftlich sauer darauf reagieren, wenn sie diese ihrer Ansicht nach nicht erreichen. So kann es passieren, dass ein Kind Gemaltes immer wieder zerreißt, weil es ihm nicht gut genug gelungen ist.</li>
<li>Die Kinder suchen nach ihren eigenen Maßstäben und wollen keine Beschwichtigungen hören (&#8220;Ich finde dein Bild aber schön&#8221;); denn damit werden wir unglaubwürdig und als Jury und Förderer ganz schnell abgesetzt.</li>
<li>Wir können uns aber aktiv für die Kriterien interessieren, die das Kind selbst zu Grunde legt und ihm helfen, sein Ziel besser zu erreichen.</li>
</ul>
<h2>10) Intensives Leid / intensive Freude</h2>
<p>Durch ihre Offenheit und Sensibilität erleben auch erfolgreiche Kreative oft intensives Leid, sind aber auch intensiver Freude ausgesetzt. &#8220;Wahr ist&#8230;, dass ein tiefes Interesse oder Engagement für komplizierte Sachverhalte häufig nicht belohnt wird oder gar auf Hohn und Spott stößt. Ein divergierendes Denken wird von der Mehrheit oft als Abweichung von der Norm aufgefasst, was dazu führen kann, dass die kreative Person sich isoliert und missverstanden fühlt.&#8221; (Csikszentmihalyi, S. 112.)  &#8220;Aber sobald die Person in ihrem jeweiligen Spezialgebiet arbeitet, verdrängt Freude alle Ängste und Sorgen. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft, die sich bei fast allen kreativen Personen findet, ist die Fähigkeit, den Schaffensprozess um seiner selbst willen zu genießen.&#8221; (S. 113.)</p>
<p>Erfolgreiche Kreative definieren sich häufig sehr stark über ihre Arbeit, was sie umso verletzlicher macht.</p>
<p><strong>Für unsere Arbeit in der Kita bedeutet das: </strong></p>
<ul class="liste_punkt">
<li>Es ist gut, wenn wir den Kindern helfen können, ihre Fragen und ihre Ergebnisse den anderen Kindern so klar, anschaulich, selbstbewusst und verbindlich zu präsentieren, dass die Gruppe das Geleistete erkennen und würdigen kann.<br />
So erlebt das Kind, dass es selbst etwas dazu beitragen kann, besser verstanden zu werden.</li>
<li>Die Gefühle sind ernst zu nehmen, auch wenn sie uns vielleicht übertrieben erscheinen.</li>
<li>Es müssen Gelegenheiten und eine Atmosphäre geschaffen werden, die es erlauben, Ängste und Sorgen, aber auch Freude, Spaß und Stolz zu zeigen.</li>
<li>Eigene Freude an der pädagogischen Arbeit ist Voraussetzung dafür, Neues aufzunehmen und in das Tagesgeschehen einfließen zu lassen.</li>
<li>Die Leidenschaft für eine Tätigkeit sollte nicht durch stringente Tagesabläufe zu stark reglementiert werden. Spannende Projektarbeit sollte Anderes verdrängen können und nach Möglichkeit nicht in wöchentlichem Abstand, sondern fortlaufend verwirklicht werden.</li>
</ul>
<h2>Was macht kreative Menschen erfolgreich?</h2>
<p>Nach Csikszentmihalyi braucht es dazu: das <strong>Interesse an einer Domäne</strong>, den <strong>Zugang zu dieser Domäne</strong> und den <strong>Zugang zum Feld</strong>.</p>
<div>
<div class="mnnchen_3_container">
<p>Wir versuchen diese Begriffe für unseren Bereich, den Kindergarten, zu diskutieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<p>1.<br />
Das <strong>Interesse an einer Domäne</strong> ist das, was wir eine hohe intrinsische Motivation nennen, sich mit bestimmten Dingen ausgiebig, gründlich und immer wieder aus eigenem Antrieb zu befassen. Oft sind das auch bei kleinen Kindern nicht die Dinge, die im Kindergarten im Vordergrund stehen. So kann sich ein Kind mit vier Jahren zum Beispiel vor allem für Zahlen interessieren oder für Labyrinthe, oder ein Fünfjähriges interessiert sich für Gerechtigkeit in der Welt oder für chemische Prozesse.</p>
<p>Kreativität ist dann gegeben, wenn dieses Interesse nicht nur darin besteht, Dinge einfach kennen zu lernen (Wissen anzusammeln), sondern wenn das Interesse gekennzeichnet ist durch &#8220;Staunen und Interesse für das Wesen der Dinge&#8221;, mit unvoreingenommener Wahrnehmung und flexibler (geistiger) Verarbeitung. &#8220;Jeder kreative Mensch ist mit diesen Eigenschaften reich gesegnet.&#8221;  (Siehe Csikszentmihalyi, S. 82)</p>
<p><strong>Für die pädagogische Arbeit im Kindergarten bedeutet dies, </strong></p>
<p>dass Kinder mit ihrer Neugier ernst genommen werden müssen. Dafür muss man selbst offen für ihre besonderen Themen sein und dazu bereit sein, diese mit den Kindern zu teilen und zu erarbeiten.</p>
<p>2.<br />
Der <strong>Zugang zur Domäne</strong> ist die Möglichkeit, Zugang zu dem Wissen zu erhalten, das in der Domäne bereits vorhanden ist, von anderen schon erarbeitet wurde. Aber auch der Zugang zum so genannten prozeduralen Wissen ist nötig. (Wie macht man das &#8211; das Forschen, das Operieren, das Malen?)</p>
<p>Csikszentmihalyi schreibt: &#8220;Wer in eine wohlhabende Familie hineingeboren wird oder in der Nähe von guten Schulen, Mentoren und Lehrern aufwächst, hat zweifellos einen gewaltigen Vorteil. Es nützt nichts, überdurchschnittlich intelligent und neugierig zu sein, wenn man keine Möglichkeit erhält, die Regeln eines bestimmten symbolischen Systems zu lernen.&#8221;</p>
<p><strong>Für die pädagogische Arbeit im Kindergarten bedeutet dies: </strong></p>
<p><strong></strong>Schon im Kindergarten ist es wichtig, den Bildungsauftrag zu erfüllen, das heißt in bezug auf hoch begabte (und damit kreative) Kinder, dass sie eine ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen angemessene Förderung erhalten müssen.</p>
<p>Aus unseren Elternberatungen wissen wir, dass dies alles andere als selbstverständlich ist. Die hoch begabten Kinder werden in vielen Kitas auf unterschiedlichste Weise ausgebremst und behindert, meistens ohne dass dies den Erzieherinnen bewusst ist.</p>
<p>Eltern nehmen lange Wege in Kauf &#8211; so sie es denn können &#8211; um einen Kindergarten zu finden, in dem sich ihr Kind frei entfalten kann.</p>
<p>3.<br />
Der <strong>Zugang zum Feld</strong> ist eine weitere Voraussetzung dafür, dass Kreativität sich entfalten kann. Ein Kreativer muss die Aufmerksamkeit der etablierten Fachwelt erringen, sich dort einen Platz erkämpfen oder aber mindestens das Wohlwollen eines Mäzens erhalten (was nur in manchen Domänen ausreicht), um überhaupt angemessene Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten.</p>
<p>Es geht dabei um Geld für die Arbeit und den Lebensunterhalt, um Zugang zu Laboratorien und anderen Wirkungsstätten und ihrer Ausstattung, um Kontakte und um Informationen, aber auch um die so wichtige Anerkennung der Leistung.</p>
<p>Nur wer von relevanten Personen gekannt und gewürdigt wird, dessen Leistungen werden anerkannt. Wem also die Fähigkeit fehlt, mit einflussreichen Leuten zu kommunizieren, der wird leicht übersehen oder gar gemieden.</p>
<p><strong>Für die pädagogische Arbeit im Kindergarten bedeutet dies: </strong></p>
<p>Es muss ein Feld (also eine soziale Umgebung) im Kindergarten geben, das die Fähigkeiten des Kindes erkennt und würdigt und ihm angemessene Wirkungsmöglichkeiten gibt.</p>
<p>Oft ist ein solches Feld leider nicht vorhanden. Manchmal besteht es aus einer Erzieherin, die das Kind versteht und fördert, im besten Fall aber ist es das ganze Team plus mehrere ebenfalls sehr begabte und kreative Kinder.</p>
<p>Dies spricht einmal mehr für <a title="Integrative Schwerpunktkindergärten  für Hochbegabtenförderung" href="http://www.ihvo.de/934/integrative-schwerpunktkindergarten-fur-hochbegabtenforderung/">Integrative Schwerpunktkindergärten</a>!</p>
<p>Bestandteil dieses Feldes ist natürlich auch die Ausstattung des Kindergartens mit &#8220;schwierigen&#8221; und entdeckergerechten Materialien.</p>
<p>Es ergibt sich außerdem aus dem Konzept des Feldes, dass wir den Kindern helfen müssen, kommunikative Fähigkeiten und Frustrationstoleranz zu entwickeln. Die Fähigkeit, die eigenen Produkte und Erfolge gut präsentieren zu können, ist ein Schlüssel zum Feld. Die Frustrationstoleranz ist wichtig, um in schwierigen Situationen nicht aufzugeben. Um etwas Neues in der Domäne und im Feld zu etablieren, um sich auf Dauer zu behaupten, dazu braucht es Energie und manchmal auch Biss.</p>
<h2>Literatur und Filme über besonders kreative Menschen</h2>
<p>Es ist spannend, Biografien berühmt gewordener Kreativer unter dem Gesichtspunkt der zehn komplexen Dimensionen der Persönlichkeit zu betrachten.</p>
<p><span>In dem Spielfilm „Mein Mann Picasso“ (Originaltitel: &#8220;Surviving Picasso&#8221;) wird aus Sicht einer der Geliebten Picassos, die auch Mutter zweier seiner Kinder ist, dargestellt, wie schwer es sein kann, einen höchst kreativen Menschen zu verstehen und mit ihm zusammen zu leben.</span></p>
<p>Näher beschrieben ist der Film in: <a title="Hochbegabung, dargestellt in Literatur und Film" href="http://www.ihvo.de/4472/hochbegabung-dargestellt-in-literatur-und-film/">Hochbegabung, dargestellt in Literatur und Film</a>.</p>
<p><span style="color: #000000;">Die Energie, die Picasso aufwandte, um kreativ zu sein, hinterließ bei Angehörigen oft das Gefühl der Besorgnis um seine Gesundheit. Picassos Antwort darauf: &#8220;Ich lasse meinen Körper vor der Tür, wenn ich male.“ Nach einer Schaffensphase folgte die Phase der Entspannung, in der er sich um nichts kümmerte.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Seine Stimmungswechsel von Euphorie zu Depression bestimmten das Familienleben und waren nicht vorhersehbar. Besonders schwere Depressionen erlitt er, wenn er nach einer Schaffensperiode nach einer neuen Inspiration suchte, die auf sich warten ließ.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Sein Selbstbewusstsein (teilweise schon Arroganz) einerseits und seine Zweifel an seinen künstlerischen Fähigkeiten andererseits trieben ihn voran. Sein Drang, immer etwas Neues schaffen zu wollen, ließ ihn ständig unter Druck stehen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Er schützte sich durch Selbstzweifel davor, an Geschaffenem festzuhalten, um so in der Lage zu sein, immer etwas Neues schaffen zu können. „Versuche es (das Bild) nicht selbst zu verkaufen, werde nie dein eigener Bewunderer.“</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Gefühl, nicht verstanden zu werden, kennen wahrscheinlich viele kreative Menschen. Der Musiker Farin Urlaub von der Gruppe &#8220;Die Ärzte“ sagte in einem Interview: &#8220;&#8230; nicht dazu zu gehören, ist ganz oft ein tief empfundenes Gefühl von mir.“</span></p>
<p>(Interview mit Farin Urlaub „Nicht dazugehören ist ein tiefempfundenes Gefühl von mir“.<br />
Zeitschrift &#8220;Galore&#8221;, Mai 2005.)</p>
<p><span style="color: #000000;">Vielleicht ist dieses Außenseitertum auch darin begründet, dass zwei gegensätzliche Verhaltensextreme gleichberechtigt nebeneinander existieren. Dies kann von Außenstehenden oft nicht eingeschätzt und nachvollzogen werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Für kreative Menschen ist die Arbeit nicht in erster Linie Lebensunterhalt, sondern der Lebenssinn mit Freud und Leid. Unvorstellbar ist für viele andere Menschen, dass Kreative in Projekten Energien einsetzen, die das normale Maß überschreiten und sogar körperliche Bedürfnisse völlig außer acht lassen. Die Physikerin Marie Curie vergaß zum Beispiel während ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu essen und zu schlafen. Nach Zusammenbrüchen verbot man ihr, weiter zu forschen, wenn sie ihren körperlichen Bedürfnissen nicht nachginge.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Von außen betrachtet kann das extreme Arbeitsverhalten auch wie Strebertum oder Workaholismus gehen. Die Entspannungsphasen können auch den Anschein von Drückebergerei vor alltäglichen Pflichten haben.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Der Satz &#8220;Du lebst nicht, um zu arbeiten, sondern du arbeitest, um zu leben“ widerspricht der Persönlichkeit vieler kreativer Menschen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Um so wichtiger ist es, dass die kreativen Menschen die Wirkungsstätte finden, die ihre Fähigkeit herausfordert, wo sie sich kreativ verwirklichen können. Keine kreative Erfüllung zu finden, kann zu großem innerem Druck führen, der sich in Aggressivität oder Depression äußert.</span></p>
<h2>Und gilt das auch für unsere Kindergartenkinder?</h2>
<p><span style="color: #000000;">In meiner Zusatzausbildung (<a title="IHVO-Projekt: “Integrative Schwerpunktkindergärten für Hochbegabtenförderung”" href="http://www.ihvo.de/ihvo-projekt-integrative-schwerpunktkindergarten-fur-hochbegabtenforderung/">IHVO-Projekt Schwerpunktkindergärten</a>) wurde mir (Heike Brandt) klar, dass der Kindergarten im Finden des Wirkungsbereiches (der Domäne) schon eine große Rolle spielt. Für Georg,</span><span style="color: #000000;"> unseren &#8220;Konstrukteur“ in der Gruppe, suchte die Mutter ein geeignetes Freizeitangebot. Sie fragte im Jugendamt nach &#8211; dort wurde ihr geraten, ihren Sohn erstmal auf besondere Fähigkeiten testen zu lassen. Zugleich meinte die Sachbearbeiterin, dass man doch eher auf die Schwächen des Jungen eingehen sollte und ihn so außerdem noch vor Hochmut bewahren könne. Die Mutter sagte den Test ab.</span></p>
<p>Hier zeigt sich, dass die uns in der Weiterbildung nahe gebrachte Einstellung, die Stärken zu fördern und nicht vor allem auf die Schwächen zu schauen, nicht selbstverständlich ist.</p>
<p><span style="color: #000000;">Einige der widersprüchlichen Merkmale von kreativen Menschen konnte ich schon im Ansatz bei einigen Kindern meiner Gruppe erkennen. Der spielerische Umgang mit Ideen, der fast schon in Albereien übergeht, zeigt sich häufiger bei Georg. Die Umsetzung mancher Idee verläuft danach jedoch sehr diszipliniert und zielstrebig. In dieser Phase zieht er sich zurück und konstruiert allein oder mit einem Erwachsenen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Dass schon unsere Kinder ein großes Maß an Energie in die Projekte einfließen lassen und danach erschöpft sind, ließ Fabian durch einen Ausspruch anklingen: &#8220;Ich will kein Zahlendetektiv mehr sein, das ist so anstrengend, da schwitze ich immer so.“ Aber dann wollte er natürlich doch weiter mitmachen.<br />
</span></p>
<p>(Siehe: <a title="Projekt: Zahlendetektive" href="http://www.ihvo.de/660/projekt-zahlendetektive/">Projekt Zahlendetektive</a>.)</p>
<p><span style="color: #000000;">Bei Fehlschlägen reagieren einige Kinder mit extremem Frustrationsverhalten und sind &#8220;am Boden zerstört&#8221;. Fabian wollte zum Beispiel, nachdem er bei einem Bild, das durch Verbinden von Zahlen entsteht, alle Aktivitäten abbrechen, nachdem er sich vermalt hatte. Nur durch gutes Zureden und nach einer gemeinsamen Korrektur wechselte die </span>Frustration wieder in Stolz und Freude.</p>
<p><span style="color: #000000;">Farin Urlaub gab in seinem Interview meiner Meinung nach eine Erklärung, warum es eine Kluft zwischen normalen und besonders kreativen Menschen gibt. &#8220;Ich bin scheinbar tatsächlich interessierter und unglaublich neugierig, was für meine Umgebung sehr anstrengend ist. – Wenn man einmal angefangen hat neugierig zu sein – kann man nicht mehr aufhören – es ist wie eine Sucht, denn das Buch, in dem alle Antworten stehen, gibt es nicht. – Leider.“</span></p>
<p><span>Unverständnis ruft oftmals das fast schon diktatorische Verhalten einiger kreativer Menschen hervor, die eigene Spielregeln für das Zusammenleben mit anderen festlegen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Einstein und Picasso, zum Beispiel, schrieben ihren Frauen vor, wie diese sich ihnen gegenüber verhalten sollten. Ein Ausspruch von Farin Urlaub geht in dieselbe Richtung: &#8220;Ich meine es durchaus ernst, dass ich Menschen toll finde und gerne Kontakt habe – am liebsten natürlich unter meinen Bedingungen – aber das geht nun mal nicht immer.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: April 2012<br />
Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hochbegabung, dargestellt in Literatur und Film</title>
		<link>http://www.ihvo.de/4472/hochbegabung-dargestellt-in-literatur-und-film/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 12:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Hoch begabte Kinder besser verstehen]]></category>

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		<description><![CDATA[locker zusammengetragen von Hanna Vock &#160; Dichter, Romanschreiber, Drehbuchautoren, Filmemacher sind häufig hoch begabt. Ihre Sicht der Dinge ist die Sicht Hochbegabter auf die Welt. Die Gedanken und Gefühle ihrer Helden sind oft gekonnte Beschreibungen des Innenlebens, der Reaktionen Hochbegabter &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/4472/hochbegabung-dargestellt-in-literatur-und-film/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>locker zusammengetragen von Hanna Vock</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dichter, Romanschreiber, Drehbuchautoren, Filmemacher sind häufig hoch begabt. Ihre Sicht der Dinge ist die Sicht Hochbegabter auf die Welt. Die Gedanken und Gefühle ihrer Helden sind oft gekonnte Beschreibungen des Innenlebens, der Reaktionen Hochbegabter auf ihre Umwelt, manchmal auch auf die &#8220;Dummheit der Welt&#8221;.</p>
<p>Die Werke dieser Hochbegabten zeigen aber auch, wie die nicht hoch begabte Umwelt auf ihre Haupthelden reagiert, welche Probleme, Kränkungen, Verwerfungen sich daraus ergeben.</p>
<p>Deshalb können uns viele Literatur-, Musik- und Filmwerke helfen, hoch begabte Kinder und Jugendliche besser zu verstehen.</p>
<p>Aus der Fülle der entsprechenden Werke hier eine kleine und zufällige Auswahl,<br />
die immer mal wieder erweitert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Spielfilm: Antonias Welt</h2>
<p>Niederlande 1996.<br />
Academy Award Gewinner 1996 als bester ausländischer Film.</p>
<p>Antonia ist eine starke Frau. Im Film wird beschrieben, wie sie zusammen mit ihrer kunstbegabten Tochter Danielle nach langer Zeit in ihr Dorf zurückkehrt und den Hof ihrer Eltern übernimmt.</p>
<p>Ihre Enkelin führt als Kind ernsthafte philosophische Gespräche mit einem alten depressiven Mann, der einsam im Dorf lebt. Sie ist mathematisch hoch begabt und hat wiederum eine hoch begabte Tochter.</p>
<p>Das unkonventionell erscheinende Leben dieser Frauen und Mädchen wird in kraftvollen Bildern feinsinnig geschildert.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: Mai 2012</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Spielfilm: Vitus</h2>
<p>Schweiz 2006.<br />
Regie: Fredi M. Murer. Hauptdarsteller: Fabrizio Borsani, Teo Gheorghiu.</p>
<p>Vitus ist die Hauptperson des Films. Zu Beginn ist er sechs, am Ende des Films ist er zwölf Jahre alt. Er ist ein Junge mit einer hohen musikalischen und mathematischen Begabung, früh schon spielt er virtuos Klavier und schon im Kindergarten liest er den Brockhaus.</p>
<p>Oberflächlich betrachtet, erhält er eine ausgezeichnete musikalische Förderung. Seine Eltern erkennen seine Begabung früh, sorgen dafür, dass er die besten Klavierlehrer bekommt, und schaffen ihm früh die Möglichkeit, vor großem Publikum aufzutreten.</p>
<p>Über ihrer Bewunderung seiner Begabung, ihrer Geschäftigkeit und ihren Karriereträumen reduzieren seine Eltern ihn auf seine musikalische Begabung und versäumen es, sich ebenso intensiv für die Gefühle und Gedanken ihres kleinen Sohnes zu interessieren. Ohne ihm andere Wege offen zu halten, ist für die Eltern beschlossen, dass Vitus Pianist werden soll. In ihm geht aber (natürlich) viel mehr vor, so träumt er zum Beispiel, angeregt von seinem Großvater, den Traum vom Fliegen, was leicht als Sehnsucht nach mehr Freiheit, Leichtigkeit und Selbstbestimmung verstanden werden kann.</p>
<p>Beim Großvater (dargestellt von Bruno Ganz) findet er das Verständnis für seine Nöte. Er erlebt dort die ruhige und warme Zuneigung, die ihm schließlich die emotionale Basis gibt, seinen eigenen Weg zu suchen und zu finden.</p>
<p>Seinen großen und erstaunlich &#8220;erwachsenen&#8221; Drang zu einem selbstbestimmten Leben erfüllt sich Vitus auf abenteuerliche Weise &#8211; und zeigt sich auch hierbei sehr begabt und erfolgreich.</p>
<p>Ein tolles Plädoyer für eine intensive, liebevolle kognitive und emotionale Begleitung in der Begabungsförderung &#8211; und die Botschaft, dass hoch begabte Kinder oft sehr viel reifer ihre Dinge regeln können, als gemeinhin vermutet wird.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: Mai 2012</p>
<h2></h2>
<h2>Lied: Der Büffel (Hannes Wader)</h2>
<p>Text, Musik und Interpret: Hannes Wader.<br />
Aus dem Album: Nie mehr zurück (1991).<br />
Mercury CD</p>
<p>Das Lied ist autobiografisch zu verstehen. Wader sieht sich als Kind, das künstlerische Kraft und Sehnsucht besitzt, aber weder von den Eltern noch vom Lehrer verstanden oder gar unterstützt wird. Er hat aus Ton die Figur eines Büffels geformt, hat sehr ernsthaft daran gearbeitet, ist aufgeregt vom Schaffensprozess und stolz auf sein Werk. Als er es seinem Lehrer zeigen will, kommt er zu spät zur Schule, ist unterwegs gestürzt &#8211; dabei ist die Figur entzwei gegangen und hat sich verformt. Das Kind ist krank vor Angst und wird wieder verhöhnt&#8230;</p>
<p>Wader war in der Schule Außenseiter und verarbeitet seine Kindheitserfahrungen in sehr eindringlichen Texten und Melodien. Der Refrain besteht auf der Sehnsucht nach Schönheit und der Gier nach Leben, die ihm trotz alledem geblieben sind. Es heißt darin:</p>
<p>„So ist mir als Kraft gegeben, was oft nur als Schwäche gilt“.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: Mai 2012</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 lang="en-GB">Spielfilm: Mein Mann Picasso</h2>
<p>USA 1996.<br />
Regie: James Ivory. Hauptdarsteller: Natascha McElhone, Anthony Hopkins.</p>
<p>Die junge Malerin Françoise Gilot verliebt sich in den 40 Jahre älteren, bereits weltberühmten Picasso. Sie leben zehn Jahre lang zusammen, haben zwei gemeinsame Kinder: Claude und Paloma.</p>
<p>Hauptthema des Films ist Picassos Herrschsucht gegenüber den Menschen in seiner Umgebung, sein ungeheurer Egozentrismus, mit dem er die Liebe und Bewunderung dieser Menschen rücksichtslos ausnutzt.</p>
<p>Françoise Gilot ist die einzige von Picassos Frauen, die stark genug ist, ihn zu verlassen, als sie das Leben an seiner Seite nicht mehr ertragen will.</p>
<p>Anthony Hopkins spielt den in seinen Stimmungen unberechenbaren Picasso genial. Picasso schont weder sich selbst noch seine Umwelt, wenn er in einer Schaffensphase ist. Dann ist er unzugänglich, weil er malt oder Skulpturen formt. Ist die Phase vorbei, verfällt er in depressive Zustände &#8211; und ist ebenfalls unzugänglich.</p>
<p>Er ist sich seines Erfolgs und seiner Berühmtheit sehr wohl bewusst, zweifelt aber immer wieder zutiefst daran, weiterhin Großes schaffen zu können. Er genießt das Leben und seine Begabung und leidet gleichzeitig daran.</p>
<p>Der Film trägt nicht so sehr zum Verständnis von Picassos Persönlichkeit, seiner Höchstbegabung und seiner ungeheuren Kreativität bei, sondern führt eher die schwierige Situation der Menschen in seiner Umgebung vor Augen.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: April 2012</p>
<h2 lang="en-GB"></h2>
<h2 lang="en-GB">Spielfilm: Billy Elliot – I Will Dance</h2>
<p>Großbritannien 2000.<br />
Regie: Stephen Daldry. Hauptdarsteller: Jamie Bell</p>
<p>Beschreibung / Kommentar:</p>
<p>Ein Junge entdeckt seine Begabung, die er nur leben kann, weil seine Lehrerin ihn entdeckt, die Entwicklung seiner Fähigkeiten gezielt fördert und ihn emotional unterstützt.</p>
<p>Im nordenglischen Durham müssen sich eine Box- und eine Ballettgruppe die örtliche Turnhalle teilen. Dadurch entdeckt der elfjährige Billy eine neue Welt: den Tanz.</p>
<p>Die Ballettlehrerin erkennt die große Begabung von Billy und unterstützt ihn. Billy kämpft sich gegen alle Vorurteile hindurch und überzeugt schließlich auch seinen Vater, der als Bergmann gerade seinen beruflichen Niedergang erlebt, mit leidenschaftlicher Wut und großer Beharrlichkeit.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: März 2012</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Roman: Das Blut des Adlers (Liselotte Welskopf-Henrich)</h2>
<p>(1. Auflage 1967). Das Blut des Adlers, 5 Bände.<br />
Halle und Leipzig: Mitteldeutscher Verlag. Spätere Ausgaben erschienen bei Beltz &amp; Gelberg, Weinheim.<br />
Gebraucht zu kaufen z.B. bei amazon.</p>
<p>Band 1: Nacht über der Prärie.<br />
Band 2: Licht über weißen Felsen<br />
Band 3: Stein mit Hörnern<br />
Band 4: Der siebenstufige Berg<br />
Band 5: Das helle Gesicht</p>
<p>Beschreibung / Kommentar:</p>
<p>Spannender Abenteuerroman vom Lebenskampf der Dakota-Indianer in einer US-amerikanischen Reservation in den 1960er Jahren. Geschrieben für Erwachsene und Jugendliche. Sehr detailreich und einfühlsam werden die Erfahrungen und Gedanken der hoch begabten Haupthelden geschildert. Dies sind: ein junger kämpferischer Mann, der sich zum Häuptling seines Volkes entwickelt, eine junge Malerin und ein 12-jähriger, hochsensibler Junge.</p>
<p>Von derselben Autorin stammt der Romanzyklus „Die Söhne der großen Bärin“, der in demselben Gebiet um die Black Hills etwa 100 Jahre früher spielt, als die Dakota ihre letzten bewaffneten Freiheitskämpfe führten. Auch hier ist der Hauptheld ein Hochbegabter &#8211; und besonders der 1. Band &#8220;Harka&#8221; schildert die Entwicklung eines hoch begabten Kindes..</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: März 2012</p>
<h2></h2>
<h2>TV-Spielfilm: Schiller</h2>
<p>Deutschland 2005<br />
Regie: Martin Weinhart. Hauptdarsteller: Matthias Schweighöfer</p>
<p>Der Film zeigt Begabtenförderung unter den Bedingungen des Feudalismus. Der Fürst sucht sich in seinem Fürstentum die intelligentesten Jungen zusammen und steckt sie per Befehl in eine Elite-Militärakademie in Stuttgart, die offenbar gleichzeitig eine Eliteschule für eine breite Bildung war. Der junge Schiller, dem der militärische Drill und die geforderte Ordnung zuwider sind, wird dort zum Militärarzt ausgebildet.</p>
<p>Sein geniales Frühwerk &#8220;Die Räuber&#8221; schreibt er noch als Zögling dieser Anstalt. Die Flucht (Desertation) im Jahr 1782 im Alter von 22 Jahren geht nur einigermaßen glimpflich für ihn aus (&#8220;nur&#8221; zwei Wochen Kerker), weil &#8220;Die Räuber&#8221; bereits mit großem Erfolg im Theater aufgeführt werden.</p>
<p>Das intensive Spiel des Schauspielers Matthias Schweighöfer führt uns das unablässige, gewaltsame Ausbrechen von Schillers Schaffensdrang im Alter von 20 bis 22 Jahren vor Augen. Schiller hat einen Freund und eine Freundin, die zeitweise in seiner Nähe sind, und in kleinem Umfang hat er auch Förderer, die ihn am Leben halten und sein Genie erahnen.</p>
<p>Aber die Leute, die letztlich über die Macht und die Mittel verfügen, ihm ein Leben als freier Dichter zu gönnen und damit seinem Schaffensdrang einen Lebensunterhalt zu geben, versagen (es ihm).</p>
<p>Die Beschränktheit der Mäzene, der Neid und die Missgunst der nicht so Genialen und eine schwere Malaria-Erkrankung, auf die er aus finanzieller Not und innerem Schaffensdrang keine Rücksicht nehmen kann,  lassen ihn in diesen frühen Jahren leiden, vernichten ihn fast. Ähnlich wie der junge Mozart, zerbricht er unter dem Zeitdruck, unter dem er produzieren soll.</p>
<p>Deutlich wird im Film auch, dass die kreativen Schaffensperioden &#8220;wild&#8221; sind &#8211; das ordentliche Leben, die menschlichen Beziehungen zu den Nächsten und andere elementare Grundbedürfnisse sind ausgeblendet durch die ungeheure Konzentration auf das zu erschaffende Werk.</p>
<p>Im späteren Leben, das im Film nicht behandelt wird, muss Schiller noch viele finanziell arme und unsichere Jahre überstehen. Im Alter von 30 Jahren wird er zum Professor ernannt, ohne dafür ein Gehalt zu bekommen. Trotzdem wird seine finanzielle Lage allmählich besser, er heiratet und wird Vater. Aber zu dieser Zeit ist seine Gesundheit bereits ruiniert; vermutlich ist es Tuberkulose, die ihn quält. Als er mit 45 Jahren stirbt, ergibt die Autopsie, dass ein Lungenflügel völlig zerstört ist und dass auch andere innere Organe schwer erkrankt waren.</p>
<p>Man kann vermuten, dass nicht nur die bittere Armut der frühen Jahre, sondern auch die Zerrissenheit zwischen Anstrengungen zum Broterwerb und dem Drang zum kreativen Schaffen seine Gesundheit untergraben haben.</p>
<p>Erst spät, für die letzten zehn Jahre seines Lebens, findet er in Goethe einen kongenialen Freund, mit dem er sich literarisch, philosophisch und naturwissenschaftlich auf gleicher Ebene austauschen kann.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: März 2012</p>
<p>Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum</p>
<h2></h2>
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		<title>Ben, 3;10 Jahre</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 15:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Hoch begabte Kinder besser verstehen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Alexa Kreitlow Ben besuchte unseren Kindergarten seit 6 Wochen, als ich mit ihm den Interessen-Fragebogen für den Kindergarten durchführte. Ich hatte in die Gruppe hinein gefragt, wer Lust hätte, mir Fragen zu beantworten, und Ben hatte sich sofort gemeldet. &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3707/ben-3-10-jahre/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>von Alexa Kreitlow</h2>
<p>Ben besuchte unseren Kindergarten seit 6 Wochen, als ich mit ihm den <a title="Interessen-Fragebogen für den Kindergarten" href="http://www.ihvo.de/2195/interessen-fragebogen-fur-den-kindergarten/">Interessen-Fragebogen für den Kindergarten</a> durchführte. Ich hatte in die Gruppe hinein gefragt, wer Lust hätte, mir Fragen zu beantworten, und Ben hatte sich sofort gemeldet.</p>
<p>Einige seiner Antworten gebe ich hier wieder:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Frage 1) Hast du ein Lieblingsspielzeug? Womit spielst du am liebsten?</p>
<p>&#8220;Ja, mit dem Wärmepack. Da drückt man drauf und es wird warm, nicht kalt wie ein Kühlpack.&#8221;</p>
<p>Frage 4) Worüber hast du gestern oder heute nachgedacht?</p>
<p>&#8220;Habe über den Kindersitz vom Kindergarten nachgedacht. Wir haben den Sitz im Auto und da steht Kita drauf. Ich habe gedacht, wie es wäre, wenn der ganze Kindergarten im Auto ist.&#8221;</p>
<p>Frage 5) Hast du eine ganz besondere gute Freundin oder einen ganz besonderen guten Freund?</p>
<p>&#8220;Der &#8230;, der hat früher in H. gewohnt. Jetzt aber nicht mehr. Man muss mit der Straßenbahn fahren und an der Haltestelle Maria aussteigen. Ich besuche den manchmal.&#8221;</p>
<p>Frage 6) Gibt es etwas, wovor du Angst hast?</p>
<p>&#8220;Ja, vor einem großen dicken Bär. Sonst habe ich keine Angst.&#8221;</p>
<p>Frage 7) Was sammelst du besonders gerne? Besitzt du eine Sammlung oder eine „Schatzkiste“?</p>
<p>&#8220;Ich sammle Muscheln, Nüsse und die besten Kekse von Deutschland. Ich habe eine Schatzkiste und eine Spardose.&#8221;</p>
<p>Frage 8 ) Was kannst du besonders gut?</p>
<p>&#8220;Zu Hause mein Kinderzimmer saugen und den Flur. Und Sandburgen bauen kann ich gut. Mehr nicht.&#8221;</p>
<p>Frage 9) Was möchtest du lernen?</p>
<p>&#8220;Mit einem echten Kipplaster fahren und mit der Motorsäge richtig umgehen.&#8221;</p>
<p>Frage 10) Was tust du denn am allerliebsten im Kindergarten – und warum?</p>
<p>&#8220;Draußen auf dem Schiff spielen – (bei warum guckt er mich an, nach dem Motto blöde Frage) na, weil das eben Spaß macht.&#8221;</p>
<p>Frage 11) Was ist im Kindergarten noch schwierig für dich?</p>
<p>&#8220;Nix ist schwierig!&#8221;</p>
<p>Frage 12) Was gefällt dir im Kindergarten gar nicht?</p>
<p>&#8220;Nix ist blöd!&#8221;</p>
<p>Frage 14) Gibt es etwas, das dich häufig im Kindergarten stört?  Worüber ärgerst du dich immer wieder?</p>
<p>&#8220;Nix stört mich und ich ärgere mich auch nicht.&#8221;</p>
<p>Frage 15) Nenne mir ein Spielzeug, das du zuhause hast und das dir ganz besonders wichtig ist – ein Spielzeug, das nie in den Müll geworfen werden darf.</p>
<p>&#8220;Meine Werkzeuge, mein Beil und die echte Säge aus Eisen und mein Lineal und mein Rechner.&#8221;</p>
<p>Frage 16) Kannst du sagen, warum es dir wichtig ist?</p>
<p>&#8220;Wenn die Werkzeuge oder der Rechner von Mama und Papa mal kaputt gehen, kann ich ihnen meine Sachen ausleihen.&#8221;</p>
<p>Frage 19) Was siehst du dir gerne im Fernsehen oder auf DVD an?</p>
<p>&#8220;Ich sehe nicht soviel Fernsehen, manchmal Sandmännchen. Ich gucke immer die CDs von Bob der Baumeister.&#8221;</p>
<p>Frage 20) Was findest du daran besonders gut?</p>
<p>&#8220;Die Bilder finde ich gut, habe ich doch eben schon gesagt.&#8221;</p>
<p>Frage 21) Was möchtest du hier im Kindergarten als nächstes gerne lernen?</p>
<p>&#8220;Mit den Werkzeugen umzugehen, damit ich alleine in die Werkstatt gehen kann. Diesen Brief machen.&#8221;</p>
<p>Frage 22) Was hast du schon einmal gemacht, worauf du richtig stolz bist?</p>
<p>&#8220;Gestern bin ich mit dem Fahrrad den ganzen Berg hochgefahren, ohne zu schieben. Das war toll.&#8221;</p>
<p>Frage 23) Welchen Beruf findest du toll?</p>
<p>&#8220;Keinen, oder vielleicht Baggerfahrer.&#8221;</p>
<p>Frage 24) Welchen Beruf findest du nicht schön?</p>
<p>&#8220;Weiß nicht.&#8221; (Seine Konzentration lässt nach)</p>
<p>Frage 25) Mit wem kannst du am besten reden?</p>
<p>&#8220;Mit keinem!&#8221; (Nach Nachfragen) &#8220;Mit Mama und Papi.&#8221;</p>
<p>Frage 26) Stell dir vor, du triffst einen Menschen, der alles über die Welt und das Leben weiß, sogar noch viel mehr als deine Eltern. Was würdest du diesen Menschen fragen wollen?</p>
<p>Nach langem Überlegen: &#8220;Wie Fahrräder gebaut werden.&#8221;</p>
<p>Frage 27) Ben macht selber die Kreuze, jetzt hat er wieder richtig Lust, weiter zu machen.</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Ben-1.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4398" title="Ben 1" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Ben-1-859x1024.jpg" alt="" width="584" height="696" /></a></p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Scannen0006.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4400" title="Scannen0006" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Scannen0006-1024x539.jpg" alt="" width="584" height="307" /></a></p>
<p>Ben ist ganz begeistert darüber, wie viele Sachen er gut findet. Zählt sofort nach, findet nur 3 Sachen blöd und 5 Sachen sind ihm egal.</p>
<p>Es hat ihm Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten.<br />
Datum der Veröffentlichung: März 2012<br />
Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum.</p>
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		<title>Unser Dorf im Wald</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[4.3 Lernwerkzeuge, Lerntechniken, personale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[4.7 Philosophie, Religion und Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dorit Nörmann Unsere Konzeption sieht vor, dass von unseren zwei Kindergartengruppen immer eine buten (draußen) und eine binnen (drinnen) ist. Das bedeutet zum einen, dass die eine Gruppe für einen Monat im Haus doppelt so viel Platz hat; zum &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3999/unser-dorf-im-wald/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>von Dorit Nörmann</h2>
<p>Unsere Konzeption sieht vor, dass von unseren zwei Kindergartengruppen immer eine buten (draußen) und eine binnen (drinnen) ist. Das bedeutet zum einen, dass die eine Gruppe für einen Monat im Haus doppelt so viel Platz hat; zum andern bedeutet es, dass die andere Gruppe derweil bis mittags draußen im Wald ist. In jedem Monat gibt es <span style="color: #000000;">zwei </span>Begegnungstage, dann treffen sich beide Gruppen drinnen im Haus, danach kommt der Wechsel. Für uns hat sich dieses Konzept gut bewährt, es verbindet die Vorteile eines &#8220;normalen&#8221; Kindergartens mit den Vorteilen eines Waldkindergartens.</p>
<div class="kurz_gefassst_container">
<p>&#8230; kurz gefasst &#8230;</p>
<p>Der vierjährige Sven mag Pläne. Als in seiner Gruppe sein Wohnort als Plan nachgebaut wird, zeigt er, was in ihm steckt, und bringt sich immer stärker ins Gruppengeschehen ein. Alle Kinder der Gruppe lernen viel über Grundrisse und Pläne &#8211; und das zum Teil im Wald.</p>
</div>
<p>Seit 2011 sind wir auch &#8220;Integrativer Schwerpunktkindergarten für Hochbegabtenförderung&#8221; und &#8220;Konsultationskindertagesstätte in Niedersachsen&#8221;. Unsere Kinder erleben viel Natur,  allseitige Unterstützung und viel kognitive Förderung.</p>
<p>Das Projekt, das ich jetzt beschreibe, war unser bisher längstes Projekt. Zuerst beschäftigten wir uns fast ein halbes Jahr lang mit der weiten Welt. Denn es war Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Meine Gruppe fing also mit Südafrika an, dann ging es über Japan, Indien &#8211; wir entdeckten immer neue Länder, mit denen wir uns beschäftigen wollten &#8211; und über Dänemark (von hier hatte ein Kind eine Flagge aus dem Ferienhaus mitgebracht) nach Deutschland.</p>
<p>Aus unserer Kindergarten-Zeitung:</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Japan.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4315" title="Japan" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Japan-1024x608.jpg" alt="" width="584" height="346" /></a></p>
<p>Wir haben uns mit den Sprachen, dem Essen, den Gewohnheiten der Länder befasst. Globus und Landkarten wurden zu Hilfe genommen, um die Länder zu verorten und zu sehen, wie weit sie von uns entfernt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die Schriftzeichen haben wir das Bilderbuch &#8220;Marcel und die Schriftzeichen&#8221; genutzt, das ich sehr empfehlen kann. (Siehe: <a title="Bilderbücher, Sachbücher und Geschichten" href="http://www.ihvo.de/886/bilderbucher-sachbucher-und-geschichten/">Bilderbücher, Sachbücher und Geschichten</a>.)</p>
<p>Es hatte sich so ergeben, dass zu der Zeit fast die Hälfte unserer drei- bis sechsjährigen Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung war. Sie hatten viele eigene Ideen: Sie wollten Schriftzeichen malen, Essstäbchen schnitzen. An der Wand hingen Porträts von internationalen Künstlern.</p>
<p>Morgens bringe ich immer meine Zeitung mit, die dann ausgewertet wird, alles wird ausgeschnitten, auch das war sehr ergiebig, denn in der Zeitung waren jeweils die Flaggen der Nationen abgedruckt, die am Vortage ein Spiel hatten.</p>
<p>Dies war das Hauptinteresse von Sven (4;6). Er sorgte über die gesamte Zeitspanne der Weltmeisterschaft dafür, dass immer alle Flaggen da waren, dass damit alles seine Richtigkeit hatte.</p>
<p>Seit Sven 3 war, ist er bei uns. Über ein Jahr lang hat er kaum gesprochen &#8211; und wenn, dann nur mit den Erzieherinnen, auch nur wenn er wollte, oft hat er auf Fragen nicht reagiert, hat beim Stuhlkreis stumm dabei gesessen und nicht mitgemacht. Wenn es ihm doch mal passiert ist, dass er was gesagt hat, hat er es sofort gemerkt und ist sofort wieder verstummt. Er fühlte sich offensichtlich nicht unwohl, aber er war wenig aktiv.</p>
<p>In diesem Projekt ist er &#8220;aufgetaut&#8221;, hat die Flaggenfrage von sich aus zu seiner &#8220;Chefsache&#8221; erklärt. Zuerst fanden die ältesten Kinder das seltsam und wunderten sich, dass er etwas beitrug. Als die ältesten Kinder dann in der Schule waren, kam ein neuer Junge in die Gruppe, der ein halbes Jahr jünger ist und mit dem Sven auf einer Wellenlänge ist. Und so &#8220;taute er weiter auf&#8221;.</p>
<p>Irgendwann sagte eins von den Kindern: &#8220;In Wietzen haben wir auch eine Flagge&#8221;, die natürlich schnellstmöglich beschafft wurde. Wietzen heißt unsere Gemeinde.</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Wappen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4314" title="Wappen" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/Wappen.jpg" alt="" width="292" height="316" /></a>Auf dem Ortsplan war die Kirche nur <span style="color: #000000;">als kleines Kreuz ein</span>gezeichnet.</p>
<p>&#8220;Komisch, dass man die Kirche (aus dem Wappen) auf dem Plan nicht sehen kann&#8221;, sagte ein Kind.</p>
<p>Die Kinder wollten einen Plan, auf dem man die Kirche richtig sehen kann. Wir brauchten also einen viel größeren Plan und darauf kleine richtige Häuser. Das kleinste, was zur Verfügung stand, waren unsere Holzbausteine.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><br />
</span></p>
<p>Also klebten wir auf dem Boden des Gruppenraums (wir waren gerade binnen) aus Papierblättern einen riesigen Papierbogen zusammen. Darauf setzen wir eine aus Holzbausteinen gebaute Kirche.</p>
<p>&#8220;Wer wohnt in der Nähe der Kirche?&#8221; Zwei Kinder konnten ihr Haus kirchnah auf den Plan setzen. Dann wurden die Bäckerei und die Schule aufgebaut und an die richtige Stelle gesetzt.</p>
<p>Nun fingen wir an, die Straßen einzuzeichnen. &#8220;In welche Richtung fährst du denn, wenn du nach Hause fährst.&#8221; So mussten auch die Nachbardörfer angebaut werden. Schließlich war das Zuhause jedes Kindes auf dem Plan &#8211; und der Plan nahm den ganzen Gruppenraum ein!</p>
<p>Fragen, die sich anschlossen und mit Hilfe des Plans beantwortet werden konnten: &#8220;Wer hat es denn am weitesten von wem zu wem?&#8221; &#8211; &#8220;Wo muss ich lang fahren, wenn ich zu &#8230; will?&#8221;</p>
<p>Solche Fragen beschäftigten uns einen ganzen Stuhlkreis lang. Die Kinder übten auch den &#8220;Draufblick&#8221; von oben auf die Kirche und erkannten, dass man von oben nicht erkennen kann, wie die Kirche aussieht, wenn man sie von der Straße aus betrachtet.</p>
<p>Anschließend malten wir die Umrisse der Häuser auf den Plan (um jedes Haus herum), dann konnten die Häuser abgeräumt werden.</p>
<p>Als wir dann buten waren, fanden wir einen Ytong-Stein, der fast aussah wie eine Kirche. <span style="color: #000000;">(Ytong-Steine zur Bearbeitung haben wir im Wald immer vorrätig.) Zue</span>rst begannen einzelne Kinder, ihr Haus zu raspeln &#8211; die Größen der Häuser waren natürlich nicht aufeinander abgestimmt: Wir haben noch eine Garage &#8211; nächster Stein.</p>
<p>Die nächste Frage, die sich stellte: Wie stellen wir auf dem Waldboden die Straßen dar? Zunächst versuchten wir, die Straßenverläufe mit Stöcken in den Boden einzuritzen, aber das Ergebnis befriedigte uns nicht. Schließlich kamen wir darauf, Sägespäne zu benutzen. Wir fanden sie im Wald, wo nach einem Sturm mehrere Bäume gefällt worden waren.</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3847.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4323" title="100_3847" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3847-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a></p>
<p>Der Plan wurde ständig erweitert. Wenn ein neues Kind kam, wurde es auch aufgefordert und es wurde ihm geholfen, sein Haus herzustellen und ins Dorf einzufügen.</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3854.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4324" title="100_3854" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3854-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Sven hat sich sehr intensiv mit dem Plan befasst; er war es, der daran gedacht hat, dass auch neue Kinder ihr Haus dazu taten. Ihm fiel auch auf, dass wir keine Ortsschilder hatten.</p>
<p>Ein Mädchen, das schon schreiben konnte, hat die Ortsnamen auf gelbes Papier geschrieben und darauf geachtet, dass die Schilder auch richtig mit Stöcken aufgestellt wurden.</p>
<p>Sven bewegte sich auch gern in dem Plan und ging Strecken ab, um festzustellen, wie er gehen muss, um bestimmte Kinder zu besuchen. Er gab den anderen Kindern auch Anweisungen, wo ihr Haus hingehört.</p>
<p><a href="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3858.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4325" title="100_3858" src="http://www.ihvo.de/wp-content/uploads/2012/03/100_3858-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a><br />
Bei den kleinen Kindern half Sven &#8211; selber erst 4 Jahre alt &#8211; und organisierte den richtigen Platz. Er ist immer noch ein sehr ruhiges Kind &#8211; aber wenn er etwas sagt, hat das Sinn und Verstand.</p>
<p>Irgendwann im Herbst, als alles fertig war und das Buchenlaub auf den Boden fiel, kam irgendein Kind auf die Idee, den Platz sauber zu harken. Dabei gerieten alle Häuser auf einen Haufen. Aber sehr bald fingen <span style="color: #000000;">Sven und einige andere Kinder</span> an, das Dorf wieder aufzubauen. Jetzt steht es seit zwei Jahren, wird immer wieder ausgebessert und, wenn neue Kinder kommen, erweitert.</p>
<p>Datum der Veröffentlichung: März 2012<br />
Copyright © Hanna Vock, siehe Impressum.</p>
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		<title>Editorial: Mit Eltern zusammenarbeiten</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 14:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[5 Mit den Eltern zusammenarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Eltern hoch begabter Kinder merken oft schon im 2. oder 3. Lebensjahr ihres Kindes, dass es irgendwie anders ist. Häufig wird bemerkt, dass das Kind anders denkt als die Gleichaltrigen. Dieses andere Denken bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Gefühlswelt &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3947/editorial-mit-eltern-zusammenarbeiten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern hoch begabter Kinder merken oft schon im 2. oder 3. Lebensjahr ihres Kindes, dass es irgendwie anders ist. Häufig wird bemerkt, dass das Kind anders denkt als die Gleichaltrigen. Dieses andere Denken bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Gefühlswelt des Kindes und auf sein Verhalten.<br />
&nbsp;<br />
Es ist sehr wertvoll für das Wohlbefinden des Kindes, für seine Entwicklung und für das Familienklima, wenn die Eltern früh kompetente Ansprechpartner finden, die ihnen beim Verstehen und Fördern ihres Kindes mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen. Allein schon die Chance, mit den Erzieherinnen, die das Kind gut kennen, über Vermutungen in Bezug auf Hochbegabung offen sprechen zu können, ist für viele Eltern hilfreich.<br />
&nbsp;<br />
Ein Zeichen für Gesprächsbereitschaft und ein Leitfaden für Gespräche über Begabungen können die Elternfragebögen in Kapitel 5.2 sein.</p>
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		<title>Editorial: Hochbegabung erkennen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 13:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[2 Hochbegabung erkennen]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist unter Experten unbestritten, dass es sinnvoll ist, hohe Begabungen bei Kindern möglichst früh zu erkennen. &#160; Kapitel 2.1 bietet Erzieherinnen und Erziehern methodisches Handwerkszeug an, das ihnen hilft, früh auf besondere und hohe Begabungen aufmerksam zu werden. Es &#8230; <a href="http://www.ihvo.de/3940/editorial-hochbegabung-erkennen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist unter Experten unbestritten, dass es sinnvoll ist, hohe Begabungen bei Kindern möglichst früh zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kapitel 2.1</strong> bietet Erzieherinnen und Erziehern methodisches Handwerkszeug an, das ihnen hilft, früh auf besondere und hohe Begabungen aufmerksam zu werden. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass erfahrene und für Hochbegabung sensibilisierte Elementarpädagogen erkennen können, ob ein Kind über eine besondere, möglicherweise sogar hohe Begabung verfügt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses frühe Erkennen in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Eltern ist sehr wertvoll, weil es entscheidend dazu beitragen kann, dass tatsächlich hoch begabte Kinder nicht dauerhaft unterfordert werden – und dass Eltern auch von einer irrigen Ansicht, ihr Kind sei hoch begabt, abgebracht werden können, was das Kind vor zu hohen Erwartungen schützt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In Kapitel 2.2</strong> geht es um die Fragen rund um eine Testung, die in vielen Fällen zwar nicht nötig, in vielen anderen Fällen aber auch hilfreich ist. Leider konnten diese Beiträge aus finanziellen Gründen noch nicht übersetzt werden.</p>
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		<title>Geschützt: Projekt Arche Noah und der Tsunami</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 12:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[4.7 Philosophie, Religion und Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://www.ihvo.de/wp-pass.php" method="post">
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